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Haarausfall - Finasterid

Haarausfall

Alopezie lautet der medizinische Fachbegriff für Haarausfall. Normalerweise fallen Haare aus und neue Haare wachsen nach. Es sind bis zu 100 Haare, die täglich verloren gehen. Wenn keine neuen Haare mehr nachwachsen, spricht man von Alopezie. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. Am weitesten verbreitet, und nicht als Krankheit eingestuft, ist der sogenannte androgenetische Haarausfall. Ein Großteil der Männer ist im Alter davon betroffen. Doch egal, welche Ursache, Haarausfall ist für die Betroffenen sehr belastend. Auch wenn es "nur" ein kosmetisches Problem ist, so kann Haarausfall erhebliche psychische Auswirkungen mit sich bringen. 

Rezeptpflichtige Arzneimittel:

Was sind die Hauptursachen für Haarausfall?

Für Haarausfall gibt es viele unterschiedliche Ursachen. Die drei häufigsten sind hier mit ihren Ursachen näher erläutert. 

Androgenetischer Haarausfall (AGA)

Übersetzt handelt es sich um einen hormonell-erblich bedingten Haarausfall. Androgene sind männliche Sexualhormone. Beim AGA wird eine bestimmte Reaktion der Haarfollikel auf Androgene vererbt. Die Haarfollikel reagieren zunehmend sensibel auf das Hormon, Dihydrosteron (DHT), eine aktive Form des Testosterons. In der Folge ziehen sich die Haarfollikel zusammen und verkürzen damit die Wachstumsphase der Haare. Oft kommen dann nur noch ganz dünne, kurze Haare oder gar keine neuen Haare mehr aus den Follikeln hervor. Bei vielen Männern beginnt dies schon mit dem 30. Lebensjahr. Auch bei Frauen ist das die häufigste Form von Haarausfall. Rund vierzig Prozent der Frauen sind im Alter davon betroffen. 

Androgenetischer Haarausfall, die Symptome 

Bei Männern beginnt dieser Prozess zuerst an den Seiten der Stirn. Die sogenannten Geheimratsecken werden sichtbar. Der gesamte Haaransatz an der Stirn verlagert sich weiter nach hinten. Dann geht das Haar auf dem Oberkopf zurück. Erst zum Schluss verdünnt sich auch der Haarkranz, von Schläfe zu Schläfe. Hier scheinen die Follikel nicht so empfindlich auf das Testosteron zu reagieren. Bei Frauen wird das Haar auf dem Kopf, rund um den Mittelscheitel, lichter. Der Bereich vergrößert sich mit der Zeit. In der Regel kommt es bei Frauen nur zu einer starken Ausdünnung der Haare in diesem Bereich, selten zu einer vollständigen Glatze. 

Kreisrunder Haarausfall

Alopezia areata ist der medizinische Ausdruck für den kreisrunden Haarausfall. Am häufigsten tritt er im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. Betroffen ist meistens das Haupthaar. Bei Männern mitunter auch der Bartbereich. Die Ursachen für diese plötzliche Erkrankung sind nicht gänzlich geklärt. Man nimmt an, dass eine Immunreaktion dahinter steckt. Eine überschießende Reaktion von Abwehrzellen, die sich aus unerklärlichen Gründen gegen die eigenen Haarwurzelzellen richten. Aber auch Vererbung und psychische Faktoren werden als mögliche Ursachen für einen kreisrunden Haarausfall nicht ausgeschlossen.

Das Erscheinungsbild und der Krankheitsverlauf können individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Einigen bilden sich die kahlen Stellen nach einer gewissen Zeit spontan wieder zurück. Für andere Betroffene kann dies der Beginn eines fortschreitenden Haarverlustes sein. 

Diffuser Haarausfall

Unter einer diffusen Alopezie leiden Frauen häufiger als Männer. Die Haare fallen gleichmäßig über den gesamten Kopf hinweg aus. Der Grund ist eine Schädigung der Haarwurzeln. Für diese Schädigung können viele Ursachen in Frage kommen: 

  • Mangelernährung, einseitige Ernährung, gestörte Nährstoffaufnahme oder -verwertung
  • Hormonschwankungen
  • Kopfhauterkrankungen
  • Eisenmangel
  • Stress
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (Chemotherapie, aber auch Lipidsenker, Gerinnungshemmer, Hormonpräparate u. a. )
  • Strahlentherapie, Schwermetallvergiftung
  • Infektionskrankheiten (Grippe, Scharlach, Syphilis, Tuberkulose, u. a.)
  • Schilddrüsenerkrankungen

Weitere Ursachen für Haarausfall

  • mechanische Schäden (durch straffes Zusammenbinden der Haare oder reibende Kopfbedeckungen, heißes Föhnen, Färben etc.)
  • Gewebeschäden an der Kopfhaut (Narben, Pilze, Flechten)
  • zwanghaftes Haare ausrupfen (Trichotillomantie)
  • angeborene Alopezie

Die richtige Diagnose

Wenn bei Ihnen, als Mann in den besten Jahren, der Haaransatz an der Stirn immer weiter zurückweicht, wird es sich mit ziemlicher Gewissheit um einen androgenetischen Haarausfall handeln. Doch bei vielen Formen des diffusen und kreisrunden Haarausfalls sind die Ursachen nicht so offensichtlich. Dann ist es notwendig, eine fundierte Diagnose zu erhalten. Haarausfall kann auch ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung sein. Die Diagnose ist wichtig, um weitere Schäden zu vermeiden. Außerdem ist eine genaue Diagnose auch wichtig für den Erfolg der eingeleiteten Therapie gegen den Haarausfall. 

Im Zweifelsfall sollte die hausärztliche Praxis die erste Anlaufstelle sein. Mit einer gründlichen Befragung und einer Blutuntersuchung können bereits erste Maßnahmen verordnet werden oder es erfolgt eine Überweisung in eine Facharztpraxis. Das kann zum Beispiel die Dermatologie sein oder, bei hormonellen Ursachen, die Endokrinologie. Bei der Befragung wird es unter anderem um Erkrankungen, familiäre Vorbelastungen und um Medikamente gehen. Speziellere Untersuchungen sind dann der Epilationstest (Haar Ausreißversuch), das Trichogramm (Bestimmung der Wachstumsphasen der Haare), die Haaranalyse sowie eine Gewebeprobe (Biopsie) der Kopfhaut. 

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Natürlich muss sich eine erfolgsversprechende Therapie gegen Haarausfall nach der jeweiligen Ursache richten. Doch gerade das ist in vielen Fällen nicht so einfach. Besonders beim androgenetischen und beim kreisrunden Haarausfall sind die Erfolge diverser Therapieformen individuell sehr unterschiedlich. In einigen Fällen bleibt die Therapie auch auf rein kosmetische Maßnahmen begrenzt. 

Grundsätzlich stehen folgende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • hormonell wirksame Medikamente, Hormone
  • Medikamente, die Einfluss auf das Immunsystem nehmen
  • Vitamin- und Aminosäuren-Präparate 
  • äußere Anwendung von Tinkturen, Cremes (z. B. Förderung der Kopfhautdurchblutung, Cortison)
  • Bestrahlung
  • Perücken und Toupets
  • Haartransplantation

Diffuser Haarausfall, der durch eine Grunderkrankung verursacht wird, bildet sich nach einer erfolgreichen Behandlung der Krankheit von selbst zurück. Sind Medikamente die Ursache, werden die Symptome ebenfalls nach dem Absetzen nachlassen. Müssen die Medikamente dauerhaft eingenommen werden, sollte zusammen mit der Ärztin, dem Arzt, nach Alternativen gesucht oder die Dosis variiert werden. 

Mittel gegen Haarausfall 

Es gibt im Grunde nur zwei Wirkstoffe auf dem Markt, die nachweislich gegen erblich bedingtem Haarausfall helfen können. Allerdings auch nicht in jedem Fall zu 100 Prozent. Denn die Wirkung kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Es handelt sich um die beiden Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil. Finasterid wird oral eingenommen. Minoxidil wird meistens in Form einer Tinktur oder eines Schaumes auf die Kopfhaut gegeben. 

Finasterid

Wie so viele andere Medikamente zuvor, so wurde auch Finasterid als Wirkstoff gegen Haarausfall zufällig entdeckt. Es war zunächst ein Arzneimittel zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung. Dass sich der Haarwuchs durch die Einnahme verbesserte, war also zunächst eine Nebenwirkung. Es folgten Anpassungen der Dosierung und weitere Untersuchungen, bis die ersten Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid gegen Haarausfall auf den Markt kamen. 

Bei einem hormonell erblich bedingten Haarausfall reagieren Rezeptoren in den Follikeln überempfindlich auf eine aktive Form des Testosterons. Finasterid verhindert, dass bestimmte Enzyme (5-alpha-Reduktase) Testosterion in diese aktive Form (Dihydrotestosteron) umwandeln können. Die Haarfollikel behalten ihre normale Größe und bieten neuen Haarwurzeln wieder eine gesunde Ausgangsbasis, um gesunde Haare wachsen zu lassen. Mit anderen Worten, Finasterid stoppt den Haarausfall und sorgt, in einigen Fällen, auch wieder für einen dichteren Haarwuchs. Der einzige Haken daran ist, dass der Haarausfall wieder fortschreitet, wenn das Finasterid abgesetzt wird. Bis zum Eintritt einer spürbaren Verbesserung können gut sechs Monate vergehen. Finasterid ist verschreibungspflichtig. Die Dosierungsempfehlung lautet eine Tablette (1 mg) täglich. Je früher man mit der Anwendung beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Für Frauen, auch mit androgenetischem Haarausfall, ist Finasterid nicht geeignet. 

Minoxidil

Minoxidil ist ein Mittel, das den Blutdruck senkt, indem es äußere, kleine Blutgefäße erweitert. Dies hat auch Auswirkungen auf die Blutgefäße der Haarfollikel. Genau wie bei Finasterid entdeckte man diese positive Auswirkung auf den Haarwuchs durch Zufall. Denn es wurde als Medikament gegen Bluthochdruck entwickelt. Dagegen kommt Minoxidil in Tablettenform heute nur noch selten zum Einsatz. Gegen Haarausfall wird Minoxidil in der Regel als Tonikum oder Schaum für die äußerliche Anwendung angeboten. Das Tonikum für Frauen ist niedriger dosiert, als das für Männer. Es stellte sich heraus, dass Frauen schneller auf Minoxidil ansprechen. Bei beiden stoppt es in den meisten Fällen das Fortschreiten eines androgenetischen Haarausfalls. Da Minoxidil äußerlich angewendet wird, kommt es nur selten zu unerwünschten Nebenwirkungen. Gelegentlich können Hautreizungen auftreten. Schwangere und Stillende sollten Minoxidil nicht anwenden. Diese Mittel sind rezeptfrei erhältlich, unter den Handelsnamen, Alopexy, Neocapil, Regaine oder Rogaine. Die Erfolgsaussichten sind individuell unterschiedlich. Wenn die Anwendung ausgesetzt wird, geht es weiter mit dem Haarausfall. Das Mittel muss zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Erste Erfolge sollten sich nach drei bis vier Monaten einstellen. 

Alfatradiol

Alfatradiol ist ein Wirkstoff in Tinkturen gegen Haarausfall. Es wird äußerlich angewendet. Alfatradiol wirkt auf zwei Ebenen: Es regt die Zellen zum Haarwachstum an. Es blockt, ähnlich dem Finasterid, die Umwandlung von Testosteron in die aktive Form. Am bekanntesten sind die beiden Lösungen Ell-Cranell appha und Pantostin. Der Wirkstoff soll den Haarausfall reduzieren und das Wachstum bei hormonell-erblich bedingtem Haarausfall bei Männern und Frauen fördern. 

Kortisonhaltige Medikamente

Bei einem kreisförmigen Haarausfall durch eine überschießende Immunabwehr kann ein kortisonhaltiges Mittel helfen. Es dämpft das Immunsystem und somit auch die übertriebenen Reaktionen an den Haarwurzeln. Diese Mittel werden häufig direkt auf die kahle Stelle gespritzt (z. B. Triamcinolon-Acetonid). Bei extrem großflächigen Kahlstellen kann es auch oral verabreicht werden. Allerdings ist bei diesen Mitteln auf Dauer immer mit heftigen Nebenwirkungen zu rechnen. Auch eine Behandlung mit Kortison-Tinkturen und Cremes ist möglich. Die Erfolge sind individuell sehr unterschiedlich. Wenn die Behandlung abgebrochen wird, fallen die Haare erneut wieder aus. 

Diphencypron

In einigen Fällen wird bei kreisrundem Haarausfall auch Diphencypron eingesetzt, die topische Immuntherapie. Dieses Mittel wird auf die kahlen Stellen aufgetragen und löst dort eine Kontaktallergie aus. Damit soll die Immunabwehr von den Haarzellen abgelenkt werden. Diese Behandlung ist recht aufwendig. Dafür sind über ein Jahr lang regelmäßige Besuche in einer Hautklinik notwendig. 

Antiandrogene

Für Frauen mit androgenetischem Haarausfall können auch hormonelle Präparate helfen. Die Erfolge fallen individuell sehr unterschiedlich aus. In bestimmten Antibabypillen sind diese Substanzen enthalten. Für Frauen in der Menopause stoppen die Substanzen Cyproteronacetat, Dienogest oder Chlormadinonacetat die Wirkung der androgenen Hormone. Männer dürfen diese Präparate nicht verwenden, da sie den Hormonhaushalt zu stark durcheinanderbringen würden.

Dithranol

Cignolin Salbe enthält den Wirkstoff Dithranol. In der Regel wird sie gegen Schuppenflechte eingesetzt. Aber auch bei kreisrundem Haarausfall kann diese teerartige Salbe das Haarwachstum anregen. Man geht davon aus, dass sie Einfluss auf den Zellstoffwechsel nimmt. Der genaue Wirkmechanismus auf das Haarwachstum ist noch nicht bekannt. 

PUVA

Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verbirgt sich eine Kombination aus einer Creme mit Psoralen (lichtaktiver Pflanzenstoff) und einer anschließenden UV-A Bestrahlung. Bei kreisrundem Haarausfall soll dies die Angriffe der Immunabwehr auf die eigenen Haarzellen stoppen. Die Erfolgsaussichten sind sehr unterschiedlich und insgesamt ähnlich wie bei der Behandlung mit Diphencypron. 

Haartransplantation

Eine Haartransplantation wirkt sofort, kann aber nur bei Männern mit erblich bedingtem Haarausfall erfolgreich angewendet werden. Kleine Gewebestücke vom Haarkranz werden dabei auf die kahlen Stellen gesetzt. Am Haarkranz reagieren die Follikel nicht so empfindlich auf das Testosteron. Bei kreisrundem Haarausfall ist diese Methode nicht zu empfehlen, da es an den kahlen Stellen jederzeit wieder zu einem erneuten Haarwuchs kommen könnte. 

Sonstige Mittel gegen Haarausfall

Apotheken und Drogerien bieten noch eine riesige Auswahl an weiteren rezeptfreien Mitteln gegen Haarausfall. Es gibt sie als Kapseln, Tabletten, Cremes, Tinkturen und Shampoos gegen Haarausfall frei zu kaufen. Eine nachweisliche Wirksamkeit dieser Mittel, wie zum Beispiel Koffein in Shampoos, konnte bisher noch nicht durch Studien belegt werden. 

Als Tipp sei noch hinzugefügt: Neben Toupets und Perücken, kann auch ein Gespräch mit der Frisörin, dem Frisör Wunder wirken. Lassen Sie sich über einen passenden Schnitt für wenig Haar oder um kahle Ansätze zu kaschieren, beraten.

Nicht zuletzt spielt auch die Psyche eine große Rolle. Akzeptanz wäre auf diesem Gebiet eine günstige Methode, mit optisch unerwünschten Bereichen umzugehen. Meistens ist man selbst ja viel kritischer mit seinem Äußeren als andere es je sind. Die meisten Freundinnen und Freunde hat man in der Regel nicht aufgrund seiner Haarpracht für sich gewonnen. 

Nahrungsergänzungsmittel 

Wenn ein konkreter Mangel eines Nährstoffes oder eine allgemeine Mangelernährung vorliegt, kann die Einnahme eines entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels helfen. Ob bei einem normalen Nährstoffstatus die zusätzliche Einnahme diverser Mittel hilft, dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Mittel, die in Fällen von diffusem und kreisrundem Haarausfall zur Auswahl stehen, sind in der regele Kombinationspräparate aus diesen Stoffen:

  • Zink
  • Kupfer
  • Selen
  • Biotin
  • Vitamin B5
  • B-Vitamine
  • Vitamin D
  • L-Cystin (Aminosäure)
  • Hirseextrakt
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Kieselsäure u. a.

Vorbeugung, Schonung

Besonders, um einen diffusen Haarausfall zu verhindern, lässt sich mit der richtigen Haarpflege etwas vorsorgen. Auch eine abwechslungsreiche Ernährung, sowie eine gesunde Lebensweise können Einfluss auf das Haarwachstum haben. Man hat zum Beispiel festgestellt, dass fettleibige Raucher eher unter Haarausfall leiden. Auch Stress ist ein Faktor, der Haarausfall fördern kann. 
Was die Haare selbst betrifft, so wissen sie eine schonende Behandlung zu schätzen.

Das heißt:

  • nicht zu lange und zu häufig die Haare stramm zusammenbinden
  • empfindliche Haare nach dem Waschen trocken drücken, nicht zu stark rubbeln
  • vorsichtig durchkämmen mit einer groben Naturbürste, grobzinkigem Naturkamm)
  • so wenig Chemie wie möglich ins Haar (besonders Färben, Dauerwelle, Glätten)
  • keine heiße Föhnluft

Die Prognosen bei Haarausfall

Die Prognosen, einen Haarausfall zu stoppen und sogar neue Haare wieder sprießen zu lassen, hängen stark von den jeweiligen Ursachen ab. Im häufigsten Fall, bei der androgenetischen Alopezie, gibt es im Prinzip gar keine Heilung. Lediglich zwei Mittel gelten erwiesenermaßen als erfolgreich den Haarausfall zu stoppen, das sind Minoxidil und Finasterid. Beide Mittel sind aber nur solange erfolgreich, wie sie angewendet werden.

Die Erfolgsaussichten auf eine Heilung bei diffusem und kreisrunden Haarausfall sind hingegen recht gut. Besonders, wenn bestimmte Mängel, mechanische Schäden oder vorüber gehende psychische oder körperliche Krisen die Ursache sind. Bei einem kreisrunden Haarausfall, als Autoimmungeschehen, sind die Therapien individuell sehr unterschiedlich erfolgreich. Ähnlich wie bei anderen allergischen Erkrankungen oder Autoimmunkrankheiten. 

Quellen: 

  • Dr. Werner, S. (2015): Ein haariges Problem. Formen des Haarausfalls und Therapiemöglichkeiten. Online verfügbar unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2015/daz-22-2015/ein-haariges-problem, zuletzt geprüft am 16.05.2018.
  • Hanneken S., Ritzmann S., Nöthen M.M., Kruse R (2003): Androgenetische Alopezie. Online verfügbar unter: https://www.springermedizin.de/androgenetische-alopezie/8023350, zuletzt geprüft am 16.05.2018.
  • Nickolaus, B. (1999): Androgenetische Alopezie: Finasterid bietet kausale Therapie. Online verfügbar unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/17449/Androgenetische-Alopezie-Finasterid-bietet-kausale-Therapie, zuletzt geprüft am 16.05.2018.
  • Raab, W. (2012): Haarerkrankungen in der dermatologischen Praxis. Springer, Berlin/ Heidelberg.