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Wie hoch ist der Nevolat-Preis 2026 in Deutschland?

DoktorABC Redaktionsteam
Zuverlässige und geprüfte medizinische Informationen, zusammengestellt von unserem Redaktionsteam und Ärzten. Redaktionsprozess.

Nevolat kostet in Deutschland je nach Therapiephase rund 79 bis 129 Euro pro Monat und ist damit aktuell das günstigste Liraglutid-Präparat zur Gewichtsreduktion. Weil es sich um ein verschreibungspflichtiges Selbstzahler-Medikament handelt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten zumeist nicht.
Hier erfahren Sie
  • Was Nevolat in Deutschland kostet und warum der Preis je Apotheke variieren kann
  • Wie hoch der Nevolat-Preis pro Monat ist und was die gesamte Behandlung kostet
  • Was die Nevolat-Spritze als Fertigpen ausmacht und wie sich das im Preis widerspiegelt
  • Was Nevolat von Zentiva kostet und wie es im Vergleich zu anderen Präparaten dasteht
  • Wann die Krankenkasse Nevolat zahlt und welche Einschränkungen es gibt

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Variiert der Nevolat-Preis je nach Apotheke?

Ja, der Nevolat-Preis kann sich von Apotheke zu Apotheke unterscheiden. Der Grund liegt in der Art der Verordnung: Nevolat wird zur Gewichtsreduktion als Selbstzahler-Leistung auf Privatrezept abgegeben. 

Anders als bei Medikamenten auf Kassenrezept gilt hier keine einheitliche Preisbindung über die Arzneimittelpreisverordnung – jede Apotheke kann ihren Abgabepreis also selbst kalkulieren.

In der Praxis bewegt sich der Preis dennoch in einem überschaubaren Rahmen. Üblich sind je nach Therapiephase und Packungsgröße etwa 79 bis 129 Euro pro Monat. Dass die Preise leicht schwanken, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • Packungsgröße: Nevolat ist als Fertigpen in zwei Größen erhältlich – mit 3 Pens (3×3 ml) und mit 5 Pens (5×3 ml).
  • Dosis bzw. Therapiephase: In der Aufdosierungsphase wird weniger Wirkstoff verbraucht als unter der vollen Erhaltungsdosis.
  • Anbieter: Vor-Ort-Apotheken und Versandapotheken kalkulieren unterschiedlich; ein Preisvergleich kann sich daher lohnen.

Gut zu wissen

Zum Gesamtpreis können kleinere Zusatzkosten hinzukommen – etwa für die separat erhältlichen Injektionsnadeln, die nicht im Lieferumfang des Pens enthalten sind, sowie für die ärztliche Beratung und das Rezept.

Welche Packungsgröße und Dosierung für Sie infrage kommen, hängt von Ihrer ärztlichen Verordnung ab. Eine Übersicht zur Anwendung finden Sie auf unserer Nevolat-Behandlungsseite.

Was kostet Nevolat pro Monat?

Wie viel Nevolat pro Monat kostet, hängt von der Therapiephase ab – denn die Dosis wird zu Beginn langsam gesteigert. Die Behandlung startet mit 0,6 mg täglich und wird etwa im Wochenabstand in 0,6-mg-Schritten erhöht, bis die volle Erhaltungsdosis von 3,0 mg pro Tag erreicht ist. 

Diese Aufdosierung dauert in der Regel rund fünf Wochen und dient der besseren Verträglichkeit.

Daraus ergeben sich zwei typische Preisstufen:

Therapiephase Tägliche Dosis Packung Ungefährer Preis pro Monat
Aufdosierung (ca. Woche 1–5) 0,6 → 3,0 mg (steigend) 3 Pens (3×3 ml) ca. 79 €
Erhaltungstherapie 3,0 mg täglich 5 Pens (5×3 ml) ca. 129 €

Ein Fertigpen enthält 18 mg Wirkstoff. Unter der vollen Dosis von 3,0 mg täglich reicht ein Pen damit etwa sechs Tage – eine 5-Pen-Packung deckt also rund einen Monat ab. In der Aufdosierungsphase wird weniger verbraucht, weshalb hier die kleinere 3-Pen-Packung genügt.

Wie lange die gesamte Behandlung dauert, lässt sich nicht pauschal sagen: Das legt die behandelnde Ärztin oder der Arzt individuell fest und überprüft den Verlauf regelmäßig. Über mehrere Monate summieren sich die Kosten entsprechend – nach dem günstigeren Einstiegsmonat fallen für die Erhaltungstherapie monatlich rund 129 Euro an, hinzu kommen Nadeln und ärztliche Beratung.

Achtung !

Verändern Sie die Dosis niemals eigenmächtig, um Kosten zu sparen oder schneller Ergebnisse zu erzielen. Die Tagesdosis von 3,0 mg darf nicht überschritten werden, und die schrittweise Aufdosierung ist wichtig für die Verträglichkeit. Halten Sie sich immer an den ärztlichen Therapieplan.

Was kostet die Nevolat-Spritze als Fertigpen?

Nevolat ist keine klassische Einwegspritze, sondern ein vorgefüllter Injektionspen (Fertigpen). Der Wirkstoff Liraglutid wird damit einmal täglich selbst unter die Haut gespritzt (subkutan) – etwa in den Bauch, den Oberschenkel oder den Oberarm. 

Über ein Einstellrädchen lassen sich die Dosisstufen 0,6, 1,2, 1,8, 2,4 und 3,0 mg bequem einstellen, was die schrittweise Aufdosierung einfach macht.

Die Pen-Form bringt im Alltag mehrere Vorteile:

  • Einfache Handhabung: vorgefüllt, mit klar einstellbaren Dosisstufen – kein Aufziehen nötig
  • Flexible Dosierung: ideal für die wochenweise Steigerung in 0,6-mg-Schritten
  • Diskret und mobil: kompakt, gut für unterwegs (gekühlte Lagerung beachten)
  • Tägliche Routine: konstante Wirkstoffspiegel durch die tägliche Anwendung

Nevolat ist in zwei Packungsgrößen erhältlich. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Pens:

Packung Inhalt Typische Phase Ungefährer Preis
3 Pens 3×3 ml (je 18 mg) Aufdosierung / Einstieg ca. 79 €
5 Pens 5×3 ml (je 18 mg) Erhaltungstherapie (1 Monat) ca. 129 €

Gut zu wissen

Der Pen ist ein Hilfsmittel zur Anwendung – den Preis bestimmt der enthaltene Wirkstoff, nicht die Spritzenform selbst. Eine genaue Anleitung zur Anwendung besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Was kostet Nevolat von Zentiva im Vergleich zum Originalpräparat?

Nevolat ist ein Produkt des Herstellers Zentiva und das erste Liraglutid-Generikum zur Gewichtsreduktion in Deutschland. Genau das erklärt den Preis: Als Generikum greift Nevolat auf einen bereits etablierten Wirkstoff zurück, dessen Patentschutz Ende 2024 ausgelaufen ist.

Die teure Neuentwicklung entfällt, was Nevolat deutlich günstiger macht als das Originalpräparat.

Der Preisunterschied zum Original Saxenda (Novo Nordisk) ist erheblich:

Präparat Hersteller Packung (5 Pens à 3 ml) Ungefährer Listenpreis
Nevolat Zentiva 5×3 ml ca. 129 € (Erhaltungsmonat)
Saxenda (Original) Novo Nordisk 5×3 ml ca. 291 €

Beide enthalten denselben Wirkstoff Liraglutid in identischer Konzentration (6 mg/ml) und sind bioäquivalent – Nevolat wirkt also wie Saxenda, kostet aber nur etwa die Hälfte. Solche Preisnachlässe von rund 50 bis 70 Prozent gegenüber dem Original sind bei Generika üblich.

Ein direkter Markenvergleich ist derzeit kaum möglich: Nevolat ist erst seit Anfang 2026 erhältlich und aktuell das einzige Liraglutid-Generikum zur Gewichtsreduktion auf dem deutschen Markt. Weitere Hersteller befinden sich allerdings im Zulassungsprozess.

Zahlt die Krankenkasse Nevolat?

In der Regel nicht: Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernehmen die Kosten für Nevolat zur Gewichtsreduktion nicht. Grund ist der sogenannte Lifestyle-Ausschluss in § 34 Abs. 1 SGB V. 

Danach sind Arzneimittel, die „zur Abmagerung oder zur Zügelung des Appetits, zur Regulierung des Körpergewichts" dienen, ausdrücklich von der Erstattung ausgenommen. 

GLP-1-Präparate zur Gewichtsreduktion – darunter Liraglutid (Saxenda, Nevolat), Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro) – werden über die Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) entsprechend eingeordnet. Diese Praxis wurde 2025 auch gerichtlich bestätigt.

Für die Verordnung bedeutet das:

  • Kein Kassenrezept zur Gewichtsreduktion: Nevolat wird in dieser Indikation auf Privatrezept verordnet, die Kosten tragen Patientinnen und Patienten selbst.
  • Mögliche Ausnahme bei Typ-2-Diabetes: Liegt zusätzlich ein diagnostizierter Typ-2-Diabetes vor und wird ein Liraglutid-Präparat primär dafür eingesetzt, kann eine Kostenübernahme infrage kommen – maßgeblich ist jedoch die jeweilige Zulassung des konkreten Präparats. Nevolat selbst ist ausschließlich zur Gewichtsregulierung zugelassen.
  • Private Krankenversicherung (PKV): Hier ist eine Erstattung im Einzelfall möglich, wenn die medizinische Notwendigkeit (z. B. Adipositas mit Begleiterkrankungen) gut dokumentiert ist und der Tarif dies abdeckt.

Achtung !

Nevolat ist verschreibungspflichtig und darf nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden – die Indikation (Adipositas mit BMI ab 30 bzw. ab 27 mit Begleiterkrankung) stellt stets Ihr behandelnder Facharzt.

Fazit: Die Preise für Nevolat schwanken stark

Nevolat ist als erstes Liraglutid-Generikum derzeit die günstigste Abnehmspritze in Deutschland – mit rund 79 bis 129 Euro pro Monat je nach Therapiephase. Weil GLP-1-Präparate zur Gewichtsreduktion als Lifestyle-Arzneimittel gelten, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht; Nevolat wird auf Privatrezept als Selbstzahler-Leistung abgegeben. 

Da keine gesetzliche Preisbindung gilt, lohnt sich ein Apothekenvergleich. Ob Nevolat für Sie infrage kommt und in welcher Dosierung, entscheidet immer die ärztliche Beurteilung.

FAQ

Was kostet Nevolat pro Monat?

Je nach Therapiephase rund 79 Euro in der Aufdosierung und etwa 129 Euro pro Monat unter der vollen Erhaltungsdosis, zuzüglich Nadeln und ärztlicher Beratung.

Warum ist Nevolat günstiger als Saxenda?

Nevolat ist ein Generikum mit demselben Wirkstoff (Liraglutid). Da die teure Neuentwicklung entfällt, kostet es nur etwa die Hälfte des Originals Saxenda.

Variiert der Nevolat-Preis je nach Apotheke?

Ja. Nevolat wird auf Privatrezept abgegeben und unterliegt keiner gesetzlichen Preisbindung. Die Apotheken kalkulieren ihre Preise daher selbst.

Zahlt die gesetzliche Krankenkasse Nevolat?

In der Regel nicht. Nach § 34 SGB V gelten Mittel zur Gewichtsreduktion als Lifestyle-Arzneimittel und sind von der Erstattung ausgeschlossen.

In welchen Fällen wird Nevolat doch erstattet?

Bei privat Versicherten ist eine Erstattung im Einzelfall möglich, wenn medizinische Notwendigkeit und Tarif dies hergeben. Bei der GKV bleibt es ausgeschlossen.

In welchen Packungsgrößen gibt es Nevolat?

Nevolat ist als Fertigpen in zwei Größen erhältlich: mit 3 Pens (3×3 ml) für den Einstieg und mit 5 Pens (5×3 ml) für die Erhaltungstherapie.

Sind Nadeln im Nevolat-Preis enthalten?

Nein. Die Injektionsnadeln sind nicht im Lieferumfang des Pens enthalten und müssen separat erworben werden – meist für wenige Euro.

Wie lange dauert die Behandlung mit Nevolat?

Das legt die behandelnde Ärztin oder der Arzt individuell fest und überprüft den Verlauf regelmäßig. Üblich ist eine Anwendung, solange sie medizinisch sinnvoll ist.

Braucht man für Nevolat ein Rezept?

Ja. Nevolat ist verschreibungspflichtig und wird zur Gewichtsreduktion auf Privatrezept abgegeben – ohne ärztliche Verordnung ist es nicht erhältlich.

Wer darf Nevolat anwenden?

Erwachsene mit Adipositas (BMI ab 30) oder mit Übergewicht ab BMI 27 plus Begleiterkrankung – die Eignung beurteilt immer die Ärztin oder der Arzt.

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