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Siofor vs. Metformin: Unterschiede erklärt

DoktorABC Redaktionsteam
Zuverlässige und geprüfte medizinische Informationen, zusammengestellt von unserem Redaktionsteam und Ärzten. Redaktionsprozess.

Viele Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes stehen vor der Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen Siofor und Metformin? Die Antwort ist einfacher als gedacht: Siofor und Metformin sind im Grunde dasselbe Medikament. Siofor ist ein Markenname, während Metformin die Bezeichnung des enthaltenen Wirkstoffs ist. Beide Präparate enthalten Metforminhydrochlorid als aktiven pharmazeutischen Wirkstoff und werden zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. Die Verwirrung entsteht oft durch unterschiedliche Produktnamen in der Apotheke, verschiedene Hersteller und Preisunterschiede zwischen Marken- und Generika-Präparaten.
Was Sie in diesem Artikel erfahren
  • Was Metformin als Wirkstoff ist und wie es wirkt
  • Was Siofor als Markenprodukt auszeichnet
  • Welche Unterschiede zwischen Markenpräparat und Generikum bestehen
  • Ob es medizinische Unterschiede in der Wirksamkeit gibt
  • Welche Faktoren bei der Auswahl eine Rolle spielen
  • Wie sich die Kosten unterscheiden
  • Welche Nebenwirkungen beide Präparate haben

Medikamente zur Behandlung von Diabetes auf Rezept erhältlich
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Preis ab 48,41 €
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Was ist Metformin und wie wirkt es?

Metformin (genauer: Metforminhydrochlorid) ist der weltweit am häufigsten verschriebene Wirkstoff zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Es gehört zur Medikamentenklasse der Biguanide und wird seit über 60 Jahren in der Diabetestherapie eingesetzt.

Metformin senkt den Blutzuckerspiegel auf mehreren Wegen: Es hemmt die Glukoseproduktion in der Leber, verbessert die Insulinsensitivität der Körperzellen und verzögert die Glukoseaufnahme im Darm. Diese dreifache Wirkung macht Metformin zur ersten Wahl bei der medikamentösen Behandlung von Typ-2-Diabetes.

Wie wurde Metformin zugelassen?

Metformin erhielt in Deutschland bereits in den 1950er Jahren eine Zulassung und ist heute von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für die gesamte EU zugelassen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) empfiehlt Metformin als Erstlinientherapie, wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen.

Gut zu wissen:

Metformin ist das einzige Antidiabetikum, für das eine langfristige Reduktion kardiovaskulärer Komplikationen nachgewiesen wurde.  Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Kardiologe und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, bestätigt: „Die günstigen Wirkungen von Metformin bei Patienten mit Diabetes Typ 2 auf Metabolismus und kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind unbestritten“

Was ist Siofor und wer stellt es her?

Siofor ist ein Markenmedikament, das Metforminhydrochlorid als Wirkstoff enthält und von der Firma Berlin-Chemie/Menarini hergestellt wird. Es handelt sich um eines der bekanntesten Metformin-Präparate im deutschsprachigen Raum, und ist seit Jahrzehnten auf dem deutschen Markt etabliert.

In welchen Dosierungen ist Siofor erhältlich?

Siofor ist in drei Standarddosierungen erhältlich: 500 mg, 850 mg und 1000 mg. Alle Siofor-Präparate sind verschreibungspflichtig und werden als Filmtabletten angeboten. Die Tabletten sind teilbar, was eine flexible Dosisanpassung ermöglicht.

Siofor hat eine starke Marktpräsenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wird in Apotheken auf Rezept abgegeben.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Siofor und Metformin-Generika?

Die Unterschiede zwischen Siofor als Markenpräparat und Metformin-Generika betreffen vor allem Hersteller, Preis und Hilfsstoffe – nicht jedoch den therapeutischen Hauptwirkstoff.

Wer stellt Metformin-Generika her?

Siofor wird ausschließlich von Berlin-Chemie/Menarini produziert. Metformin-Generika werden von zahlreichen Pharmaunternehmen hergestellt, darunter 1 A Pharma, ratiopharm, Hexal, Stada und TEVA. Diese Generika tragen oft den Zusatz „Metformin" gefolgt vom Herstellernamen.

Wie viel kostet Siofor im Vergleich zu Generika?

Der Preis ist der auffälligste Unterschied. Generika sind deutlich günstiger, da keine Entwicklungskosten mehr amortisiert werden müssen.

Beispielhafte Apothekenpreise (Stand 2024/2025):

Präparat Packungsgröße Ungefährer Preis
Siofor 500 mg 120 Tabletten 18–22 €
Metformin 500 mg (Generikum) 120 Tabletten 12–15 €
Siofor 1000 mg 120 Tabletten 24–30 €
Metformin 1000 mg (Generikum) 120 Tabletten 16–20 €

Jährliche Kostenbeispiele bei Dauermedikation (850 mg, 2× täglich):

  • Siofor: ca. 130–160 € pro Jahr
  • Metformin-Generikum: ca. 80–110 € pro Jahr
  • Ersparnis durch Generikum: 30–50 € pro Jahr

Können die Hilfsstoffe unterschiedlich sein?

Ja. Obwohl Siofor und Metformin-Generika denselben Wirkstoff enthalten, können sich die Hilfsstoffe unterscheiden. Diese inaktiven Bestandteile haben keine therapeutische Wirkung, können aber die Tablettenform, die Farbe und die Verträglichkeit beeinflussen.

Typische Hilfsstoffe sind Povidone (Bindemittel), Magnesiumstearat (Gleitmittel) und Hypromellose (Filmüberzug). Manche Patienten berichten, dass sie ein bestimmtes Präparat besser vertragen – dies kann auf Unterschiede in den Hilfsstoffen zurückzuführen sein.

Sind Generika genauso wirksam wie Siofor?

Ja, Metformin-Generika sind genauso wirksam wie Siofor. In Deutschland müssen Generika strenge Bioäquivalenz-Tests durchlaufen, bevor sie zugelassen werden. 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stellt sicher, dass Generika denselben Wirkstoff in gleicher Menge enthalten und dieselbe Bioverfügbarkeit aufweisen.

Gut zu wissen:

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und das BfArM haben strenge Richtlinien für die Zulassung von Generika.

Gibt es medizinische Unterschiede in der Wirkung?

Nein, aus medizinischer Sicht gibt es keine Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen Siofor und Metformin-Generika, da beide denselben aktiven Wirkstoff in identischer Dosierung enthalten.

Beide Präparate senken den Blutzuckerspiegel auf die gleiche Weise, haben dieselbe Wirkungsdauer und zeigen vergleichbare Langzeitergebnisse bei der Blutzuckerkontrolle.

Warum berichten manche Patienten von Unterschieden?

Obwohl wissenschaftlich kein Unterschied besteht, berichten einige Patienten, dass sie ein bestimmtes Präparat besser vertragen. Dafür gibt es mehrere mögliche Erklärungen:

  • Unterschiedliche Hilfsstoffe: Personen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt reagieren manchmal auf bestimmte Füll- oder Bindemittel.
  • Nocebo-Effekt: Die Erwartung, dass ein günstigeres Medikament weniger wirksam sein könnte, kann zu subjektiv schlechterer Verträglichkeit führen.
  • Unterschiedliche Chargen: Minimale Produktionsschwankungen liegen immer innerhalb der zugelassenen Toleranzgrenzen.

Gibt es Unterschiede zwischen Retardformen?

Sowohl Siofor als auch einige Metformin-Generika sind als Retardtabletten erhältlich. Diese geben den Wirkstoff verzögert über mehrere Stunden ab, was zu geringeren Magen-Darm-Beschwerden und einer einmaligen täglichen Einnahme führt.

Die Retardform von Siofor heißt Siofor XR, Generika tragen oft die Bezeichnung Metformin retard. Auch hier ist die Bioäquivalenz durch das BfArM sichergestellt.

Welche Faktoren beeinflussen die Wahl zwischen Siofor und Generika?

Die Entscheidung zwischen Siofor und einem Metformin-Generikum hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Beide sind medizinisch gleichwertig, aber persönliche Präferenzen können die Wahl beeinflussen.

Welche Rolle spielen die Kosten?

Für Patienten, die die Medikamentenkosten selbst tragen, können Generika eine deutliche Ersparnis von 30–50 € pro Jahr bedeuten.

Was gilt bei der Krankenversicherung?

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Die meisten Krankenkassen haben Rabattverträge mit Generika-Herstellern. Sie erhalten in der Apotheke automatisch das günstigere Präparat, oft sogar zuzahlungsfrei.

Private Krankenversicherung (PKV): Privatversicherte können frei wählen, welches Präparat sie bevorzugen.

Welche Rolle spielt die Verfügbarkeit?

Siofor als Markenpräparat hat oft eine stabilere Lieferkette. Generika können gelegentlich von Lieferengpässen betroffen sein. Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes ist eine kontinuierliche Verfügbarkeit wichtig.

Was ist bei individueller Verträglichkeit zu beachten?

Wenn Sie nach einem Wechsel vermehrt Nebenwirkungen wie Übelkeit, Bauchkrämpfe oder Durchfall bemerken, kann ein Rückwechsel sinnvoll sein. Ihr Arzt kann auf dem Rezept das „Aut-idem-Kreuz" setzen – das bedeutet, dass genau dieses Präparat abgegeben werden muss.

Sicherheitshinweis!

Wenn Sie von einem Präparat auf ein anderes wechseln, sollten Sie Ihren Blutzucker in den ersten Wochen engmaschiger kontrollieren.

Welche Nebenwirkungen haben beide Präparate?

Da Siofor und Metformin-Generika denselben Wirkstoff enthalten, sind die Nebenwirkungen identisch. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt und treten besonders zu Beginn der Therapie auf.

Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?

Die meisten Nebenwirkungen sind mild bis mäßig ausgeprägt und verschwinden oft nach einigen Wochen:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten):

  • Verdauungsprobleme wie Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Appetitverlust

Diese Nebenwirkungen treten meist zu Beginn der Behandlung auf.

Häufig (weniger als 1 von 10 Behandelten):

  • Geschmacksveränderungen (metallischer Geschmack)

Welche seltenen, aber schweren Nebenwirkungen gibt es?

Sehr selten (weniger als 1 von 10 000 Behandelten):

Laktatazidose ist eine sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikation, bei der es zu einer Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure kommt. Das Risiko ist besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion erhöht.

Warnsignale für Laktatazidose:

  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen
  • Gestörtes Allgemeinbefinden mit starker Müdigkeit
  • Schwierigkeiten beim Atmen

Weitere sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Hautreaktionen wie Rötung (Erythem), Juckreiz oder juckender Ausschlag (Quaddeln)
  • Niedrige Konzentration von Vitamin B12 im Blut
  • Auffällige Leberfunktionswerte oder Hepatitis (Leberentzündung), die sich durch Müdigkeit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme mit oder ohne Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes äußern kann

Sicherheitshinweis!

Bei Symptomen einer Laktatazidose oder Hepatitis benötigen Sie möglicherweise sofortige stationäre Behandlung, da Laktatazidose zum Koma führen kann. Nehmen Sie Siofor nicht weiter ein und setzen Sie sich unverzüglich mit einem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

Wie können Nebenwirkungen reduziert werden?

Um Magen-Darm-Beschwerden zu minimieren:

  • Teilen Sie die Tagesdosis auf mehrere über den Tag verteilte Einnahmen auf
  • Nehmen Sie die Tabletten mit oder direkt nach einer Mahlzeit ein
  • Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis und steigern Sie langsam
  • Erwägen Sie den Wechsel zu Retardtabletten bei anhaltenden Beschwerden

Wenn die Beschwerden andauern, nehmen Sie Siofor nicht weiter ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wann sollte Metformin abgesetzt werden?

Metformin muss vorübergehend abgesetzt werden bei:

  • Geplanten Operationen mit Narkose (48 Stunden vorher)
  • Röntgenuntersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln
  • Schweren Infektionen oder Dehydration
  • Akuten Nieren- oder Leberproblemen

Ihr Arzt wird Ihnen genau mitteilen, wann Sie das Medikament wieder einnehmen können.

Wann sollte man Siofor bevorzugen?

Obwohl Siofor und Metformin-Generika medizinisch gleichwertig sind, gibt es Situationen, in denen das Markenpräparat bevorzugt werden kann.

Bei bewährter Verträglichkeit

Wenn Sie seit Jahren Siofor einnehmen und damit gut zurechtkommen, gibt es keinen zwingenden Grund zum Wechsel. Eine stabile Therapie sollte nicht ohne triftigen Grund geändert werden.

Bei Unverträglichkeit von Generika

Manche Patienten reagieren empfindlich auf bestimmte Hilfsstoffe in Generika-Präparaten. Wenn Sie nach einem Wechsel auf ein Generikum vermehrt Nebenwirkungen bemerken, kann die Rückkehr zu Siofor sinnvoll sein.

Bei Lieferengpässen von Generika

In Zeiten von Lieferengpässen kann Siofor als etabliertes Markenpräparat besser verfügbar sein. Eine kontinuierliche Medikamentenversorgung ist bei chronischen Erkrankungen wichtig.

Auf Empfehlung des Arztes

Ihr Arzt kann aus medizinischen oder praktischen Gründen Siofor bevorzugen. Bei entsprechender Verordnung mit Aut-idem-Kreuz muss die Apotheke genau dieses Präparat abgeben.

Nav. Widget: Weitere Informationen zu verschiedenen Diabetes-Behandlungen finden Sie in unserem Ratgeber zu Diabetes Typ 2 Behandlungen.

Fazit

Siofor und Metformin-Generika sind medizinisch gleichwertig und enthalten denselben Wirkstoff in identischer Dosierung. Der Hauptunterschied liegt im Preis: Generika sind deutlich günstiger und werden von den meisten Krankenkassen bevorzugt.

Beide Präparate senken den Blutzuckerspiegel gleich effektiv und haben dasselbe Nebenwirkungsprofil. Die Wahl zwischen Markenpräparat und Generikum hängt von persönlichen Faktoren ab: Kosten, Verfügbarkeit, individuelle Verträglichkeit und ärztliche Empfehlung.

Wenn Sie gut auf ein bestimmtes Präparat eingestellt sind, gibt es keinen Grund zum Wechsel. Bei Unverträglichkeiten oder Unsicherheiten sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Die Bioäquivalenz-Standards in Deutschland garantieren, dass alle zugelassenen Metformin-Präparate sicher und wirksam sind.

FAQ

Kann ich ohne Rücksprache mit dem Arzt von Siofor auf ein Generikum wechseln?

Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, da beide Präparate bioäquivalent sind. Wenn auf Ihrem Rezept kein Aut-idem-Kreuz gesetzt ist, kann die Apotheke automatisch ein Generikum abgeben.
Bei Unsicherheiten oder bekannten Unverträglichkeiten sollten Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt sprechen und Ihren Blutzucker nach dem Wechsel engmaschiger kontrollieren.

Wirkt Siofor schneller als Metformin-Generika?

Nein, beide Präparate wirken gleich schnell. Die Wirkung tritt normalerweise innerhalb weniger Stunden ein, die volle blutzuckersenkende Wirkung entwickelt sich über mehrere Tage bis Wochen. Retardformen beider Präparate haben eine verzögerte Freisetzung, die Wirkgeschwindigkeit ist jedoch vergleichbar.

Kann ich Siofor und Metformin-Generika abwechselnd einnehmen?

Aus medizinischer Sicht ist dies möglich, wird aber nicht empfohlen. Ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Präparaten kann zu Verwirrung bei der Einnahme führen und macht es schwieriger, mögliche Unverträglichkeiten einem bestimmten Produkt zuzuordnen. Bleiben Sie bei einem Präparat, mit dem Sie gut zurechtkommen.

Übernimmt die Krankenkasse auch Siofor, wenn ein günstigeres Generikum verfügbar ist?

Gesetzliche Krankenkassen haben meist Rabattverträge mit Generika-Herstellern. Die Apotheke gibt dann automatisch das günstigere Präparat ab, sofern auf dem Rezept kein Aut-idem-Kreuz gesetzt ist.
Wenn Sie ausdrücklich Siofor wünschen, müssen Sie möglicherweise die Preisdifferenz selbst zahlen. Private Krankenkassen erstatten in der Regel auch Markenpräparate.

Gibt es qualitative Unterschiede in der Herstellung zwischen Siofor und Generika?

Alle in Deutschland zugelassenen Medikamente müssen die gleichen strengen Qualitätsstandards erfüllen, unabhängig davon, ob es sich um Marken- oder Generika-Präparate handelt.
Das BfArM und die EMA kontrollieren regelmäßig die Produktionsstätten. Qualitätsunterschiede sind daher äußerst unwahrscheinlich.

Muss ich bei einem Wechsel die Dosierung anpassen?

Nein, die Dosierung bleibt gleich. Wenn Sie beispielsweise zweimal täglich 850 mg Siofor einnehmen, nehmen Sie nach dem Wechsel zweimal täglich 850 mg des Generikums ein.
Die Wirkstoffmenge ist identisch. Lassen Sie sich bei Unsicherheiten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Sind die Tabletten von Siofor und Generika gleich groß?

Nicht unbedingt. Größe, Form und Farbe können sich zwischen verschiedenen Herstellern unterscheiden, da die Hilfsstoffe und Pressmethoden variieren. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Alle Präparate enthalten die gleiche Menge Wirkstoff.

Was sollte ich tun, wenn ich nach einem Wechsel Nebenwirkungen bekomme?

Kontaktieren Sie Ihren Arzt und schildern Sie die Beschwerden. In den meisten Fällen sind die Nebenwirkungen vorübergehend und verschwinden nach einigen Tagen.
Ihr Arzt kann entscheiden, ob ein Rückwechsel zum vorherigen Präparat sinnvoll ist oder ob andere Anpassungen vorgenommen werden sollten. Setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab.

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Dr. med. Roland Ruiken

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