Herzlichen Glückwunsch!

Ihr Gutscheincode wurde erfolgreich angewendet, Sie können den Rabatt auf der Checkout-Seite sehen.

Ihr Gutscheincode wurde erfolgreich angewendet, Sie können den Rabatt auf der Checkout-Seite sehen.
Menu
Entdecken
Medizinisches Cannabis NEU
Ihre letzten Bestellungen

Myrcen: Wirkung, Vorkommen und Bedeutung im medizinischen Cannabis

DoktorABC Redaktionsteam
Zuverlässige und geprüfte medizinische Informationen, zusammengestellt von unserem Redaktionsteam und Ärzten. Redaktionsprozess.

Myrcen, chemisch auch als Beta-Myrcen bezeichnet, ist ein monocyclisches Monoterpen und das am häufigsten vorkommende Terpen in Cannabis. Es dominiert das Terpenprofil von mehr als 50 % aller Cannabissorten und macht dabei typischerweise 0,2 bis über 2 % der gesamten Terpenfraktion aus. In besonders myrcenreichen Sorten kann es sogar den Löwenanteil des gesamten Terpenprofils stellen.
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen
  • Was Myrcen chemisch ist und wo es in der Natur vorkommt
  • Warum Myrcen das dominierende Terpen in Cannabis ist
  • Welche Wirkungen Myrcen im Körper entfaltet
  • Wie Sie myrcenreiche Produkte für die medizinische Therapie auswählen
  • Was die aktuelle Wissenschaft dazu sagt
  • Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen bekannt sind

Beantragen Sie jetzt Ihr Rezept für medizinisches Cannabis

Erhalten Sie Unterstützung von erfahrenen Gesundheitsspezialisten. Starten Sie Ihren Weg zu einer Therapie mit medizinischem Cannabis.

Rezept beantragene
Käuferschutz
Käuferschutz
★★★★★ 4,81 Sehr gut

Warum ist Myrcen so besonders?

Was Myrcen so bedeutsam macht, ist nicht allein seine Häufigkeit: Es besitzt ein ausgeprägtes pharmakologisches Profil mit sedativen, analgetischen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Zudem spielt es eine Schlüsselrolle im Entourage-Effekt, dem synergetischen Zusammenwirken von Cannabinoiden und Terpenen, das die Gesamtwirkung eines Cannabispräparats maßgeblich mitbestimmt.

Myrcen findet sich nicht nur in Cannabis. In der Natur kommt es in Hopfen, Mango, Zitronengras und Thymian vor, wobei Hopfen besonders reich daran ist. Die charakteristisch würzige, leicht fruchtige Note mancher Biersorten stammt teilweise von Myrcen. In Mango ist es für den typisch süßlich-tropischen Duft mitverantwortlich.

Dass Cannabis besonders reich an Myrcen ist, hat vor allem genetische Gründe: Bestimmte Cannabislinien haben im Laufe der Züchtungsgeschichte Biosynthesewege ausgebildet, die überproportional viel Myrcen produzieren. Hinzu kommen Umweltfaktoren wie Lichtintensität, Temperatur und Erntezeitpunkt, die den endgültigen Myrcengehalt einer Blüte stark beeinflussen.

Wie häufig kommt Myrcen in medizinischem Cannabis vor?

Myrcen ist in medizinischem Cannabis so präsent, dass es in vielen Produkten das dominante Terpen überhaupt ist. Typische Konzentrationen in Blüten liegen zwischen 0,2 und 2,5 %, wobei Werte über 0,5 % bereits als myrcenreich gelten und mit spürbaren sedativen Effekten assoziiert werden.

Der Gehalt hängt von zwei zentralen Faktoren ab. Erstens von der Genetik: Indica-dominante Sorten weisen im Durchschnitt deutlich höhere Myrcengehalte auf als Sativa-dominante. Sorten wie Granddaddy Purple, Northern Lights und Blue Dream gehören zu den klassischen Hochmyrcen-Sorten und werden entsprechend häufig für Schlaf- und Schmerzindikationen eingesetzt.

Zweitens vom Anbau und der Verarbeitung: Späte Ernte, hohe Lichtintensität in der Blütephase und schonende Trocknung begünstigen einen höheren Myrcengehalt. Wie Linalool ist auch Myrcen thermolabil und flüchtig, weshalb unsachgemäße Trocknung oder Lagerung bei Wärme und Licht den Terpengehalt erheblich reduzieren kann.

Wie lese ich den Myrcengehalt im Laborbericht?

In Deutschland verfügen medizinische Cannabisprodukte über ein Certificate of Analysis (CoA), das neben dem Cannabinoidgehalt auch das Terpenprofil ausweist. Achten Sie auf die Myrcen-Zeile im Terpenpanel. Werte über 0,5 % deuten auf ein sedativ geprägtes Produkt hin, das sich besonders für Abend- und Nachtanwendung bei Schlafstörungen oder chronischen Schmerzen eignet.

Werte darunter lassen ein weniger sedierendes Profil erwarten.

Gut zu wissen:

Bitten Sie Ihre Apotheke ausdrücklich um das aktuelle CoA des Produkts. Terpenwerte können zwischen Chargen desselben Produkts variieren, weshalb chargenbezogene Analysen besonders wertvoll sind.

Wie wirkt Myrcen im Körper?

Myrcen entfaltet seine Wirkungen über mehrere Mechanismen, die sich gegenseitig ergänzen und im Verbund mit Cannabinoiden synergetisch verstärken können.

Präklinische Studien deuten auf sedative, analgetische und entzündungshemmende Eigenschaften von Myrcen hin. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst die Haupteffekte zusammen: „The main reported biological properties of β-myrcene—anxiolytic, antioxidant, anti-ageing, anti-inflammatory, analgesic properties” 

Myrcen im Vergleich zu anderen Cannabis-Terpenen

Terpene Aroma Hauptwirkungen Beste Indikationen
Myrcen Erdig, kräuterartig, Mango Sedativ, analgetisch, muskelrelaxierend, entzündungshemmend Insomnie, chronischer Schmerz, Arthritis
Linalool Blumig, Lavendel Anxiolytisch, sedativ, antikonvulsiv Angststörungen, Insomnie, Epilepsie
Beta-Caryophyllen Pfeffrig, holzig Entzündungshemmend (CB2-Agonist), analgetisch Arthritis, neuropathischer Schmerz, Kolitis
Alpha-Pinen Kiefer, frisch Bronchodilatierend, gedächtnisfördernd, wachmachend Asthma, kognitive Unterstützung, ADHS
Limonen Zitrus, frisch Stimmungsaufhellend, anxiolytisch Depression, leichte Angst, Erschöpfung

Wirkt Myrcen sedierend und muskelentspannend?

Der bekannteste Effekt von Myrcen ist seine sedierende und muskelrelaxierende Wirkung. In tierexperimentellen Studien verlängerte Myrcen die Schlafdauer signifikant und verstärkte die sedierende Wirkung von Barbituraten. 

Dieser Effekt wird teilweise über eine Interaktion mit Alpha-2-adrenergen Rezeptoren und eine Modulation des GABA-Systems vermittelt. In der Cannabis-Community gilt ein Myrcengehalt über 0,5 % als Schwellenwert für den sogenannten Couch-Lock-Effekt, also eine ausgeprägte körperliche Schwere und Bewegungsunlust, die manche Konsumenten kennen. 

Wie wirkt Myrcen gegen Schmerzen und Entzündungen?

Myrcen wirkt über mehrere Wege schmerzlindernd. Es moduliert TRPV1-Rezeptoren, die an der Schmerzverarbeitung und Entzündungsreaktion beteiligt sind, und hemmt den COX-Signalweg, über den klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen ebenfalls wirken.  

Zusätzlich aktiviert es Opioid-Rezeptoren im Zentralnervensystem, was zur analgetischen Wirkung beiträgt, ohne die typischen Nebenwirkungen von Opioid-Medikamenten hervorzurufen.

Bei entzündlichen Erkrankungen hemmt Myrcen die Synthese pro-inflammatorischer Prostaglandine und zeigt in Tiermodellen vergleichbare entzündungshemmende Wirkung zu etablierten nicht-steroidalen Antirheumatika.

Wie beeinflusst Myrcen den Entourage-Effekt und die Blut-Hirn-Schranke?

Eine besonders interessante Eigenschaft von Myrcen ist die mögliche Verbesserung der Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität. Es gibt Hinweise, dass Myrcen den Transport anderer Wirkstoffe ins Gehirn erleichtern kann, was die Wirkung von THC verstärken und beschleunigen würde. 

Dieser Mechanismus ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt, erklärt aber möglicherweise, warum myrcenreiche Sorten von vielen Patienten als intensiver und schneller wirkend wahrgenommen werden. 

Im Entourage-Effekt ergänzt Myrcen die Wirkung von THC durch Potenzierung sedativer und analgetischer Effekte und die Wirkung von CBD durch eine additive Entzündungshemmung. Die Kombination aus hohem Myrcen- und moderatem THC-Gehalt gilt als besonders wirksam bei Schlafstörungen und chronischen Schmerzen. 

Welches Aroma hat myrcenreiches Cannabis?

Sensorisch verleiht Myrcen Cannabissorten ein erdiges, kräuterartiges Grundaroma mit einer fruchtigen, mangohaften Note. Dieser Duft ist nicht nur charakteristisch, sondern auch therapeutisch relevant: Schon die Inhalation des Aromas kann über olfaktorische Bahnen limbische Strukturen beeinflussen und zur entspannenden Gesamtwirkung beitragen.

Warnung!

Myrcen ersetzt keine etablierte medizinische Behandlung. Der Einsatz im Rahmen der Cannabistherapie sollte stets in Abstimmung mit einem erfahrenen Arzt erfolgen.

Praktische Empfehlungen: Wie wähle ich myrcenreiche Cannabis-Produkte?

Für Patienten, die gezielt von den Eigenschaften des Myrcens profitieren möchten, sind folgende Punkte bei der Produktauswahl entscheidend.

Fordern Sie das Certificate of Analysis (CoA) an und achten Sie auf Myrcenwerte über 0,5 %. Indica-dominante oder Indica-hybride Sorten weisen statistisch häufiger hohe Myrcengehalte auf. Sorten wie Granddaddy Purple, Northern Lights und ähnliche genetische Linien gelten als klassische Hochmyrcen-Präparate und werden in der medizinischen Literatur entsprechend erwähnt.

Bei der Einnahmeform gilt: Vaporisation bei 150 bis 170 °C erfasst Myrcen optimal, da es einen Siedepunkt von etwa 167 °C hat. Niedrigere Temperaturen können Myrcen nicht vollständig verdampfen, höhere Temperaturen können es thermisch abbauen. Orale Einnahme über Extrakte oder Kapseln bietet eine gleichmäßigere und länger anhaltende Terpenexposition.

Zur Lagerung: Myrcen ist oxidations- und lichtempfindlich. Bewahren Sie Ihr Präparat kühl, dunkel und luftdicht auf. Bereits nach wenigen Wochen unsachgemäßer Lagerung kann der Myrcengehalt spürbar sinken.

Bezüglich Kombinationsstrategien gilt: Myrcen und Linalool ergänzen sich gut bei Schlaf- und Angstindikationen. Myrcen und Beta-Caryophyllen bilden eine starke antientzündliche Kombination bei Schmerzsyndromen. Bei tagsüber benötigter Schmerzlinderung ohne starke Sedierung empfehlen Experten Sorten mit niedrigerem Myrcengehalt und höherem Limonen- oder Alpha-Pinen-Anteil.

Gut zu wissen:

Der volkstümliche Ratschlag, vor dem Cannabis-Konsum Mango zu essen, um die Wirkung zu verstärken, basiert auf dem Myrcengehalt der Frucht. Ob die orale Aufnahme von Mango-Myrcen tatsächlich die Cannabis-Wirkung moduliert, ist wissenschaftlich nicht belegt, aber pharmakologisch nicht unplausibel.

Welche Nebenwirkungen hat Myrcen?

Myrcen gilt in den bei medizinischem Cannabis üblichen Konzentrationen als gut verträglich und wird von der EFSA als sicherer Lebensmittelzusatzstoff eingestuft. Dennoch sind einige Punkte zu beachten.

Die stärkste und häufigste unerwünschte Wirkung ist ausgeprägte Sedierung. Patienten, die myrcenreiche Produkte tagsüber anwenden, können unter starker Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und eingeschränkter Reaktionsfähigkeit leiden. Das Führen von Fahrzeugen und die Bedienung von Maschinen sind während der Wirkdauer nicht empfehlenswert.

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Sedativa, Benzodiazepinen oder Alkohol kann Myrcen die sedierende Wirkung potenzieren. Diese Kombination sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Hinzu kommen die allgemeinen Risiken THC-haltiger Cannabispräparate, die unabhängig vom Terpenprofil bestehen.

Achtung!

Schwangere, Stillende, Personen unter 25 Jahren sowie Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestehender Abhängigkeitserkrankung sollten Cannabis und seine Terpene nur unter strenger ärztlicher Aufsicht verwenden.

Fazit

Myrcen ist nicht nur das häufigste Terpen in Cannabis, sondern auch eines der pharmakologisch wirksamsten. Seine sedativen, analgetischen und entzündungshemmenden Eigenschaften sind präklinisch gut belegt, und seine Rolle im Entourage-Effekt macht es zum wichtigsten Terpene für Patienten mit Schlafstörungen und chronischen Schmerzen.

Wer gezielt von Myrcen profitieren möchte, sollte das Certificate of Analysis seines Präparats kennen, auf Werte über 0,5 % achten und Indica-dominante Sorten bevorzugen. Die Produktwahl sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, der das Terpenprofil als Teil der Gesamttherapiestrategie berücksichtigt.

FAQ

Welche Myrcen-Wirkung hat medizinisches Cannabis?

Myrcen wirkt primär sedierend, muskelrelaxierend und schmerzlindernd. In hohen Konzentrationen kann es den sogenannten Couch-Lock-Effekt auslösen, eine ausgeprägte körperliche Schwere und Entspannung. Zudem verstärkt es die Wirkung von THC und CBD über den Entourage-Effekt und wirkt entzündungshemmend über den COX-Signalweg.

Wie erkenne ich myrcenreiche Cannabis-Produkte?

Das sicherste Merkmal ist das Certificate of Analysis (CoA), das den Myrcengehalt in Prozent ausweist. Werte über 0,5 % gelten als myrcenreich. Indica-dominante Sorten mit erdiger, fruchtiger Aromanote sind häufig myrcenreich. Bitten Sie Ihre Apotheke ausdrücklich um das aktuelle CoA Ihres Produkts.

Ist Myrcen psychoaktiv?

Nein. Myrcen selbst ist nicht psychoaktiv. Es verstärkt jedoch die Wirkung von THC, was bei myrcenreichen THC-haltigen Präparaten zu einer intensiveren und länger anhaltenden Rauschwirkung führen kann. CBD-dominante Produkte mit hohem Myrcengehalt sind nicht psychoaktiv.

Was ist Beta-Myrcen?

Beta-Myrcen ist die in Cannabis und den meisten Pflanzen vorkommende Form des Myrcens und wird synonym mit dem Begriff Myrcen verwendet. Es ist die pharmakologisch aktive und am häufigsten untersuchte Myrcen-Variante.

Bei welcher Temperatur sollte ich myrcenreiches Cannabis vaporisieren?

Der Siedepunkt von Myrcen liegt bei etwa 167 °C. Für eine optimale Terpenaufnahme empfiehlt sich eine Vaporisationstemperatur zwischen 150 und 170 °C. Niedrigere Temperaturen verdampfen Myrcen nicht vollständig, höhere Temperaturen können es thermisch abbauen.

Kann Myrcen schläfrig machen?

Ja, das ist die häufigste und bekannteste Wirkung von Myrcen in höheren Konzentrationen. Patienten sollten myrcenreiche Produkte daher bevorzugt abends anwenden und keine sicherheitskritischen Tätigkeiten durchführen, solange die Wirkung anhält.

Welche Cannabissorten haben besonders viel Myrcen?

Indica-dominante Sorten wie Granddaddy Purple, Northern Lights und Blue Dream gehören zu den klassischen Hochmyrcen-Sorten. Im deutschen Medizinalcannabis-Markt ist das Terpenprofil auf dem CoA angegeben. Fragen Sie Ihre Apotheke nach Sorten mit dokumentiertem Myrcengehalt über 0,5 %.

Verstärkt Mango die Wirkung von Cannabis wegen Myrcen?

Dieser in der Cannabis-Community verbreitete Ratschlag basiert auf dem Myrcengehalt von Mango. Ob oral aufgenommenes Frucht-Myrcen tatsächlich die Cannabis-Wirkung messbar moduliert, ist wissenschaftlich nicht belegt. Pharmakologisch ist der Mechanismus zumindest plausibel, klinische Daten fehlen jedoch.

Diskrete Lieferung von Cannabis-Rezepten

Erhalten Sie umfassende Unterstützung während Ihrer Behandlung und lassen Sie sich Ihre Cannabis-Medikamente kostenlos nach Hause liefern.

Lieferung anfordern
Käuferschutz
Käuferschutz
★★★★★ 4,81 Sehr gut

Der medizinische Beirat von DoktorABC

DoktorABC medizinischer Beirat - Dr. med. Roland Michael Ruiken

Dr. med. Roland Ruiken

Medizinischer Berater, Norwegen

DoktorABC medizinischer Beirat - Dr. med. Salomé Apitz

Dr. med. Salomé Apitz

Medizinische Beraterin, Portugal

DoktorABC medizinischer Beirat - Dr. med. Viktor Simunovic

Dr. med. Viktor Simunovic

Medizinischer Berater, Kroatien

Zum medizinischen Beirat