Cialis® vs. Viagra®: Unterschiede, Nebenwirkungen und was ist besser?
- Wie Cialis® und Viagra® wirken.
- Welche Wirkstoffe hinter den beiden Medikamenten stehen.
- Welche Unterschiede es bei Wirkungseintritt, Wirkungsdauer und Dosierung gibt.
- Welche Nebenwirkungen auftreten können und worin sich die Nebenwirkungsprofile unterscheiden.
- Welche Sicherheitsregeln und Gegenanzeigen zu beachten sind.
- Wie unterscheiden sich PDE-5-Hemmer?
- Welche Wirkstoffe enthalten Viagra® und Cialis®?
- Was ist der Unterschied zwischen Viagra® und Cialis® bei Wirkung, Dosierung und Einnahme?
- Welche Nebenwirkungen und Unterschiede bei der Sicherheit gibt es?
- Cialis® vs. Viagra®: Was ist besser?
- Fazit: Cialis® oder Viagra®?
Wie unterscheiden sich PDE-5-Hemmer?
Der Herforder Urologe Dr. Alak Deeb ordnete die medizinische Behandlung von Potenzproblemen in einem Interview mit dem Westfalen Blatt vom 27. Juni 2026 so ein:
„Dass es gelegentlich einmal im Bett nicht funktioniert, ist völlig normal und gehört zum Leben dazu. Stress im Beruf, Ärger in der Partnerschaft, Müdigkeit, Alkohol, Medikamente oder einfach ein schlechter Tag können dazu führen, dass die Erektion einmal ausbleibt. Hellhörig sollte man werden, wenn daraus eine Regelmäßigkeit wird. Wenn es über mehrere Monate hinweg bei den meisten Versuchen nicht funktioniert, sprechen wir von einer erektilen Dysfunktion. Dann lohnt sich eine urologische Abklärung.“
Dabei betonte er die Bedeutung bekannter Medikamente wie Cialis® und Viagra®:
„PDE-5-Hemmer wie Viagra® oder Cialis® sind wichtige Medikamente, sollten aber nur nach ärztlicher Beratung eingenommen werden.“
Beide gehören zu den PDE-5-Hemmern und verbessern bei sexueller Erregung den Blutfluss in den Penis und erleichtern dadurch eine Erektion.
Bei sexueller Stimulation setzt der Körper Stickstoffmonoxid (NO) frei. Dadurch steigt im Schwellkörper die Konzentration des Botenstoffs cGMP. Dieser entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße, sodass mehr Blut in den Penis einströmt. Das Enzym PDE-5 baut cGMP wieder ab. Sildenafil (Viagra®) und Tadalafil (Cialis®) hemmen PDE-5 und verlängern dadurch die Wirkung von cGMP.
Viele Studien bestätigen die Sicherheit und Wirksamkeit dieses Mechanismus. Beispielsweise wertete eine 2025 in der Fachzeitschrift Peer Journal erschienene Studie die Daten von 1.250 Diabetikern mit erektiler Dysfunktion aus und kam zu dem Schluss, dass PDE-5-Hemmer als sicher gut verträglich gelten können, wobei allerdings auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötung oder Verdauungsbeschwerden möglich sind.
Trotz des gemeinsamen Wirkprinzips unterscheiden sich Cialis® und Viagra® hinsichtlich Wirkstoff, Wirkeintritt, Wirkungsdauer, Einnahme und Nebenwirkungen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über diese Unterschiede.
Achtung!
Vor der Einnahme von Cialis® oder Viagra® sollte ein Arzt prüfen, ob gesundheitliche Gründe gegen eine Behandlung sprechen. Besonders bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist eine individuelle Bewertung des Risikos wichtig.
Welche Wirkstoffe enthalten Viagra® und Cialis®?
Viagra® enthält Sildenafil, Cialis® enthält Tadalafil. Beide Wirkstoffe gehören zur Gruppe der PDE-5-Hemmer und werden zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion eingesetzt.
Sildenafil wird typischerweise für eine geplante sexuelle Aktivität eingenommen.
Tadalafil ist dagegen für seine besonders lange Wirkungsdauer bekannt und auch in einer täglichen Dosierung verfügbar.
| Medikament | Wirkstoff | Besonderheit |
|---|---|---|
| Viagra® | Sildenafil | Einnahme bei Bedarf, häufig für geplante sexuelle Aktivität |
| Cialis® | Tadalafil | Langes Wirkfenster, Einnahme bei Bedarf oder täglich möglich |
Auch andere Medikamente, beispielsweise Levitra® mit dem Wirkstoff Vardenafil, gehören zur Familie der PDE-5-Hemmer. Alle diese Wirkstoffe haben ein vergleichbares Wirkprinzip, obwohl sie sich bei Wirkeintritt, Wirkungsdauer, Dosierung und Wechselwirkungen unterscheiden.
Was ist der Unterschied zwischen Viagra® und Cialis® bei Wirkung, Dosierung und Einnahme?
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) führt sowohl Sildenafil als auch Tadalafil als verschreibungspflichtige PDE-5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion.
Sie unterscheiden sich aber in der Wirkungsdauer und bei den möglichen Einnahmeschemata. Während Sildenafil (Viagra®) ein begrenztes Wirkfenster von vier bis sechs Stunden bietet, kann Tadalafil (Cialis®) eine Wirkung über einen Zeitraum von bis zu 36 Stunden ermöglichen. Das bedeutet, dass innerhalb dieses Zeitraums eine sexuelle Stimulation zu einer Erektion führen kann.
| Merkmal | Viagra® (Sildenafil) | Cialis® (Tadalafil) |
|---|---|---|
| Wirkeintritt | meist 30–60 Minuten | meist 30–60 Minuten |
| Wirkungsdauer | etwa 4–6 Stunden | bis zu 36 Stunden |
| Einnahme bei Bedarf | 25 mg, 50 mg oder 100 mg | 10 mg oder 20 mg |
| Tägliche Einnahme | nicht vorgesehen | 2,5 mg oder 5 mg möglich |
| Mit einer Mahlzeit | möglich; fettreiche Mahlzeiten können Wirkungseintritt verzögern | möglich |
Ein wichtiger praktischer Unterschied betrifft die Ernährung: Eine fettreiche Mahlzeit kann die Aufnahme von Sildenafil verzögern, wodurch die Wirkung später erfolgt. Tadalafil kann dagegen unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, ohne dass das die Wirksamkeit beeinträchtigt.
Gut zu wissen!
Abgesehen von den praktischen Unterschieden scheint es bei Langzeitanwendern die Tendenz zu geben, dass sie Tadalafil (Cialis®) bevorzugen: Laut einer 2022 in der Fachzeitschrift European Urology Focus erschienenen Analyse von 26.821 Patienten einer deutschen Online-Verschreibungsplattform verwendeten diejenigen, die sowohl Tadalafil als auch Sildenafil ausprobiert hatten, am Ende des Untersuchungszeitraums zu 80 Prozent Tadalafil.
Welche Nebenwirkungen und Unterschiede bei der Sicherheit gibt es?
Viagra® und Cialis® können ähnliche Nebenwirkungen verursachen.
Es gibt jedoch einige Unterschiede im Nebenwirkungsprofil: Bei Viagra® können vorübergehende Sehstörungen auftreten.
Bei Cialis® werden dagegen öfter Rücken- und Muskelschmerzen gemeldet.
Zu den typischen Beschwerden beider Medikamente gehören:
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Verstopfte oder laufende Nase
- Gesichtsrötung
- Verdauungsbeschwerden
Wann dürfen Viagra® und Cialis® auf keinen Fall eingenommen werden?
Beide Medikamente dürfen nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Arzneimittel gegen Angina pectoris. Ebenfalls kontraindiziert ist die Kombination mit Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat.
Achtung!
Durch diese Kombinationen kann der Blutdruck gefährlich abfallen, was sogar lebensbedrohlich werden kann.
Cialis® vs. Viagra®: Was ist besser?
Ob Cialis® oder Viagra® besser geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie häufig und spontan man sexuelle Aktivitäten erwartet:
- Cialis®: Das lange Wirkfenster ermöglicht mehr zeitliche Flexibilität. Zusätzlich steht mit Tadalafil eine niedrig dosierte tägliche Einnahme zur Verfügung.
- Viagra®: Die kürzere Wirkungsdauer ist für Männer sinnvoll, die das Medikament nur gelegentlich und gezielt einsetzen möchten.
- Individuelle Verträglichkeit: Die Wirkung und Nebenwirkungen können individuell sehr unterschiedlich ausfallen.
Eine pauschale Antwort darauf, welches Medikament besser ist, gibt es also nicht. Der behandelnde Arzt sollte die individuelle Krankengeschichte, bestehende Herz-Kreislauf-Risiken, andere Medikamente und die persönlichen Anforderungen berücksichtigen, um die beste Option zu finden.
Über DoktorABC kann diese ärztliche Beurteilung diskret im Rahmen einer telemedizinischen Behandlung erfolgen.
Fazit: Cialis® oder Viagra®?
Cialis® und Viagra® sind wirksame PDE-5-Hemmer zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion, aber sie unterscheiden sich vor allem bei Wirkungsdauer, Einnahme und Nebenwirkungsprofil.
Welches Medikament besser geeignet ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Cialis® kann insbesondere bei häufigerer oder spontaner sexueller Aktivität Vorteile bieten, während Viagra® für gelegentliche und geplante sexuelle Kontakte besser geeignet sein kann.
Außerdem reagieren Männer individuell unterschiedlich auf die Wirkstoffe. Vor einer Behandlung muss daher ein Arzt die persönliche gesundheitliche Situation einschließlich möglicher Herz-Kreislauf-Risiken und anderer Medikamente beurteilen.
FAQ
Was wirkt länger: Cialis® oder Viagra®?
Cialis® wirkt deutlich länger. Tadalafil kann ein Wirkfenster von bis zu 36 Stunden haben, während die Wirkung von Sildenafil etwa 4 bis 6 Stunden anhält.
Kann man Viagra® und Cialis® gleichzeitig einnehmen?
Nein. Diese Kombination kann das Risiko für Nebenwirkungen und einen gefährlichen Blutdruckabfall erhöhen.
Was ist besser bei spontaner sexueller Aktivität: Cialis® oder Viagra®?
Cialis® kann für spontane sexuelle Aktivität praktischer sein, weil es deutlich länger wirkt. Viagra® wird dagegen meist gezielt vor einer geplanten sexuellen Aktivität eingenommen.
Kann man Cialis® oder Viagra® mit Alkohol einnehmen?
Alkohol beeinträchtigt die Behandlung. Größere Mengen Alkohol können den Blutdruck stark senken. Deshalb sollte man Alkohol während der Behandlung meiden.