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Migräne ist eine bestimmte Form von Kopfschmerzen. Es werden rund 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen unterschieden. Nach den Spannungskopfschmerzen, unter denen mehr als die Hälfte der Deutschen gelegentlich leidet, ist Migräne die zweithäufigste Form von Kopfschmerzen. Man geht davon aus, dass 38 Prozent der deutschen Bevölkerung darunter leiden. Was genau die Ursachen einer Migräne sind, ist immer noch Gegenstand der medizinischen Forschung.
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Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Migräne als die häufigste, behindernde, langfristige neurologische Erkrankung ein, wenn die durch die Behinderung verlorenen Lebensjahre zusammengezählt werden.
Falls Sie an Migräne leiden, müssen wir Ihnen nicht erst erzählen, wie sehr die Schmerzen das tägliche Leben beeinflussen. Um die Häufigkeit der Migräneattacken zu reduzieren und den quälenden Schmerz schnellstmöglich zu lindern, ist eine medikamentöse Migräne-Behandlung in der Regel unerlässlich. Dabei wird zwischen der akuten und prophylaktischen Behandlung von Migräne unterschieden.
Zur Behandlung eines leichten akuten Migräneanfalls werden meist rezeptfreie Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) angewendet. Wirkstoffe wie beispielsweise Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen gelten als gut wirksam und können auch eventuell auftretende Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit lindern. Reichen diese Medikamente nicht aus, eignen sich Triptane zur Behandlung akuter Beschwerden von mäßiger bis starker Intensität.
Treten Migräneanfälle häufig auf, können medikamentöse Vorbeugemaßnahmen getroffen werden. Die am häufigsten angewendeten Medikamente zur Migräneprophylaxe sind allerdings rezeptpflichtig. Durch die Anwendung dieser Arzneimittel sollen sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität der Migräneanfälle reduziert werden.
Hier kommen vor allem die Betablocker Metoprolol und Propranolol zum Einsatz. Führen diese nicht zum gewünschten Ergebnis, kann der Arzt auch mit Einschränkungen geeignete Migräne-Behandlungen wie beispielsweise Topiramat, ein Medikament zur Behandlung von Epilepsie, verschreiben. Auch bestimmte Antidepressiva und Antikörper sind eine denkbare Behandlungsmöglichkeit zur Migräneprophylaxe.
Die Migräne-Behandlung umfasst zwei Ansätze: die Linderung akuter Beschwerden während einer Attacke und vorbeugende Maßnahmen zur Verringerung der Intensität und Häufigkeit von Migräneanfällen. Um einen akuten Anfall zu stoppen, werden meist Schmerzmittel (NSAR) oder Triptane angewendet. Zusätzlich sollten Betroffene in einem ruhigen, abgedunkelten Raum zur Ruhe kommen können.
Während zur akuten Linderung oftmals rezeptfreie Medikamente angewendet werden, verläuft die Vorbeugung überwiegend mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Hier kommen vor allem bestimmte Betablocker, Antiepileptika, Antidepressiva und Antikörper infrage.
Durch die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente kann Migräneattacken vorgebeugt werden. Da die Anwendung von Arzneimitteln jedoch auch immer mit potenziellen Risiken und Nebenwirkungen einhergeht, verschreibt der Arzt diese Medikamente nur dann, wenn bestimmte Voraussetzung - zumindest anteilig - erfüllt sind:
Auch mit Arzneimitteln zur Prophylaxe kann die Migräne leider nicht vollständig beseitigt werden. Allerdings halbiert sich die Anzahl der Attacken normalerweise im Durchschnitt und die Lebensqualität der Betroffenen steigt erheblich.
Eine Langzeitanwendung von NSAR wird aufgrund der Risiken und Nebenwirkungen nicht empfohlen. Als Mittel der ersten Wahl verordnet der Arzt hingegen oft ein Medikament, das ursprünglich zur Behandlung anderweitiger Erkrankungen gedacht ist. Beispielsweise werden die Betablocker Metoprolol und Propranolol gerne zur Migräneprophylaxe angewendet. Sie sollen das Nervensystem beruhigen. Dadurch wird das Gehirn vor einer Überreizung geschützt und folglich einem Migräneanfall vorgebeugt.
Der Wirkstoff Topiramat hingegen gilt - mit Einschränkungen - als geeignet. Er wird vor allem dann angewendet, wenn Betablocker nicht den gewünschten Effekt zeigten. Topiramat wurde ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt. Auch Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer werden häufig zur vorbeugenden Migräne-Behandlung verschrieben. Neben der Beeinflussung des Serotonin-Stoffwechsels, der einen wichtigen Faktor bei der Entwicklung von Migräne darstellt, mindern Antidepressiva auch Stress und emotionale Zustände, die eine Migräneattacke auslösen können.
Zur vorbeugenden Migräne-Behandlung ohne Medikamente spielt dagegen eine Änderung des Lebensstils eine große Rolle. Lebensmittel, die eine Migräne bei Betroffenen auslösen, sollten streng gemieden werden. Auch Migräne triggernde Gewohnheiten wie beispielsweise Rauchen, Alkoholkonsum oder unregelmäßige Schlafenszeiten sollten Sie aufgeben. Um körperlichen und emotionalen Stress zu vermeiden, empfehlen wir, auf ausreichend Schlaf und Ruhepausen zu achten.
Da es verschiedene Formen von Migräne gibt, können die Symptome vielfältig und teilweise unspezifisch ausfallen. Meist steht allerdings ein starker einseitig pulsierender Kopfschmerz im Vordergrund. Häufig geht er mit begleitenden Migräne Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. In einigen Fällen kommt es im Vorfeld zudem zu einer Migräneaura, die oft mit Seh- oder Empfindungsstörungen einhergeht.
Während es für die Migräneaura bisher keine spezifische Behandlung gibt, lassen sich die anderen Migräne Symptome Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit größtenteils lindern. Sowohl NSAR als auch Triptane können die Schmerzen und Begleiterscheinungen verringern. Schmerzmittel wirken in flüssiger Form am schnellsten. Manchmal werden sie für einen stärkeren Effekt auch mit Koffein kombiniert. Es gilt allerdings zu beachten, dass das auch das Risiko unerwünschter Wirkungen erhöht.
Gehören Sie zu den Betroffenen, die unter sehr starker Übelkeit im Rahmen der Migräneattacke leiden? Dann kann Ihnen Metoclopramid verordnet werden. Das Mittel gegen Übelkeit sollte 15 bis 30 Minuten vor dem Schmerzmittel eingenommen werden. Auf diese Weise verbessert Metoclopramid auch die Aufnahme des Migräne-Medikamentes.
Insgesamt unterscheiden Experten zehn Migräne-Formen:
Bei den meisten Betroffenen liegt eine klassische Migräne ohne Aura oder eine Migräne mit Aura vor. Die weiteren Formen treten eher selten auf oder bilden eine Unterform dieser beiden Migräne-Formen. Bei der Migräne mit Aura ist die Behandlung oft identisch mit der Behandlung einer klassischen Migräne. Da die Aura selbst größtenteils innerhalb einiger Minuten von allein verschwindet, steht auch hier die Behandlung der im Anschluss einsetzenden Kopfschmerzen und Begleiterscheinungen im Vordergrund.
Die meisten Medikamente wirken besser, umso frühzeitiger sie eingenommen werden. Bei einer Migräne mit Aura kann die Behandlung bereits frühzeitig in der Auraphase beginnen und der Schmerz somit schnellstmöglich gelindert werden.
Ohne weitere Vorankündigungen kommt es zu mittleren bis starken Kopfschmerzattacken. Meistens einseitig, werden die Schmerzen als pulsierend und bohrend wahrgenommen. Diese Schmerzen treten auch an unterschiedlichen Stellen im Kopf und wechselseitig auf. Die Schmerzphase dauert dann meistens vier Stunden bis zu drei Tage. Dabei können Begleiterscheinungen auftreten, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und verstärkte Wahrnehmungsempfindungen (Geräusche, Licht, Gerüche).
Die Aura, also die neurologischen Erscheinungen vor einer Schmerzattacke, dauert fünf Minuten bis zu einer Stunde. Es gibt auch Formen, mit einer verlängerten Aura. Diese Aura-Phase kann dann gut über mehrere Tage lang anhalten. Die Aura besteht aus neurologischen Symptomen, zum Beispiel Sehstörungen, Sprachstörungen und Gefühlsstörungen. Zum Teil können dies auch Symptome eines Schlaganfalls sein. Hier ist äußerste Vorsicht geboten! Im Zweifelsfall sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!
Man erklärt diese neurologischen Symptome mit einer kurzzeitigen Minderdurchblutung durch einen Gefäßkrampf in bestimmten Arealen des Gehirns. Es gibt auch eine Form der Migraine sans migraine. Das sind Aura-Symptome, ohne das es im Anschluss zu den typischen Migräne Kopfschmerzen kommt. Hier ist besondere Vorsicht geboten! Es gilt, diese Symptome von einem Schlaganfall zu unterscheiden! Eine weitere Unterform der Migräne mit Aura ist die hemiplegische Migräne. Hier wird ein Gendefekt als Ursache vermutet. Sie ist erblich bedingt und relativ selten. Die Aura zeigt sich dabei überwiegend durch Bewegungseinschränkungen.
Das vestibuläre System bezeichnet das Gleichgewichtssystem. Bei einer Migräneattacke stehen Beschwerden durch Störungen des Gleichgewichtssinns und Schwindelgefühle, noch vor den Kopfschmerzen, im Vordergrund.
Sie betrifft vor allem junge Erwachsene. Die Kopfschmerzen beschränken sich dabei auf den Hinterhauptbereich. Das Blutgefäß Arteria Basilaris versorgt den Hirnstamm und das Kleinhirn mit Blut. Entsprechend kommt es bei einer Verkrampfung dieses Gefäßes zu einer Minderdurchblutung der entsprechenden Hirnareale. In der Folge kommt es zu Störungen der Sinneswahrnehmungen, zu Missempfindungen und Bewegungsstörungen. Diese Störungen können zwei bis dreißig Minuten lang anhalten.
Es gibt zwei Formen der Augenmigräne, die retinale und die ophthalmoplegische Migräne. Beide Formen betreffen die Aura. Vor der Kopfschmerzphase kommt es zu ein- oder beidseitigen erheblichen, aber vorübergehenden Sehstörungen. Dabei kann bis zur Blindheit kommen. Man diskutiert in Fachkreisen noch darüber, ob es sich wirklich um eine Migräneform oder um eine eigene Erkrankung handelt.
Die Symptome einer hormonell bedingten Migräne tritt zusammen mit den Hormonschwankungen des Menstruationszyklus auf. Es kann dabei zum Zeitpunkt der Menstruation, aber auch in der Zeit dazwischen, zu Migräneattacken kommen. Bei der menstruellen Migräne treten die Symptome dagegen nur im Zusammenhang mit der monatlichen Blutung auf. Beide Formen können mit oder ohne Aura und mit unterschiedlichen Begleitsymptomen auftreten.
Hier sind in erster Linie Kinder die Betroffenen. Bei der abdominellen Migräne kommt es zu einem dumpfen Schmerz um den Bauchnabel herum, oft ohne Kopfschmerzen. Begleitend kommt es zu Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die medizinische Definition für eine chronische Migräne lautet: Migräneattacken an mehr als 15 Tagen in einem Monat und über mehr als drei Monate hinweg. Diese Art der Migräne kündigt sich in der Regel nicht durch eine Aura an.
Eine ursächliche Behandlungsform, die nachweislich gegen Migräne hilft, gibt es bisher nicht. Im Bereich der ganzheitlichen Medizin versucht man das Problem der krankhaften Gefäßerweiterungen ursächlich zu behandeln. Hierfür kommen zum Beispiel umfassende Maßnahmen aus der Pflanzenheilkunde, der chinesischen Medizin, der Biofeedback-Methode, diverse Entgiftungsmaßnahmen oder Mittel aus der klassischen Homöopathie zur Anwendung. Auch durch Veränderungen der Lebensweise, insbesondere Stressreduktion und die Vermeidung der eventuellen Auslöser der Migräneattacken, gehören zu einer ganzheitlichen Therapie gegen Migräne. Die alternativen Heilmethoden wirken sehr individuell und erfordern viel Geduld. Je früher man damit beginnt, desto eher lässt sich eine chronische Migräne damit eventuell verhindern.
In der Regel werden jedoch Medikamente eingesetzt, die schnell und effektiv gegen die akuten Kopfschmerzen helfen. Bei leichten und mittleren Migräneanfällen kommen Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen zum Einsatz. Bei starken Migräneattacken, mit heftigen Begleitsymptomen, helfen sogenannte Triptane.
Migräne Tabletten können bei den ersten Anzeichen einer Aura bzw. von Schmerzen eingenommen werden. Es gibt mehrere Gruppen von Medikamenten gegen Migräne, die je nach individueller Situation verschrieben oder erworben werden können:
Führen frei verkäufliche Schmerzmittel nicht mehr zur gewünschten Linderung der Migräne, sind meist Triptane das Medikament der Wahl. Doch Triptan ist nicht gleich Triptan:
Dazu gibt es noch folgende Medikamente gegen Migräne:
Formigran, Diclofenac, Dolormin Migräne, Thomapyrin, Migravent, Tebonin intens, Almotriptan, Naratriptan, Dolormin Extra, Emgality, Galcanezumab, Ajovy, Fremanezumab, Aimovig, Erenumab, Antimigren, Ferrum quarz, Cefamig, Neodolor, Migräne-Kranit, Eudorlin Migräne, Kephalodoron, Naratriptan Heumann, Spalt Migräne, Naradex, Relpax, Dolortriptan, Allegro, Metamizol, Naproxen, Flunarizin, Valproat.
Bei Triptan Arzneimitteln handelt es sich um eine Akut-Therapie. Sämtliche Triptan Medikamente sollen eingenommen werden, sobald die Kopfschmerzen einsetzen und nicht bereits während der Aura-Phase. Ansonsten könnte es zu einer Verstärkung der Schmerzsymptome kommen. Triptanhaltige Arzneimittel dürfen nicht häufiger als an zehn Tagen in einem Monat zur Anwendung kommen. Die Darreichungsformen unterscheiden sich vor allem in der Dauer, bis die Wirkung eintritt. Bei einer Selbstinjektion setzt die Wirkung bereits nach zehn Minuten ein, bei Tabletten nach rund dreißig Minuten. Die Triptan Medikamente unterscheiden sich weiterhin darin, wie hoch die Bioverfügbarkeit ist. Das heißt, wie gut die Wirkstoffe in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Auch die Wirkung selbst kann individuell unterschiedlich ausfallen. Das heißt, wenn ein Triptan Medikament nicht wirkt, kann ein anderes durchaus die erwünschte Wirkung bringen. Wenn sich nach zwei Stunden keine Besserung einstellt, kann eine erneute Verabreichung erfolgen. Bei allen Triptan Arzneimitteln kann es auch zu einem Wiederkehrkopfschmerz (in ca. 30% der Fälle) kommen. Auch dann kann eine erneute Einnahme erfolgen. Allerdings nie häufiger als zwei Einnahmen innerhalb von 24 Stunden und nicht mehr als drei Mal während einer Migräneattacke.
Die Dosierungsempfehlungen variieren von Medikament zu Medikament. Die Einnahme muss sich nach den Empfehlungen der jeweiligen Dosierungsanweisungen auf den Beipackzetteln richten oder nach den ärztlichen Anweisungen.
Allgemein werden die Nebenwirkungen der Triptane als leicht bis mittelschwer eingestuft. Die meisten Nebenwirkungen sind nur von kurzer Dauer. Einige der möglichen Nebenwirkungen gleichen denen der Begleitsymptome der Migräne. Zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen. Gelegentlich können Kribbeln und Missempfindungen an den Extremitäten sowie Engegefühle in verschiedenen Körperbereichen auftreten. Eine umfassende Auflistung entnehmen sie den jeweiligen Packungsbeilagen.
Eine Einnahme sollte nicht erfolgen: in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit, sowie bei diversen Vorerkrankungen, besonders bei Herzkrankheiten, Gefäßerkrankungen und Blutdruckanomalien. Liegen Erkrankungen vor oder werden bestimmte Medikamente regelmäßig eingenommen, muss die verschreibende Ärztin, der verschreibende Arzt unbedingt davon Kenntnis haben.
Bevor der Wirkstoff Triptan 1993 erstmalig auf dem Markt erschien, kamen Arzneimittel mit dem Wirkstoff Ergotamin gegen Migräne zum Einsatz. Zum Beispiel die Medikamente Ergotamintartrat und Dihydroergotamin. Die Ergotamine sind Wirkstoffe aus dem Mutterkorn. Auch ihre Wirkung setzt unter anderem bei den Serotonin Rezeptoren an und sie wirken damit gefäßverengend. Allerdings ist die Wirkung nicht so spezifisch wie bei den Triptanen. Das bedeutet auch gegebenenfalls mehr und stärkere Nebenwirkungen.
Ergotamin hat keinen Einfluss auf die Begleitsymptome (Entzündungen, Schmerzreize) bei einer Migräne. Die Einnahme erfolgt, genau wie bei den Triptanen, erst mit dem Einsetzen der Kopfschmerzen und nicht während der Aura. Auf keinen Fall dürfen Ergotamine und Triptane nicht innerhalb eines kurzen Zeitraumes zusammen eingenommen werden! Ergotamine sollten nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Bei einer Migräne Therapie werden fast immer Triptan Arzneimittel bevorzugt.
Etwa 13 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer leiden unter Migräne. Zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr sind Migräneanfälle besonders ausgeprägt. In diesem Lebensabschnitt leiden Frauen dreimal häufiger unter Migräne als Männer. Die erste Migräneattacke tritt für gewöhnlich bereits nach der Pubertät auf. Doch auch im Schulkindesalter können teilweise Beschwerden auftreten.
Statistisch geht man davon aus, dass ca. 18 Millionen Deutsche unter Migräne leiden. Davon sind die meisten Menschen im erwerbstätigen Alter. Da während der Stunden oder Tage einer Migräneattacke Arbeit nicht möglich ist, spielen regelmäßige statistische Erhebungen darüber auch volkswirtschaftlich eine Rolle.
Viele Migränebiografien beginnen schon in jungen Jahren. Fünf Prozent der deutschen Schulkinder leiden unter Migräne. Dabei sind Mädchen wesentlich häufiger davon betroffen als Jungen. Leider nimmt mit der Pubertät die Häufigkeit der Attacken oft zu. Bei älteren Menschen nimmt die Häufigkeit hingegen wieder ab. Frauen leiden dreimal häufiger unter Migräne als Männer. Lediglich in rund 15% der Migränepatienten kündigen sich die Schmerzattacken mit einer Aura an.
Meist tritt Migräne familiär gehäuft auf. Experten gehen davon aus, dass eine Veranlagung über die weibliche Genstruktur vererbt wird. Betroffene müssen den quälenden Schmerz jedoch nicht hilflos ertragen. Mit Schmerztabletten gegen Migräne und speziellen Migräne-Medikamenten kann dem Leid entgegengewirkt werden.
Mediziner unterteilen Kopfschmerzen in zwei Hauptgruppen: die primären und sekundären Kopfschmerzerkrankungen. In der Gruppe der primären Kopfschmerzerkrankungen sind vor allem die Migräne- und Spannungskopfschmerzen sehr präsent. Sekundäre Kopfschmerzen werden hingegen durch andere Krankheiten verursacht. Oft ist hier ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck der Auslöser.
| Migräne | Spannungskop- fschmerzen |
Bluthochdruck (Hypertonie) |
Niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
|
|---|---|---|---|---|
| Art des Schmerzes | Pochend, pulsierend, stechend | Dumpf, drückend | Klopfend | Stechend, pulsierend |
| Lokalisierung | Einseitig, im Schläfenbereich | Beidseitig, gesamter Kopf, Stirn, Hinterkopf, Scheitelregion | Hinterkopf | Hinterkopf, Nacken |
| Intensität | Stark, ansteigend | Leicht bis mäßg | Leicht bis mäßig, stark bei Bluthochdruckkrisen | |
| Dauer | 4 bis 72 Stunden | 30 Minuten bis eine Woche | Meist morgens nach dem Aufwachen bis in den Vormittag hinein | Meist morgens nach dem Aufwachen bis in den Vormittag hinein |
| Symptome | Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, teilweise mit Aura | Kopfschmerzen, teilweise Appetitlosigkeit, leichte Licht- und Lärmempfindlichkeit | Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit, Nasenbluten, Sehstörungen, Schwindel, Herzklopfen, Beklemmungsgefühl | Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit an Händen und Füßen, Kreislaufprobleme, Herzrasen, Atemnot, Ohrensausen, Appetitlosigkeit |
| Alter | Vom Schulkindalter bis ins Rentenalter möglich, besonders häufig zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr | In jedem Alter möglich | Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter | Häufig bei inaktiven Jugendlichen, jungen dünnen Frauen, Schwangeren und Senioren mit wenig Körpergewicht |
| Vererbung | Vermutlich über den weiblichen Genstrang | Keine | Tritt gehäuft in Familien mit Betroffenen auf | Meist erblich bedingt |
| Auslöser | Individuelle Trigger wie Stress, bestimmte Lebensmittel oder Alkoholkonsum | Stress, Wetterveränderungen, können später auch ohne Auslöser auftreten | Alterung des Gefäßsystems, Übergewicht, sitzende Lebensweise, schädlicher Gebrauch von Alkohol, salz-, fleisch- und fettreiche Ernährung | Ohne Ursache bei Vererbung, bestimmte Grunderkrankungen, Einnahme bestimmter Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Schocksituationen |
Die Migräne gilt medizinisch als idiopathische Erkrankung. Das heißt nichts weiter als "Krankheit ohne erkennbare Ursache". Natürlich ist die Suche nach den Ursachen, Gegenstand fortlaufender medizinischer Forschungen. Stand der Dinge bisher: Die Schmerzen (und Begleitsymptome) werden dadurch ausgelöst, dass sich Blutgefäße erweitern und dabei auf benachbarte Nervenstränge drücken. Aber auch eventuelle Entzündungsprozesse sind noch im Gespräch.
Des Weiteren gibt es für die Migräne diverse Risikofaktoren, einmal die angeborenen, genetisch bedingten und dann die erworbenen Risikofaktoren. Als erworbene Risikofaktoren gelten zum Beispiel psychische Erkrankungen, wie Depressionen, bipolare- oder Angststörungen. Äußere Faktoren, also die Auslöser einer Migräneattacke, werden in der Medizin als Trigger bezeichnet. Sie unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Das kann ein Wetterumschwung sein, Geräusche oder auch bestimmte Nahrungsmittel. Ebenso gelten Stress, Hormonschwankungen und Schlafstörungen als mögliche Auslöser von Migräneattacken.
Mittel für eine medizinische Vorbeugung gegen Migräne werden besonders bei schweren und chronischen Migräne Fällen angewendet. Es geht in erster Linie darum, die Anzahl der Migräne Attacken zu verringern und die Intensität Schmerzen zu lindern. Bei zu häufiger Einnahme von Migränemittel oder Schmerzmittel kann es mit der Zeit zu einem sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz kommen. Auch diesen Effekt gilt es mit Prophylaxe Maßnahmen zu verhindern.
Es gibt zwei verschiedene Formen der Migräne-Prophylaxe, eine nicht medikamentöse und eine medikamentöse Form. In beiden Fällen empfiehlt es sich, ein Schmerztagebuch zu führen. Mindestens über einen Zeitraum von vier Wochen. Eventuelle Auslöser lassen sich damit ausfindig machen. Zudem dient es als Anhaltspunkt für den Arzt, für die Ärztin, ob eine medikamentöse Vorbeugung sinnvoll sein kann oder nicht. Bei der medikamentösen Vorbeugung werden bestimmte Arzneimittel aus dem Bereich der Betablocker, Kalzium-Antagonisten oder Mittel gegen Epilepsie eingesetzt. Dies erfolgt unter sorgfältiger, ärztlicher Aufsicht. Schlagen diese Formen der Therapie nicht an, so gibt es noch einige andere Wirkstoffe (z. B. Boutlinumtoxin, Pestwurz, Amitriptylin, Naproxen), die zur Verfügung stehen und helfen können. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, parallel dazu, nicht medikamentöse Maßnahmen zu ergreifen, wie Stressmanagement, Entspannungstechniken, psychologische Beratung sowie der Verzicht auf Triggersubstanzen (Alkohol, bestimmte Nahrungsmittel).
Auch wenn Migräne keine gefährliche Erkrankung darstellt, so schränkt sie die Lebensqualität der Betroffenen stark ein. Viele Migräniker leiden mehrmals monatlich unter dem quälenden Schmerz, ohne sich medizinische Hilfe zu suchen. Reichen frei verkäufliche Schmerztabletten nicht mehr aus, um die Migränekopfschmerzen zu lindern, leiden Betroffene stundenlang. Dabei gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Vorbeugung und Linderung. Über DoktorABC können Sie sich jetzt eine geeignete Behandlung online verschreiben lassen.
Mittels eines Diagnosefragebogens prüft ein Arzt die Eignung der gewünschten Migräne-Behandlung und stellt Ihnen ein Rezept aus. Sollte sich das gewünschte Präparat nicht für Ihren individuellen Gesundheitszustand eignen, kann der Arzt eine geeignete Alternative empfehlen. Das Rezept wird im Anschluss an eine Versandapotheke weitergeleitet und Sie erhalten Ihr Medikament gegen Migräne bereits am nächsten Werktag in diskreter Verpackung.
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