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Was ist das beste Abnehmmittel? Die Top 10 mit belegter Wirkung

DoktorABC Redaktionsteam
Zuverlässige und geprüfte medizinische Informationen, zusammengestellt von unserem Redaktionsteam und Ärzten. Redaktionsprozess.

Was ist das beste Abnehmmittel und woran lässt sich das seriös erkennen? Der Markt für Produkte zur Gewichtsreduktion reicht von verschreibungspflichtigen Medikamenten über frei verkäufliche Mittel bis zu stark beworbenen Nahrungsergänzungen. Viele versprechen schnelle Ergebnisse, doch nur wenige zeigen in Studien eine messbare und nachhaltige Wirkung. Dieser Artikel stellt die zehn besten Abnehmmittel vor, die aktuell eine nachweisbare Rolle in der medizinischen oder praktischen Gewichtsreduktion spielen. Die Auswahl basiert auf klinischen Studien, regulatorischer Zulassung in Deutschland und einer realistischen Einschätzung von Nutzen, Risiken und Grenzen.
Was Sie in diesem Artikel erfahren
  • Verschreibungspflichtige Medikamente wie GLP-1-Rezeptoragonisten erzielen mit durchschnittlich 10 bis 20 Prozent Gewichtsverlust die stärksten belegten Effekte.
  • Frei verkäufliche Abnehmmittel und Nahrungsergänzungen zeigen in Studien meist nur geringe oder keine nachhaltige Wirkung.
  • Das beste Abnehmmittel hängt von BMI, Vorerkrankungen und Therapieziel ab, nicht von Werbeversprechen oder Testergebnissen einzelner Organisationen.
  • Langfristiger Gewichtsverlust gelingt nur, wenn Produkte mit Ernährung, Bewegung und ärztlicher Begleitung kombiniert werden.

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Zu den medizinischen Fragen

Was versteht man unter Produkten zur Gewichtsabnahme?

Produkte zur Gewichtsabnahme umfassen Medikamente, frei verkäufliche Mittel und medizinische Hilfsmittel, die das Körpergewicht beeinflussen sollen.

Diese Produkte unterscheiden sich stark in Wirkung, Sicherheit und wissenschaftlicher Grundlage. Einige greifen direkt in den Stoffwechsel ein, andere wirken über den Appetit oder die Fettaufnahme. 

In Deutschland dürfen nur bestimmte Produkte mit nachgewiesener Wirksamkeit als Arzneimittel eingesetzt werden. Viele frei verkäufliche Mittel fallen dagegen in den Bereich Nahrungsergänzung und unterliegen deutlich geringeren Kontrollen.

Welche Kategorien von Abnehmprodukten gibt es?

Abnehmprodukte lassen sich in 

  1. verschreibungspflichtige Medikamente, 
  2. frei verkäufliche Präparate 
  3. und medizinische Geräte 

Verschreibungspflichtige Medikamente wie GLP-1-Rezeptoragonisten oder Orlistat besitzen eine Zulassung und wurden in klinischen Studien geprüft. Frei verkäufliche Produkte umfassen Kapseln, Pulver oder Tees, die oft pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten. 

Medizinische Geräte wie Magenballons oder Abnehmprogramme mit Sensoren stellen eine weitere Kategorie dar, die ärztliche Begleitung erfordert. Diese Gruppen unterscheiden sich deutlich im erwartbaren Effekt.

Wie wirken Produkte zur Gewichtsabnahme?

Die meisten Abnehmprodukte wirken über Appetitkontrolle, Stoffwechselveränderung oder Hemmung der Fettaufnahme.

GLP-1-basierte Medikamente reduzieren das Hungergefühl und verlängern die Sättigung nach dem Essen. Orlistat blockiert einen Teil der Fettverdauung im Darm, wodurch weniger Kalorien aufgenommen werden. 

Viele Nahrungsergänzungen versprechen einen höheren Energieverbrauch, zeigen dafür aber kaum belastbare Daten. Die Wirkmechanismen erklären, warum einige Produkte deutlich wirksamer sind als andere.

Welche Ergebnisse sind realistisch und wann zeigen sie sich?

Ein realistischer Gewichtsverlust liegt je nach Produkt zwischen 3 und 20 Prozent des Ausgangsgewichts über mehrere Monate.

Medikamente mit Studiennachweis zeigen erste Effekte bereits nach wenigen Wochen, die stärksten Veränderungen nach sechs bis zwölf Monaten. Frei verkäufliche Produkte führen vielfach nur zu geringen Veränderungen oder kurzfristigen Effekten. Schnelle und extreme Gewichtsverluste gelten als Warnsignal. Nachhaltige Abnahme verläuft schrittweise.

Warum reichen Abnehmprodukte allein nicht aus?

Ohne eine Anpassung von Ernährung und Bewegung bleibt der Effekt nur begrenzt und nicht von Dauer. Produkte können den Einstieg zwar erleichtern, ersetzen aber keine Lebensstiländerung. 

Studien zeigen, dass Gewichtsreduktion stabiler bleibt, wenn Ernährung, Bewegung und Verhalten angepasst werden. Ohne diese Kombination kehren verlorene Kilos häufig zurück. Ärzte empfehlen Abnehmprodukte daher immer als Teil eines Gesamtkonzepts.

Welche sind die besten Abnehmmittel?

Hinweis zur Auswahl der besten Abnehmmittel

Diese Liste der besten Abnehmmittel berücksichtigt ausschließlich Abnehmmittel mit belegter Wirksamkeit aus klinischen Studien und einer klaren medizinischen Einordnung.

Frei verkäufliche Abnehmmittel und Nahrungsergänzungen wurden bewusst nicht in das Ranking aufgenommen, da für sie kein belastbarer Wirksamkeitsnachweis vorliegt. Sie werden im weiteren Verlauf des Artikels separat und ohne Bewertung dargestellt.

1. Wegovy (Semaglutid) – stärkste belegte Wirkung

Wegovy ist ein GLP-1-Rezeptoragonist zur wöchentlichen Injektion und gilt aktuell als das wirksamste in der EU zugelassene Abnehmmittel.

  • Wirkmechanismus: Appetitreduktion und verlängerte Sättigung
  • Studienlage: Ø 14,9 % Gewichtsverlust nach 68 Wochen (STEP-1)
  • Zulassung: EU-weit bei BMI ≥ 30 oder ≥27 mit Begleiterkrankung
  • Nachteile: Übelkeit, Erbrechen, Aufdosierungsphase
  • Kosten: meist 170–280 € pro Monat, nicht GKV-erstattet

2. Mounjaro (Tirzepatid)

Mounjaro kombiniert zwei Wirkmechanismen (GIP und GLP-1) und zeigt die höchsten Gewichtsverluste in Studien.

  • Wirkmechanismus: Verstärkte Appetit- und Stoffwechselregulation
  • Studienlage: bis zu 20,9 % Gewichtsverlust nach 72 Wochen (SURMOUNT-1)
  • Zulassung: EU-weit für Adipositas bei BMI ≥30 oder ≥27 mit Begleiterkrankung
  • Nachteile: dosisabhängige Magen-Darm-Beschwerden
  • Kosten: häufig über 200 € pro Pen, Selbstzahlerleistung

3. Saxenda (Liraglutid)

Saxenda ist einer der ersten GLP-1-Rezeptoragonisten, die täglich gespritzt werden und in Studien moderat wirksam sind.

  • Wirkmechanismus: Appetitkontrolle über GLP-1
  • Studienlage: Ø 8,0 % Gewichtsverlust nach 56 Wochen
  • Zulassung: EU-weit bei BMI ≥30 oder ≥27 mit Begleiterkrankung
  • Nachteile: tägliche Injektion, Übelkeit
  • Kosten: etwa 280–300 € pro Monat

4. Ozempic (Semaglutid, off-label)

Ozempic ist für Diabetes zugelassen, wird aber medizinisch off-label zur Gewichtsreduktion eingesetzt.

  • Wirkmechanismus: identisch zu Wegovy
  • Studienlage: deutlicher Gewichtsverlust, jedoch nicht primär für Adipositas geprüft
  • Status: Off-label-Use bei Übergewicht
  • Nachteile: keine offizielle Adipositas-Zulassung, daher nicht erstattungsfähig bei Verwendung zum Gewichtsverlust
  • Kosten: meist niedriger als Wegovy, dennoch Selbstzahler

5. Orlistat (Xenical)

Orlistat hemmt die Fettaufnahme im Darm und wirkt unabhängig vom Appetit.

  • Wirkmechanismus: Blockade der Fettverdauung
  • Studienlage: ca. 2–3 % zusätzlicher Gewichtsverlust nach 1 Jahr
  • Zulassung: Xenical rezeptpflichtig, Alli niedriger dosiert
  • Nachteile: fettige Stühle, Stuhldrang
  • Kosten: ab ca. 50–70 € pro Monat

6. Ärztlich begleitete Formuladiäten

Formuladiäten ersetzen Mahlzeiten durch standardisierte Nährstoffprodukte unter ärztlicher Kontrolle.

  • Wirkmechanismus: starke Kalorienreduktion
  • Studienlage: kurzfristig 10–15 % Gewichtsverlust möglich
  • Einsatz: meist zeitlich begrenzt
  • Nachteile: hohes Durchhalteproblem
  • Kosten: abhängig vom Programm, Selbstzahler

7. Magenballon

Ein Magenballon ist ein temporäres medizinisches Verfahren zur Volumenreduktion im Magen.

  • Wirkmechanismus: frühes Sättigungsgefühl
  • Effekt: ca. 10–15 % Gewichtsverlust in 6–12 Monaten
  • Status: ärztlicher Eingriff, kein Medikament
  • Nachteile: Übelkeit, Entfernung nötig
  • Kosten: ca. 2.000–4.000 €

8. Adipositasprogramme mit Verhaltenstherapie

Strukturierte Programme kombinieren Ernährung, Bewegung und psychologische Betreuung.

  • Wirkmechanismus: langfristige Verhaltensänderung
  • Effekt: moderat, aber stabil
  • Vorteil: nachhaltiger Ansatz
  • Nachteile: langsame Ergebnisse
  • Kosten: teils erstattungsfähig

9. Medikamentöse Kombitherapien (ärztlich)

In Einzelfällen kombinieren Ärzte Medikamente oder Therapien individuell.

  • Wirkmechanismus: gezielte Verstärkung
  • Evidenz: begrenzt, individuell
  • Einsatz: nur unter ärztlicher Kontrolle
  • Nachteile: höheres Nebenwirkungsrisiko
  • Kosten: abhängig vom Schema

10. Strukturierte Lifestyle-Programme mit medizinischer Begleitung

Diese Programme setzen auf Ernährung, Bewegung und ärztliche Kontrolle ohne Medikamente.

  • Wirkmechanismus: Kalorienbilanz und Gewohnheiten
  • Effekt: langsam, aber nachhaltig
  • Vorteil: keine Medikamentennebenwirkungen
  • Nachteile: erfordert hohe Eigenmotivation
  • Kosten: variabel, teils erstattungsfähig

Vergleichstabelle: Die besten Abnehmmittel im Überblick

Produkt / Ansatz Ø Gewichtsverlust (Studien) Wirkprinzip Sicherheit / typische Nachteile Kosten Verfügbarkeit
Wegovy (Semaglutid) ca. 14–15 % in 68 Wochen GLP-1-Agonist, Appetithemmung Übelkeit, Erbrechen, Aufdosierung nötig 170–280 € / Monat Rezept, Apotheke
Mounjaro (Tirzepatid) bis ca. 21 % in 72 Wochen GIP + GLP-1, starke Appetitkontrolle GI-Nebenwirkungen, dosisabhängig >200 € / Pen Rezept, Apotheke
Saxenda (Liraglutid) ca. 8 % in 56 Wochen GLP-1-Agonist, tägliche Injektion Übelkeit, tägliche Anwendung 280–300 € / Monat Rezept, Apotheke
Ozempic (off-label) deutlich, variabel GLP-1-Agonist Off-label-Use, GI-Beschwerden variabel, Selbstzahler Rezept, Apotheke
Orlistat (Xenical) ca. 2–3 % / Jahr Hemmung Fettaufnahme Fettstuhl, Stuhldrang 50–70 € / Monat Rezept
Formuladiäten (ärztlich) ca. 10–15 % kurzfristig starke Kalorienreduktion Durchhalteprobleme variabel Programmgebunden
Magenballon ca. 10–15 % in 6–12 Monaten Magenvolumenreduktion Übelkeit, Eingriff nötig 2.000–4.000 € Facharzt
Verhaltenstherapie-Programme moderat Verhaltensänderung langsame Wirkung teils erstattet Programme
Medikamentöse Kombinationen individuell Kombination mehrerer Ansätze erhöhtes Nebenwirkungsrisiko variabel Ärztlich
Lifestyle-Programme medizinisch gering bis moderat Ernährung + Bewegung hohe Eigenmotivation nötig variabel Programme

Welche frei verkäuflichen Abnehmprodukte gibt es in deutschen Apotheken und warum stehen sie nicht unter den besten?

In deutschen Apotheken finden Sie vorwiegend „Sättigungs“-Produkte (Ballaststoffe), „Fettblocker“ und Nahrungsergänzungen wie Grüntee-Extrakt oder CLA. 

Die meisten OTC-Produkte liefern in Studien jedoch nur kleine, kurzzeitige Effekte oder keine verlässlichen Ergebnisse, weshalb sie nicht zu den besten evidenzbasierten Abnehmmitteln zählen. 

Welche OTC-Kategorien sind in Apotheken typisch?

  • Ballaststoff-/Sättigungsprodukte (z. B. Glucomannan/Konjak, Flohsamenschalen)
  • Fettblocker (Orlistat niedrig dosiert; je nach Produktstatus/Markt) 
  • „Fatburner“/Stoffwechsel-Produkte (oft Koffein, Pflanzenextrakte)
  • „Detox“-Tees, Entwässerungspräparate (kurzfristiger Wasserverlust, kein Fettverlust)
  • Nahrungsergänzungen wie Grüntee-Extrakt, CLA, L-Carnitin (häufig beworben)

Wie gut ist die Studienlage zu beliebten Supplements?

Grüntee-Extrakt

Meta-Analysen zeigen teils statistisch messbare, aber eher kleine Änderungen bei Gewicht/BMI; der klinische Nutzen bleibt oft begrenzt und hängt stark von Studiendesign und Dosis ab. 

CLA (konjugierte Linolsäure)

Neuere Meta-Analysen finden höchstens kleine Verbesserungen; in hochwertigen Studien ist der Effekt auf Körperfett teils nicht überzeugend. 

Glucomannan

Die EFSA hat einen Health-Claim zur Gewichtsreduktion unter klaren Bedingungen bewertet (u. a. Einnahme im Rahmen einer energiereduzierten Ernährung). In der Praxis scheitert der Nutzen aber oft an Alltagstauglichkeit und Erwartungsmanagement. 

Warum fehlt den meisten OTC-Abnehmmitteln starke wissenschaftliche Unterstützung?

  • Viele Produkte sind Nahrungsergänzungen, keine Arzneimittel: Sie brauchen keine Wirksamkeitsstudien wie verschreibungspflichtige Medikamente.
  • Studien sind oft kurz, klein oder methodisch uneinheitlich; Ergebnisse lassen sich schlecht auf den Alltag übertragen.
  • Effekte liegen, wenn vorhanden, häufig im Bereich „klein, aber messbar“ – spürbare, nachhaltige Gewichtsreduktion wie bei GLP-1-Therapien wird damit selten erreicht. 

Woran erkennt man evidenzbasierte Produkte vs. Marketing?

Evidenzbasiert ist ein Produkt eher, wenn es 

  1. randomisierte Studien mit klaren Endpunkten hat, 
  2. eine Arzneimittelzulassung besitzt und 
  3. Nutzen und Risiken transparent kommuniziert werden. 

Marketing-getrieben ist es oft, wenn 

  • „Detox“, „Fatburn“, „Stoffwechsel-Booster“ ohne Studiendaten beworben wird, 
  • Vorher-Nachher-Versprechen dominieren oder
  • „schnell ohne Ernährung/Bewegung“ suggeriert wird. 

Stiftung Warentest bewertet viele Schlankheitsmittel kritisch und betont, dass einfache Lösungen selten funktionieren. 

Gut zu wissen:

  • OTC-Produkte (also frei verkäufliche Mittel) können beim Start helfen, ersetzen aber keine Therapie.
  • Die Effekte sind meist sehr klein und langsam.„
  • Detox“ und Entwässerung senken meist nur Wassergewicht, nicht Fett.
  • Bei starken Nebenwirkungen oder Vorerkrankungen: ärztlich abklären.

Welche Sicherheitsaspekte gelten bei Abnehmprodukten?

Abnehmprodukte können wirksam sein, bergen aber je nach Produktart relevante Risiken und eignen sich nicht für jede Person.

Eine Gewichtsreduktion greift in Stoffwechsel, Verdauung und Hormonhaushalt ein. Deshalb unterscheiden sich die Sicherheitsprofile deutlich zwischen Medikamenten, medizinischen Verfahren und frei verkäuflichen Präparaten. Eine realistische Einschätzung von Risiken schützt vor Fehlentscheidungen und gesundheitlichen Schäden.

Wer sollte Abnehmprodukte meiden?

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Abnehmprodukte sind hier grundsätzlich ungeeignet
  • Essstörungen in der Vorgeschichte
  • Bestimmte Schilddrüsenerkrankungen, etwa medulläres Schilddrüsenkarzinom
  • Schwere Magen-Darm-Erkrankungen oder verzögerte Magenentleerung
  • Unkontrollierte psychische Erkrankungen
  • Auch bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme ist eine ärztliche Prüfung erforderlich.

Welche Nebenwirkungen treten je nach Produkttyp häufig auf?

  • GLP-1-basierte Medikamente: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl, seltener Gallenprobleme
  • Orlistat: fettige Stühle, Stuhldrang, Blähungen, Vitaminmangel bei längerer Anwendung
  • Formuladiäten: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Muskelabbau bei falscher Anwendung
  • Magenballon: Übelkeit, Bauchschmerzen, Reflux, in seltenen Fällen Komplikationen
  • OTC-Supplements: Herzklopfen, Blutdruckanstieg, Magenbeschwerden, Wechselwirkungen

Die meisten Nebenwirkungen hängen jedoch von der Dosis, der Dauer und individueller Empfindlichkeit ab.

Welche gefährlichen Produkte sollte man meiden?

  • Nicht zugelassene Schlankheitsmittel aus dem Internet
  • Produkte mit versteckten Wirkstoffen wie Sibutramin
  • „Detox“- oder „Fatburner“-Produkte mit aggressiven Stimulanzien
  • Importpräparate ohne deutsche oder europäische Kennzeichnung

Solche Produkte wurden wiederholt wegen schwerer Nebenwirkungen vom Markt genommen oder behördlich beanstandet.

Warum ist ärztliche Begleitung so wichtig?

Eine ärztliche Betreuung stellt sicher, dass ein Abnehmprodukt medizinisch sinnvoll eingesetzt wird. Ärzte prüfen Vorerkrankungen, Wechselwirkungen und den realistischen Nutzen. 

Sie passen zudem die Dosierung an und erkennen Nebenwirkungen früh. Das ist also insgesamt für Sie deutlich sicherer und erzielt zudem langfristig auch bessere Ergebnisse.

Wie ist die Kostenübernahme für Abnehmmittel in Deutschland geregelt?

Abnehmmittel werden von der gesetzlichen Krankenkasse in der Regel nicht übernommen, zumindest, wenn sie ausschließlich zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden.

Medikamente wie Wegovy, Saxenda oder Mounjaro gelten im GKV-System als nicht erstattungsfähig. Eine Kostenübernahme ist nur möglich, wenn der Wirkstoff zur Behandlung einer anderen Erkrankung wie Diabetes Typ 2 verordnet wird, etwa bei Ozempic. Der begleitende Gewichtsverlust spielt dabei keine Rolle.

Private Krankenversicherungen entscheiden individuell und verlangen oft ärztliche Nachweise. Vor Beginn der Behandlung sollten Patienten die Kostenfrage immer klären.

Welche Rolle spielt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)?

Der G-BA legt fest, welche Arzneimittel im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Aktuell stuft der G-BA Medikamente zur reinen Gewichtsreduktion nicht als erstattungsfähig ein. Begründet wird das mit der rechtlichen Einordnung von Adipositastherapien und der Trennung zwischen Krankheitsbehandlung und Lebensstilinterventionen.

Wie wählen Sie das richtige und beste Abnehmmittel?

Die Auswahl hängt ganz klar von Ihrer persönlichen Situation ab und sollte nicht durch Trends beeinflusst werden. Diese Punkte helfen bei einer realistischen Entscheidung.

Welche Faktoren sollten Sie berücksichtigen?

  • BMI und Ausmaß des Übergewichts
  • Vorerkrankungen wie Diabetes oder Magen-Darm-Probleme
  • Verträglichkeit und mögliche Nebenwirkungen
  • Monatliches Budget und Dauer der Behandlung
  • Alltagstauglichkeit, etwa Spritze versus Tablette

Welche Fragen sollten Sie Ihrem Arzt stellen?

  • Bin ich medizinisch für dieses Abnehmmittel geeignet?
  • Welche Wirkung ist bei mir realistisch?
  • Welche Nebenwirkungen treten häufig auf?
  • Wie lange sollte die Behandlung dauern?
  • Welche Alternativen gibt es ohne Medikamente?

Wie setzen Sie realistische Ziele?

  • Ein Gewichtsverlust von 5–10 % gilt bereits als medizinisch relevant
  • Nachhaltigkeit ist wichtiger als Tempo
  • Stillstände gehören zum Prozess
  • Lebensstiländerungen bleiben auch mit Medikamenten nötig

Fazit

Das beste Abnehmmittel, das für alle gleich geeignet ist, gibt es nicht, sondern immer nur passend zur individuellen Situation. 

Medikamente mit Studiennachweis erzielen die stärksten Effekte, bringen aber auch entsprechende Kosten und Nebenwirkungen mit sich. Frei verkäufliche Produkte spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn die gewählte Methode medizinisch sinnvoll ist und mit realistischen Erwartungen kombiniert wird.

FAQ

Wie schnell sollte ein gesunder Gewichtsverlust erfolgen?

Ein langsamer, kontinuierlicher Gewichtsverlust gilt als beste Lösung. Viele Fachgesellschaften empfehlen etwa 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche. Schnellere Abnahmen erhöhen das Risiko für Muskelverlust und Rückfälle.

Kann man Abnehmmittel dauerhaft einnehmen?

Einige Medikamente sind für die langfristige Anwendung vorgesehen, sofern sie gut vertragen werden. Die Entscheidung über Dauer und Pausen trifft der behandelnde Arzt. Ohne begleitende Lebensstiländerung lässt der Effekt nach dem Absetzen oft nach.

Gibt es Alternativen, wenn Medikamente nicht infrage kommen?

Ja, strukturierte Ernährungsprogramme, Bewegungstherapie und verhaltenstherapeutische Ansätze können ebenfalls wirksam sein. Sie zeigen meist langsamere Effekte, bieten dafür aber langfristige Stabilität.

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