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Glucophage: Wirkstoff Metformin und seine Wirkweise

DoktorABC Redaktionsteam
Zuverlässige und geprüfte medizinische Informationen, zusammengestellt von unserem Redaktionsteam und Ärzten. Redaktionsprozess.

Das Arzneimittel Glucophage verwendet den Wirkstoff Metformin, ein bewährtes Antidiabetikum zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Metformin senkt den Blutzucker über mehrere Mechanismen und gilt weltweit als Erstlinientherapie bei dieser Stoffwechselerkrankung. Glucophage wird vom Pharmaunternehmen Merck Healthcare hergestellt und ist in verschiedenen Dosierungen erhältlich.
Was Sie in diesem Artikel erfahren
  • Was Glucophage ist und welchen Wirkstoff es enthält
  • Wie Metformin im Körper wirkt und den Blutzucker senkt
  • Welche Dosierungen verfügbar sind (Glucophage 500 und 1000 mg)
  • Welche Nebenwirkungen auftreten können und wie häufig sie sind
  • Wer Glucophage nicht einnehmen sollte
  • Wie Glucophage richtig eingenommen wird
  • Was bei der Anwendung zu beachten ist

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Was ist Glucophage?

Glucophage ist der Handelsname für ein Medikament mit dem Wirkstoff Metformin. Es wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus eingesetzt und gehört zu den am häufigsten verschriebenen Antidiabetika weltweit. Der Hersteller Merck Healthcare vertreibt Glucophage in Deutschland und weiteren europäischen Ländern.

Metformin ist seit Jahrzehnten im Einsatz und hat sich als sicher und wirksam erwiesen.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) empfiehlt es als Medikament der ersten Wahl bei Typ-2-Diabetes, wenn eine Lebensstiländerung allein nicht ausreicht. Auch internationale Leitlinien stufen Metformin als Erstlinientherapie ein.

Welchen Wirkstoff enthält Glucophage?

Der aktive Wirkstoff in Glucophage ist Metforminhydrochlorid. Chemisch gehört es zur Gruppe der Biguanide, einer Klasse von oralen Antidiabetika. Die Substanz wurde ursprünglich aus der Pflanze Galega officinalis (Geißraute) entwickelt, die traditionell bei erhöhtem Blutzucker verwendet wurde.

Metformin unterscheidet sich von anderen Diabetesmedikamenten durch seinen Wirkmechanismus. Es regt die Bauchspeicheldrüse nicht zur Insulinproduktion an, sondern verbessert die Wirkung des körpereigenen Insulins.

Dadurch ist das Risiko für Unterzuckerungen (Hypoglykämien) bei alleiniger Anwendung sehr gering.

Wofür wird Glucophage eingesetzt?

Glucophage wird hauptsächlich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen verschrieben. Es wird angewendet, wenn Diät und Bewegung den Blutzucker der Patienten nicht ausreichend senken können.

Auch bei Kindern ab 10 Jahren mit Typ-2-Diabetes ist die Anwendung zugelassen.

Häufig wird Glucophage mit anderen Diabetesmedikamenten oder Insulin kombiniert, um eine bessere Blutzuckerkontrolle zu erreichen. Die Behandlung senkt den Langzeitblutzuckerwert HbA1c typischerweise um 1-2 Prozentpunkte.

Bei übergewichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes zeigt Metformin zusätzlich positive Effekte auf das Körpergewicht und die Herzgesundheit.

Gut zu wissen:

Eine Studie der UKPD (United Kingdom Prospective Diabetes Study) zeigte, dass Metformin bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern nicht nur den Blutzucker senkt, sondern auch das Risiko für Herzinfarkt und diabetesbedingte Todesfälle reduziert. Diese Langzeitstudie festigte Metformins Position als bevorzugtes Erstlinienmedikament.

Wie wirkt Metformin im Körper?

Metformin greift an mehreren Stellen in den Zuckerstoffwechsel ein. Der Haupteffekt besteht darin, dass die Leber weniger Glukose produziert und ins Blut abgibt.

Gleichzeitig verbessert der Wirkstoff die Insulinempfindlichkeit der Muskelzellen, sodass diese mehr Zucker aus dem Blut aufnehmen können.

Ein dritter Mechanismus ist die verzögerte Aufnahme von Glukose im Dünndarm. Durch diese kombinierten Wirkungen sinkt der Blutzuckerspiegel, ohne dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren muss.

Die molekularen Mechanismen sind komplex und betreffen unter anderem das Enzym AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK). Das brachte eine internationale Studie aus dem Jahr 2015 zu Tage.

„Die Studie zeigt, dass die Behandlung mit Metformin die Produzenten kurzkettiger Fettsäuren im Darm fördert“, so Professor Günter Stalla, Leiter der Inneren Medizin, Endokrinologie und Klinischen Chemie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie München und DGE-Tagungspräsident in einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Es sei durchaus möglich, dass diese Wirkung im Darm einen Teil der Blutzuckersenkung durch Metformin ausmacht und zu den vielfältigen positiven Wirkungen des Medikaments beiträgt.

Wie senkt Metformin den Blutzuckerspiegel? 

Die Hauptwirkung von Metformin liegt in der Hemmung der Glukoneogenese. Das ist der Prozess, bei dem die Leber aus anderen Stoffen wie Aminosäuren oder Laktat neue Glukose bildet. Bei Typ-2-Diabetes läuft dieser Prozess oft übermäßig ab, was zu erhöhten Nüchternblutzuckerwerten führt.

Metformin reduziert diese überschüssige Glukoseproduktion, gleichzeitig steigert es die Glukoseaufnahme in der Skelettmuskulatur. Die Wirkung auf den HbA1c-Wert kann dabei individuell variieren.

Warum verursacht Metformin selten Unterzuckerungen? 

Im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen oder Insulin regt Metformin die Bauchspeicheldrüse nicht zur Insulinausschüttung an. Es verbessert lediglich die Wirkung des vorhandenen Insulins und drosselt die Zuckerfreisetzung aus der Leber. Dieser Mechanismus respektiert die natürlichen Regulationsgrenzen des Körpers.

Wenn der Blutzuckerspiegel bereits niedrig ist, reduziert Metformin ihn nicht weiter. Deshalb treten Hypoglykämien bei alleiniger Metformin-Therapie sehr selten auf. Erst in Kombination mit insulinproduzierenden Medikamenten oder bei unzureichender Nahrungsaufnahme steigt das Risiko.

Achtung!

Laktatazidose ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Nebenwirkung von Metformin. Sie tritt auf, wenn sich zu viel Milchsäure im Blut ansammelt. Symptome sind Muskelschmerzen, Atemnot, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Untertemperatur. Bei Verdacht muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Das Risiko steigt bei eingeschränkter Nierenfunktion, schwerem Alkoholkonsum oder schweren Infektionen.

Welche Dosierungen von Glucophage gibt es?

Glucophage ist in verschiedenen Stärken erhältlich, die je nach individuellem Bedarf angepasst werden. Die beiden am häufigsten verschriebenen Dosierungen sind Glucophage 500 mg und Glucophage 1000 mg. Daneben sind in Deutschland auch Tabletten mit 850 mg erhältlich. 

Neben den normalen Tabletten existieren auch Retardtabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Diese müssen nur einmal täglich eingenommen werden und können Magen-Darm-Beschwerden reduzieren. Die Wahl zwischen normalen und Retardtabletten hängt von der individuellen Verträglichkeit ab.

Glucophage 500 mg: Wann wird diese Dosis verwendet?

Die 500-mg-Tabletten dienen meist als Einstiegsdosis. Ärzte beginnen die Behandlung typischerweise mit einer niedrigen Dosis, um den Körper langsam an das Medikament zu gewöhnen. Das minimiert Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall.

Typischer Behandlungsstart:

  • Woche 1–2: 1 Tablette (500 mg) täglich zum Abendessen
  • Woche 3–4: 2 Tabletten täglich (morgens und abends je 500 mg)
  • Ab Woche 5: Weitere Steigerung nach Blutzuckerwerten und Verträglichkeit

Die schrittweise Erhöhung gibt dem Verdauungssystem Zeit, sich anzupassen. Manche Patienten bleiben dauerhaft bei 500 mg, wenn diese Dosis ausreicht oder höhere Dosen nicht vertragen werden.

Glucophage 1000 mg: Für wen ist diese Dosis geeignet?

Glucophage 1000 mg ist die häufigste Erhaltungsdosis. Viele Patienten nehmen langfristig zweimal täglich 1000 mg ein, also insgesamt 2000 mg pro Tag. Diese Dosierung bietet eine gute Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Dosierung Häufigkeit Tagesgesamtdosis Typische Anwendung
500 mg 1–2 × täglich 500-1000 mg Einstieg, niedrige Erhaltungsdosis
850 mg 1–2 × täglich 850-1700 mg Alternative Dosisstärke
1000 mg 2 × täglich 2000 mg Standard-Erhaltungsdosis
1000 mg 2-3 x täglich 2000-3000 mg Maximaldosis bei unzureichender Kontrolle

Die Maximaldosis liegt bei 3000 mg täglich, aufgeteilt auf drei Einzeldosen. Höhere Dosen bringen aber selten zusätzlichen Nutzen und erhöhen das Risiko für Nebenwirkungen. Die Einnahme erfolgt immer zu den Mahlzeiten, um Magenbeschwerden vorzubeugen

Welche Nebenwirkungen hat Glucophage?

Wie bei jedem Medikament können auch bei Glucophage Nebenwirkungen auftreten. Die meisten davon betreffen den Magen-Darm-Trakt und treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Viele Beschwerden lassen nach einigen Wochen nach, wenn sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat.

Welche häufigen Nebenwirkungen treten auf?

Die häufigsten Nebenwirkungen betreffen die Verdauung. Sie sind zwar unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich. Hier eine Übersicht nach Häufigkeit:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Patienten):

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen und Blähungen
  • Appetitlosigkeit

Häufig (1 bis 10 von 100 Patienten):

  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Verdauungsstörungen

Gelegentlich bis selten:

  • Vitamin-B12-Mangel bei Langzeiteinnahme
  • Hautreaktionen wie Rötungen oder Juckreiz
  • Veränderungen der Leberwerte

Die meisten Magen-Darm-Beschwerden treten in den ersten zwei bis vier Wochen auf. Bei vielen Patienten verschwinden sie nach dieser Eingewöhnungsphase vollständig. Bei anderen werden sie zumindest deutlich schwächer.

Praktische Tipps zur Verbesserung der Verträglichkeit:

  • Tabletten immer zu den Mahlzeiten einnehmen
  • Mit kleiner Dosis beginnen und langsam steigern
  • Auf sehr fettreiche Speisen verzichten
  • Bei Retardtabletten ist die Verträglichkeit oft besser

Welche schwerwiegenden Nebenwirkungen sind möglich?

Neben der Laktatazidose gibt es weitere ernste, aber sehr seltene Nebenwirkungen. Ein längerfristiges Problem kann ein Vitamin-B12-Mangel sein. Metformin kann die Aufnahme dieses Vitamins im Darm beeinträchtigen.

Anzeichen eines Vitamin-B12-Mangels:

  • Müdigkeit und Schwäche
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
  • Gedächtnisprobleme
  • Blutarmut (Anämie)

Ihr Arzt wird daher bei Langzeitbehandlung regelmäßig Ihre Vitamin-B12-Werte kontrollieren. Falls nötig, können Nahrungsergänzungsmittel oder Injektionen den Mangel ausgleichen.

Gut zu wissen:

Studien zeigen, dass ein Teil der Patienten, die Metformin über mehrere Jahre einnehmen, niedrige Vitamin-B12-Spiegel entwickelt. Eine jährliche Kontrolle wird daher empfohlen, besonders bei vegetarischer oder veganer Ernährung.

Wer sollte Glucophage nicht einnehmen?

Nicht jeder Patient mit Typ-2-Diabetes kann Glucophage einnehmen. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder Situationen ist das Medikament ungeeignet oder muss vorübergehend abgesetzt werden. Ihr Arzt prüft vor der Verschreibung, ob Glucophage für Sie sicher ist.

Bei welchen Erkrankungen ist Glucophage kontraindiziert?

Folgende Erkrankungen schließen die Einnahme von Glucophage aus:

Nierenfunktionsstörungen:

  • Schwere Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min)
  • Akutes Nierenversagen
  • Die Nieren müssen Metformin aus dem Körper ausscheiden. Bei gestörter Nierenfunktion sammelt sich der Wirkstoff an und erhöht das Risiko für Laktatazidose.

Lebererkrankungen:

  • Schwere Leberinsuffizienz
  • Akute Leberentzündung
  • Die Leber spielt eine zentrale Rolle im Glukosestoffwechsel. Bei schweren Leberschäden kann Metformin nicht richtig wirken.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Akuter Herzinfarkt
  • Schockzustände
  • Diese Zustände erhöhen das Risiko für Sauerstoffmangel im Gewebe und damit für Laktatazidose.

Weitere Kontraindikationen:

  • Schwere Infektionen oder Sepsis
  • Starker Flüssigkeitsmangel (Dehydration)
  • Chronischer Alkoholmissbrauch
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Metformin
  • Diabetische Ketoazidose

Wann muss Glucophage vorübergehend pausiert werden?

In bestimmten Situationen muss die Einnahme zeitweise unterbrochen werden:

Vor Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel:

  • Glucophage muss 48 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden
  • Die Einnahme darf erst 48 Stunden danach wieder beginnen
  • Voraussetzung: Die Nierenfunktion wurde kontrolliert und ist normal
  • Jodhaltige Kontrastmittel können in Kombination mit Metformin die Nieren schädigen

Vor geplanten Operationen:

  • Bei größeren Eingriffen mit Vollnarkose sollte Metformin pausiert werden
  • Die Wiederaufnahme erfolgt nach ärztlicher Freigabe
  • Meist nach 48 Stunden, wenn Essen und Trinken wieder normal möglich sind

Bei akuten Erkrankungen:

  • Schwere Infektionen mit Fieber
  • Starker Durchfall oder Erbrechen
  • Andere Zustände, die zu Austrocknung führen

Achtung!

Setzen Sie Glucophage nie eigenmächtig ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen. Ein plötzliches Absetzen kann zu stark erhöhten Blutzuckerwerten führen. Bei geplanten Untersuchungen oder Operationen informieren Sie alle beteiligten Ärzte über Ihre Metformin-Einnahme.

Wie wird Glucophage richtig eingenommen?

Die richtige Einnahme von Glucophage ist wichtig für die Wirksamkeit und Verträglichkeit. Es gibt einige einfache Regeln, die Sie beachten sollten. Ihr Arzt wird Ihnen die genaue Dosierung und den Einnahmeplan vorgeben.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Einnahme zu den Mahlzeiten: Glucophage sollte immer während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Das reduziert Magen-Darm-Beschwerden deutlich. Schlucken Sie die Tabletten ganz mit ausreichend Wasser. Retardtabletten dürfen nicht geteilt oder zerkaut werden.

Typischer Einnahmeplan:

  • Bei 2x täglich: Morgens zum Frühstück und abends zum Abendessen
  • Bei 3x täglich: Zu allen drei Hauptmahlzeiten
  • Immer zur gleichen Tageszeit einnehmen

Was tun bei vergessener Einnahme? Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Tablette zur gewohnten Zeit ein. Verdoppeln Sie die Dosis nicht, um die vergessene Einnahme auszugleichen. Bei häufigem Vergessen sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Erinnerungshilfen oder Retardtabletten, die nur einmal täglich eingenommen werden müssen.

Regelmäßige Kontrollen:

Untersuchung Häufigkeit Warum wichtig?
Nierenwerte (Kreatinin, GFR) Mindestens jährlich Metformin wird über die Nieren ausgeschieden
Vitamin B12 Jährlich bei Langzeittherapie Metformin kann die Aufnahme verringern
Blutzucker/HbA1c Alle 3 Monate Kontrolle der Behandlungswirkung
Leberwerte Nach Bedarf Bei Verdacht auf Leberschädigung

Welche Wechselwirkungen gibt es?

Der Wirkstoff Metformin in Glucophage kann mit anderen Substanzen reagieren und so ungewollte Nebenwirkungen erzeugen. Das sind die wichtigsten unter ihnen:

Alkohol: Alkohol erhöht das Risiko für Laktatazidose, besonders bei übermäßigem Konsum. Trinken Sie Alkohol nur in geringen Mengen und nie auf nüchternen Magen. Chronischer Alkoholmissbrauch ist eine Kontraindikation für Glucophage.

Andere Medikamente: Bestimmte Medikamente können mit Metformin interagieren:

  • Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Diuretika) können die Nierenfunktion beeinflussen
  • Kortison und andere Steroide können den Blutzucker erhöhen
  • Bestimmte Antibiotika können das Laktatazidose-Risiko steigern
  • Jodhaltige Kontrastmittel erfordern ein vorübergehendes Absetzen

Informieren Sie jeden Arzt und Apotheker über Ihre Metformin-Einnahme, bevor Sie neue Medikamente erhalten.

Ernährung während der Behandlung: Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Wirkung von Glucophage. Achten Sie auf ausreichend Ballaststoffe und Proteine. Sehr fettreiche Mahlzeiten können Magen-Darm-Beschwerden verstärken. Eine Ernährungsberatung kann sinnvoll sein, um Ihre Ernährung optimal anzupassen.

Fazit – Was Sie über Glucophage wissen sollten

Glucophage mit dem Wirkstoff Metformin ist ein sehr bewährtes Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Es senkt den Blutzucker über mehrere Mechanismen, ohne dabei Unterzuckerungen zu verursachen. Die verfügbaren Dosierungen von 500 mg bis 1000 mg ermöglichen eine individuelle Anpassung an Ihre Bedürfnisse.

Die meisten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt und klingen nach wenigen Wochen ab. Bei Nierenproblemen, schweren Lebererkrankungen oder Herzinsuffizienz darf Glucophage nicht eingenommen werden. Regelmäßige Kontrollen der Nierenfunktion und des Vitamin-B12-Spiegels sind bei Langzeitbehandlung wichtig.

Glucophage ist kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil, sondern unterstützt ihn. Die beste Wirkung erzielen Sie in Kombination mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Glucophage für Sie geeignet ist und wie Sie die Behandlung optimal gestalten.

FAQ

Wie schnell wirkt Glucophage nach der ersten Einnahme?

Die blutzuckersenkende Wirkung setzt oft innerhalb von 24–48 Stunden ein. Die volle Wirkung entfaltet sich aber erst nach 1–2 Wochen regelmäßiger Einnahme.
Ihr HbA1c-Wert wird sich erst nach etwa 3 Monaten deutlich verbessern, da dieser Langzeitblutzuckerwert die durchschnittliche Blutzuckereinstellung der letzten Wochen widerspiegelt.

Muss ich Glucophage lebenslang einnehmen?

Das hängt vom Verlauf Ihres Diabetes ab. Viele Patienten nehmen Metformin dauerhaft ein, solange es wirkt und gut vertragen wird. Bei deutlicher Verbesserung durch Gewichtsabnahme und Lebensstiländerung kann die Dosis manchmal reduziert oder sogar abgesetzt werden.
Solche Entscheidungen sollten Sie immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Was passiert, wenn ich Glucophage ohne Essen einnehme?

Die Einnahme auf nüchternen Magen erhöht das Risiko für Übelkeit, Magenschmerzen und andere Verdauungsbeschwerden deutlich.
Falls Sie ausnahmsweise eine Mahlzeit auslassen müssen, nehmen Sie die Tablette besser zu einem späteren Zeitpunkt mit Essen ein, statt sie auf leeren Magen zu schlucken.

Wie lange dauert es, bis die Nebenwirkungen verschwinden?

Die meisten Magen-Darm-Beschwerden bessern sich nach 2–4 Wochen deutlich. Die meisten Patienten haben nach dieser Eingewöhnungsphase kaum noch Probleme. Falls die Beschwerden nach 4 Wochen nicht nachlassen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Retardtabletten oder eine Dosisanpassung.

Wann sollte ich die Einnahme von Glucophage beenden?

Setzen Sie Glucophage nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Ein abruptes Absetzen kann zu gefährlich hohen Blutzuckerwerten führen. Gründe für ein Absetzen können schwere Nebenwirkungen, Nierenfunktionsverschlechterung oder bevorstehende Operationen sein. Ihr Arzt wird Sie dabei begleiten.

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