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Männergesundheit

7 Dinge, die Sie über erektile Dysfunktion wissen sollten, über die niemand gerne spricht

Mike Forelio
8-10 minutes

Was ist eine erektile Dysfunktion?

Laut Definition der Leitlinien für ‘Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion’, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in 2015 ist es "die eingeschränkte Fähigkeit eine für sexuelle Aktivitäten ausreichend zufriedenstellende Erektion zu erlangen und aufrecht zu erhalten." Diese Störung sollte für mindestens 6 Monate bestehen.

Volkskrankheit oder eher Einzelphänomen?

Nach Prof. Dr. W. H. Jost (Neurologische Universitätsklinik Freiburg) berichten laut einer bundesweiten Studie 96 Prozent der deutschen Männer im Alter zwischen 30-39 Jahren und 71,3 Prozent der Männer im Alter von 70-80 Jahren über eine regelmäßige sexuelle Aktivität. Mit Bezug auf die Prävalenz steigt die erektile Dysfunktion von 2,3 Prozent im 3. Lebensjahrzehnt auf 53,4 Prozent im 7. Lebensjahrzehnt. Dies deutet auf Millionen betroffener Bundesbürger hin.

Statistisch gesehen hat die erektile Dysfunktion somit den Charakter einer Volkskrankheit.

Mit der Einführung neuer und sehr wirksamer Medikamente wird dazu beigetragen, dass das Thema zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

Viele Fachmedien berichten über das sensible Männer-Thema, was es weiter aus der jahrzehntelangen Tabuzone rückt und bei immer mehr Männern die Hemmschwelle senkt mit ihrem Hausarzt darüber zu sprechen.

So schreibt der Spiegel: “Schwups-schon steht er”, mit Anspielung auf mögliche Behandlungsangebote bei Erektionsstörungen.

Der TV-Sender RTL widmete sich Mitte 2019 dem Thema mit einem Beitrag unter der Überschrift: “Erektionsstörung: Impotenz betrifft rund fünf Millionen Deutsche”.

Der Fortschritt dieser wichtigen Öffentlichkeitsarbeit zeigt sich auch in den Umsatzzahlen der am Markt verfügbaren “Potenzmittel”. Allein in 2018 generierte das US-amerikanische Unternehmen Pfizer mit dem Potenzmittel "Viagra" rund 636 Millionen US-Dollar Umsatz(Statista 2019).

Unter Medizinern ist die erektile Dysfunktion, kurz ED, schon lange als normales Krankheitsbild anerkannt.

Die NIH Consensus Conference definierte die erektile Dysfunktion in 1993 wie folgt: “Die erektile Dysfunktion ist definiert als fortwährende Unfähigkeit, eine penile Erektion, die für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreicht, zu erreichen oder aufrecht zu erhalten.”

Psychische Frühwarnzeichen für eine erektile Dysfunktion erkennen

Die Lust und die damit verbundene Erektion entsteht im Kopf.

Ist es da noch verwunderlich, dass negative Emotionen die Libido einschränken bevor es richtig los geht. Diese negativen Emotionen sind vor allem Ängste, Stress, Frustration und Sorgen, die einen bewusst und unterbewusst beschäftigen.

Für viele Psychologen und Sexualwissenschaftler ist eine erektile Dysfunktion weniger ein rein körperliches, als mehr ein seelisches Leiden. Eine ED gilt in vielen Fällen als stummer Hinweis der Psyche. Sie könnte Ausdruck von möglichen Ängsten, Unstimmigkeiten mit der Partnerin und sexuellen Hemmungen sein.

Je jünger der Betroffene, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ursache einer erektilen Dysfunktion eine psychologisch bedingte ist. Die gute Nachricht in einem solchen Fall: Der Schlüssel zum sexuellen Glück liegt im eigenen Kopf verborgen.

Männer denen es an Selbstbewusstsein und einem gefestigten Selbst fehlt sind besonders anfällig für Störungen. So kann ein kleines Malheur beim "ersten Mal" eine Abwärtsspirale aus Versagensangst und dem daraus resultierenden Problem einer Erektionsstörung werden.

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Was die Wissenschaft über die erektile Dysfunktion mit Blick auf psychische Ursachen sagt

So zitiert ‘Der Stern’ Uwe Hartmann (Leiter des Arbeitsbereichs Klinische Psychologie an der Medizinischen Hochschule Hannover MHH) in einem Artikel über erektile Dysfunktion:

“Die Folgen können bis zu schweren psychischen psychosomatischen oder auch körperlichen Problemen reichen. Er beschreibt jene Abwärtsspirale wie folgt:

“Wenn es mehrmals hintereinander nicht klappt, fürchtet der Mann beim nächsten Sex, dass er wieder versagt - und prompt bleibt die Erektion erneut aus. Uwe Hartmann sagt weiterhin: “ Das ist ein Selbstmechanismus. Der Mann beschäftigt sich immer mehr mit dem Thema, redet aber meist noch nicht mit seiner Frau darüber. Er fängt an zu vermeiden, bekommt seine ‘Migräne’ oder guckt fern, bis die Frau im Bett liegt. ER fühlt sich immer mehr als Versager, und das färbt auch auf den Beruf ab. Da ist er nicht mehr so leistungsfähig und nimmt eine Egal-Haltung ein. Wenn es dumm läuft, ist für diesen Mann nach einem Jahr Erektionsstörungen die Welt eine ganz andere geworden.”

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Es ist durchaus möglich, dass bei auftretenden Problemen ein solches Dilemma bereits nach wenigen Sitzungen bei einem Sexualberater sich in Luft auflöst und den Kopf frei von schweren Gedanken macht. Dies stellt allerdings den Optimalfall dar. In einigen Fällen verbirgt sich hinter einer erektilen Dysfunktion eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die ähnlich einer medikamentösen Behandlung, die Hilfe eines Experten bedarf.

 Hierbei ist es wichtig dass Betroffene sich Rat bei einem Experten des Vertrauens suchen, um ein erstes richtungsweisendes Gespräch zu führen. Hierbei kristallisiert sich ein weiteres sinnvolles Vorgehen heraus, einen individuellen und nachhaltigen Weg der Behandlung zu finden.

Auch Männer bei denen eine erektile Dysfunktion organische Ursachen hat laufen Gefahr in eine emotionale Krise zu gelangen. Eine Erektionsstörung greift das Selbstwertgefühl jedes noch so geistig gefestigten Mannes an, wenn sie nicht leicht in den Griff zu bekommen ist.

Eines ist klar: Eine Erektionsstörung kann die Lebensqualität und das Wohlbefinden des Betroffenen sowie des Lebenspartners deutlich vermindern.

Mehr über Erektile Dysfunktion lernen

Stress als einer der wichtigsten psychischen Faktoren einer erektilen Dysfunktion

 Das wir Menschen in der Lage sind gestresst zu sein hat im Rückblick der Jahrtausende unser Überleben gesichert. In Flucht oder Kampf Situationen schwemmen Hormone wie Adrenalin unseren Körper und bereiten uns auf außergewöhnliche Situationen vor.

Was in der Evolution und in so mancher Alltagssituation gesund und angebracht sein mag, hat in der Sexualität häufig starke negative Folgen.

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft empfinden wir Stress längst nicht mehr nur am Arbeitsplatz, sondern zunehmend auch in der Freizeit.  Es gilt stets mit der Zeit zu gehen und keinen Freizeit-Trend zu verpassen. Was nach Außen hin aufregend zu sein scheint, kann schwerwiegende Folgen, wie eine erektile Dysfunktion nach sich ziehen.

 Aus Stress entsteht Angst, und diese ist einer der bekanntesten Feinde der Lust. Wer Angst hat kann sich nicht dem Moment hingeben und ist gedanklich mit Vielem beschäftigt, nur nicht bei der eigentlichen Sache.

Organische Ursachen, durch Medikamente verursachte ED und die richtige Diagnose

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Wussten Sie, dass ca. 1/4 der betroffenen Männer regelmäßig Medikamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, oder Psychopharmaka zu sich nehmen?

Bekanntermaßen können jene Medikamente weitreichende, negative Auswirkungen auf die Libido haben. Insbesondere Wirkstoffe, die einen direkten Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt bewirken, begünstigen oftmals eine erektile Dysfunktion.

Umso wichtiger ist es, dass jeder sich äußernde Betroffene eine Basisdiagnostik beim Arzt durchlaufen sollte. Neben einer speziellen Anamnese, und einer klaren Befunderhebung durch Sexualanamnese bedarf es der Bestimmung ausgewählter Laborparameter wie Testosteron, Blutzucker und weiteren Werten.

Wichtig ist auch, ob der betroffene Patient spezielle Ereignisse erlebt hat, die sich direkt auf das Erektionsgeschehen auswirken können.

Dies könnten beispielsweise Operationen im kleinen Becken, Unfälle, Rückenmarks- oder Wirbelsäulenerkrankungen, klassische Risikofaktoren wie übermäßiges Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Andere sein.

Beachtet werden muss auch das situative Erektionsverhalten in Abhängigkeit des Partners und Sexualpraktiken. Weniger wichtig ist auch das Auftreten nächtlicher und morgendlicher Erektionen.

Die große Auswahl an Medikamenten und therapeutischen Mitteln verdeutlichen die Wichtigkeit paar- und patientenbezogener Variablen in Kombination mit einer guten Kommunikation zwischen Patient und Arzt.

Hoffnung und Durchhaltevermögen in der Therapie sind von außerordentlicher Bedeutung

Die gute Nachricht ist, dass eine erektile Dysfunktion, wenn auch nicht in jeder Form heilbar, therapierbar ist.

Medizinisch gesehen gibt es viele einzelne Faktoren, die sich auf eine erektile Dysfunktion auswirken können und diese begünstigen. Umso wichtiger ist es jeden Fall ganz individuell zu sehen und gezielt mit Ihrem Arzt des Vertrauens eine genaue Diagnose zu erstellen. Hierin liegt der Schlüssel zur optimalen Therapie des Einzelnen.

Für alle Betroffenen, bei denen die ED zu einem Großteil auf psychosozialen und paarbezogenen Ursachen beruht, sollte eine Sexualtherapie die erste Behandlungsoption sein. Diese wirkt oftmals auch bei organischen Ursachen als verbesserndes Behandlungsverfahren und sollte hier simultan genutzt werden.

Viele betroffene Paare haben seit Jahren keine erfolgreiche Sexualtität mehr erlebt und müssen sich nun auf diese neue Möglichkeit erst einmal wieder einstellen.

Hierbei spielt der Abbau von Versagensängsten und Vermeidungsverhalten eine wesentliche Rolle. Dies begründet zunehmend eine gleichzeitige psychologische Beratung des betroffenen Patienten.

Lassen Sie sich bei der Aufgabe der Wahl eines geeigneten Sexualtherapeuten nicht verunsichern. Aufgrund der Aktualität dieses Themas gibt es stetig mehr Therapeuten, die über eine entsprechende Qualifikation verfügen und Sexualstörungen therapieren.

Bekannte Risikofaktoren

Vielfältig sind die negativen Faktoren, die sich auf das komplexe Zusammenspiel von Nerven, Blutgefäßen, Hormonen und Psyche auswirken können. Die folgende Auflistung kann als Checkliste dienen, die eigene Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe zu erkennen und sich dessen bewusst zu werden.

Die wichtigsten Risikofaktoren:

  • Psychische Probleme
  • Alkoholmissbrauch
  • Rauchen
  • Starkes Übergewicht
  • Medikamenten Missbrauch
  • Diabetes
  • Bluthochdruck

Missbrauch von Alkohol und Medikamenten:

Vor Allem Medikamente für die Behandlung von Bluthochdruck, Blutfettsenker, Produktionshemmer der Magensäure und Entzündungshemmer können Einfluss auf eine gesunde Erektion haben.

Weitere Faktoren:

  • Alter
  • Atherosklerose
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Metabolisches Syndrom
  • Begleitmedikationen wie Beta-Blocker
  • Störung im Hormonhaushalt
  • Prostata- oder Enddarm-Operationen

Letzten Endes gibt es viele mögliche Ursachen, die eine erektile Dysfunktion begünstigen. Es gilt vor allem vorhandene Risikofaktoren zu erkennen um bisher nicht diagnostizierten Erkrankungen frühzeitig behandeln und vorbeugen zu können.

Eine erfolgreiche Behandlung steigert nachhaltig die Lebensqualität des Mannes und somit auch die Lebensqualität des Partners und der Beziehung im Allgemeinen.

Der Arzt: Dein Freund und Helfer bei erektiler Dysfunktion

Viele Patienten geben eine medikamentöse Therapie nach dem ersten fehlgeschlagenen Versuch auf. Lediglich weitere 50 Prozent der Patienten fordern bei ihrem Arzt ein Folgerezept.

Es ist in der Verantwortung des Arztes seinen Patienten ausdrücklich darüber zu informieren, dass eine erfolgreiche Behandlung oftmals ein Konzept mit unterschiedlichen Optionen ist und ein vertrauensvolles Arzt-Patienten Verhältnis erfordert.

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