Chlamydien Übertragung

Gibt es unterschiedliche Chlamydien, woher kommen sie und wie kann man einer Chlamydien-Übertragung vorbeugen? Im Allgemeinen gibt es drei Chlamydienarten, die mit unterschiedlichen Krankheitsbildern und Übertragungswegen einhergehen. Wird über Chlamydien berichtet, geht es meist um die sexuell übertragbaren Erreger der Chlamydia trachomatis. Andere Chlamydien werden hingegen durch die Luft oder von Vögeln auf den Menschen übertragen. 

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die verschiedenen Chlamydien, deren Übertragungswege, Vorbeugungsmaßnahmen und Risikogruppen.

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Chlamydien: Welche Übertragungswege gibt es?

Die Erregerfamilie der Chlamydien umfasst drei Erregertypen, von denen jeder seinen eigenen Übertragungsweg hat. Dazu gehören sie Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und die Chlamydia psittaci. Während eine Infektion mit Chlamydia trachomatis zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten zählt, werden Chlamydia psittaci von Vögeln auf den Menschen übertragen. Eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae überträgt sich hingegen durch den Speichelkontakt mit einem infizierten Menschen.

Chlamydia trachomatis

Wenn über Chlamydien berichtet wird, denken die meisten Menschen wohl in erster Linie an den Erregeryp Chlamydia trachomatis. Eine Infektion mit dieser Chlamydienart zählt zu den weltweit häufigsten Geschlechtskrankheiten und ist entsprechend bekannt. Allerdings gibt es auch unter den Chlamydia trachomatis drei Untergruppen, die mit verschiedenen Krankheitsbildern und Übertragungswegen einhergehen:

  • Serovaren A-C:
    • Verursachen Beschwerden der Augen (Bindehautentzündungen, Infektionen bis hin zur Erblindung)
    • Kommen vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen vor
  • Serovaren D-K:
    • Häufige sexuell übertragbare Krankheitserreger
    • Lösen hauptsächlich Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane aus
  • Serovaren L1-L3:
    • Auslöser der Geschlechtskrankheit Lymphogranuloma venereum
    • vor allem in Asien, Afrika, Südamerika und im Südosten der USA verbreitet

Eine Infektion mit den Serovaren A-C kommt vor allem in Ländern mit niedrigen Hygienestandards vor. Eine Übertragung kann durch infizierte Augenflüssigkeit, kontaminierte Hände und Textilprodukte entstehen. Zudem erfolgt die Chlamydien-Übertragung durch Fliegen. Ein guter Schutz gegen diese Chlamydien bietet die in Deutschland übliche Hygiene. Auf Reisen sollten Sie vor allem regelmäßig die Hände waschen. Zudem empfiehlt es sich, Gebiete mit hohem Fliegenaufkommen zu meiden und Handtücher möglichst nicht zu teilen.

Die Serovare D-K und L1-L3 werden hingegen hauptsächlich über Sexualverkehr übertragen, wobei in Deutschland vor allem die Serovare D-K eine Gefahr darstellen. Die Chlamydien übertragen sich über den Kontakt von Vaginalsekret, Urin oder Sperma zu den Schleimhäuten der Harnröhre, Scheide, des Penis oder des Enddarms. Eine Übertragung durch bloßes Anfassen der Körperflüssigkeiten entsteht ebenso wenig wie eine Infektion durch Küssen. Einen guten Schutz vor Chlamydia trachomatis bietet insbesondere das Tragen eines Kondoms oder eines Femidoms beim Sexualverkehr.

Chlamydia pneumoniae

Die Chlamydia pneumoniae gilt als weltweit verbreitete Ursache für Infekte der Atemwege. In Deutschland ist diese Chlamydienart trotz starken Aufkommens eher unbekannt. Laut dem RKI ist sogar davon auszugehen, dass jeder Mensch mindestens einmal im Leben Kontakt mit Chlamydia pneumoniae hat. Diese Chlamydien nutzen den Übertragungsweg durch die Luft und Speichelflüssigkeit. Sie führen zu Atemwegsinfekten und können beispielsweise eine Rachenentzündung, eine Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis auslösen. Gezielte Präventionsmaßnahmen sind für Chlamydia pneumoniae nicht bekannt.

Chlamydia psittaci

Chlamydia psittaci ist weltweit verbreitet und löst die in Deutschland meldepflichtige Erkrankung Ornithose aus. Die Krankheit führt abrupt zu grippeähnlichen Symptomen, darunter unter anderem Reizhusten, Fieber und Gliederschmerzen. In den letzten Jahren wurde eine Infektion mit diesen Chlamydien jedoch nur selten gemeldet.

Der Übertragungsweg von Chlamydia psittaci erfolgt über Vögel auf den Menschen. Dabei gelten Truthühner, Papageien, Enten und Tauben zu den häufigsten Infektionsquellen. Die Chlamydien befinden sich in den Federn, im Kot und den Atemwegssekreten. Sie können durch bloßes Einatmen oder die Berührung der Vögel bzw. dessen Absonderungen übertragen werden. Um eine Infektion zu vermeiden, gibt es für die Zucht und den Handel von Vögeln spezielle Vorgaben. Indem Sie sich von wild lebenden Vögeln, dessen Absonderungen und Federn fernhalten, können Sie einer Infektion vorbeugen. Von Mensch zu Mensch kann Chlamydia psittaci nicht übertragen werden.

Wie kann man eine Chlamydien-Übertragung vermeiden?

Jetzt wissen Sie von den verschiedenen Chlamydien, woher sie stammen und welche Beschwerden diese auslösen. Nun stellt sich die Frage, welche Vorbeugungsmaßnahmen Sie ergreifen können, um die unterschiedlichen Chlamydien-Übertragungswege zu durchkreuzen. Sexuell übertragbaren Chlamydien kann effektiv vorgebeugt werden, indem Sie auf geschützten Sexualverkehr bestehen. Tragen Sie ein Kondom oder ein Femidom und achten Sie auch beim Oralverkehr auf eine Barriere. Hier können Lecktücher einen guten Schutz bieten. Zudem sollten Sexspielzeuge möglichst nicht geteilt und bloß gereinigte Toys verwendet werden. Indem Sie Ihre Unterwäsche vor dem ersten Tragen waschen, beugen Sie zudem einer Schmierinfektion mit Chlamydia trachomatis vor. Außerdem sollten Sie immer eigene und saubere Handtücher und Waschlappen verwenden.

Um einer Ansteckung mit den Serovaren A-C vorzubeugen, sollten Hygienemaßnahmen, insbesondere auf Reisen, sorgsam durchgeführt werden. Vermeiden Sie Ansammlungen von Fliegen und waschen Sie Ihre Hände regelmäßig.

Für eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae gibt es bisher keine gezielte Maßnahme zur Vorbeugung. Hier hilft es nur, den Kontakt zu erkrankten Personen zu meiden. Die Chlamydien Ursache für Chlamydia psittaci bilden hingegen infizierte Vögel. Zur Vorbeugung einer Ansteckung sollte von Ansammlungen wild lebender Vögel Abstand genommen werden. Auch Federn und Absonderungen sollten Sie nicht anfassen. Bei Kontakt zu potenziell infizierten Vögeln sollte tunlichst Schutzkleidung und ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

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Um schwere Verläufe einer Chlamydieninfektion nach einer Ansteckung zu vermeiden, ist zudem eine schnelle Behandlung essenziell. Bei dem Verdacht einer Infektion empfiehlt es sich deshalb, vorsorglich einen Chlamydien-Test durchzuführen.

Wer ist besonders gefährdet?

Eine Chlamydieninfektion kann letztendlich jeden betreffen. Mit Chlamydia pneumoniae infiziert sich ohnehin jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben. Dennoch gibt es einige Risikogruppen, die besonders gefährdet sind, sich anzustecken. Da eine Infektion mit Chlamydia trachomatis in diesen Breitengraden hauptsächlich durch Sexualverkehr übertragen wird, kann sich letztendlich jede sexuell aktive Person infizieren. 

Ein erhöhtes Risiko für sexuell übertragbare Chlamydien tragen sexuell aktive Menschen, bei denen mindestens einer der folgenden Aspekte zutrifft:

  • Wechselnde Sexualpartner
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr
  • Inkonsequente Nutzung eines Schutzes beim Sex (z. B. Kondom)
  • Risikoreiche Sexualpraktiken, insbesondere Gruppensex
  • Prostitution oder dessen Nutzung
  • Übertriebene Intimhygiene
  • Mangelhafte Intimhygiene
  • Behandelte Infektion, ohne den Sexualpartner zu informieren (Neuansteckung)

Zudem sind mit HIV infizierte Personen besonders gefährdet. Die Erreger schwächen nämlich das Immunsystem, wodurch die körpereigene Abwehr die Chlamydien schlechter bekämpfen kann. Für eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae gibt es keine speziellen Risikofaktoren, ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht jedoch generell bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und älteren Personen. Besonders für eine Chlamydien-Übertragung mit Chlamydia psittaci gefährdet sind zudem Vogelzüchter, Vogelhändler und Ziervögelhalter.

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Medizinisch- fachlich geprüft
Hasan Igde
Hasan Igde ist promovierter Mediziner und Facharzt für Urologie und Uro-Onkologie. Er unterstützt DoktorABC mit seiner Expertise in Andrologie und Männergesundheit. Zu Igdes Fachgebieten zählen auch erektile Dysfunktion und weitere Gesundheitsprobleme des Mannes. Hasan Igde hat diesen medizinischen Content überprüft und bestätigt, dass er medizinisch auf dem neuesten Stand ist und die Informationen korrekt sind.
Letzte Aktualisierung am 25/05/2022

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