Herzlichen Glückwunsch!

Ihr Gutscheincode wurde erfolgreich angewendet, Sie können den Rabatt auf der Checkout-Seite sehen.

Ihr Gutscheincode wurde erfolgreich angewendet, Sie können den Rabatt auf der Checkout-Seite sehen.
Menu
Entdecken
Medizinisches Cannabis NEU

Was ist Cannabisextrakt und wie wirkt es?

DoktorABC Redaktionsteam
Zuverlässige und geprüfte medizinische Informationen, zusammengestellt von unserem Redaktionsteam und Ärzten. Redaktionsprozess.

Ein Cannabisextrakt ist ein medizinischer Auszug aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.), der konzentrierte Wirkstoffe wie Cannabinoide (THC, CBD) und Terpene enthält. Durch moderne Extraktionsverfahren wird ein hochreines Produkt gewonnen, das in Deutschland zur Behandlung bestimmter Erkrankungen verschreibungspflichtig ist. Cannabisextrakte bieten im Vergleich zu Cannabisblüten eine präzisere Dosierung, gleichmäßigere Wirkung und meist längere Wirkdauer, was sie besonders für medizinische Zwecke geeignet macht.
Was Sie in diesem Artikel erfahren
  • Was Cannabisextrakt ist und wie es hergestellt wird
  • Welche Arten von Extrakten es gibt und wie sie sich unterscheiden
  • Wie Cannabisextrakte angewendet und dosiert werden
  • Welche Wirkungen und Nebenwirkungen sie haben können
  • Wer Cannabisextrakte verwenden darf und wer sie meiden sollte
  • Welche Vorteile sie gegenüber Blüten bieten
  • Wie die rechtliche Lage in Deutschland aussieht

Starten Sie Ihre Anfrage für ein medizinisches Cannabis-Rezept

Lassen Sie sich von qualifizierten Gesundheitsexperten beraten. Machen Sie den ersten Schritt, um Zugang zu medizinischen Cannabismedikamenten zu erhalten.

Rezept beantragen
Käuferschutz
Käuferschutz
★★★★★ 4,81 Sehr gut

Wie wird Cannabisextrakt hergestellt und woraus besteht er?

Cannabisextrakte entstehen durch die gezielte Extraktion der wirksamen Inhaltsstoffe aus medizinischem Cannabis mithilfe von CO₂, Ethanol oder anderen pharmazeutisch geeigneten Lösungsmitteln. Dabei werden vor allem Cannabinoide, aber auch Terpene und Flavonoide aus dem Pflanzenmaterial gelöst, konzentriert und anschließend gereinigt.

Das Ergebnis ist ein hochstandardisierter Auszug, der die wichtigsten Wirkstoffe der Pflanze in definierter Zusammensetzung enthält und sich dadurch besonders gut dosieren und reproduzierbar anwenden lässt.

Für die Wirkung eines Cannabisextrakts ist die Zusammensetzung folgender Substanzen entscheidend:

  • Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC): psychoaktiver Hauptwirkstoff
  • Cannabidiol (CBD): nicht psychoaktiv, wirkt entzündungshemmend und angstlösend
  • Terpene: Aromastoffe, die Geschmack und Synergieeffekte beeinflussen

Welche Extraktionsmethoden werden verwendet?

Zur Herstellung von Cannabisextrakten werden verschiedene Verfahren eingesetzt, um die aktiven Pflanzenstoffe aus dem Pflanzenmaterial zu lösen.

Die gebräuchlichsten Methoden sind die CO₂-Extraktion, Ethanolextraktion, lösungsmittelbasierte Verfahren sowie die Rosin-Pressung.

Jedes Verfahren unterscheidet sich hinsichtlich Reinheit, Ertrag und Anwendungsbereich. In der pharmazeutischen Produktion gelten CO₂- und Ethanolextraktion als Goldstandard, da sie ein reines, sicheres und standardisierbares Endprodukt liefern.

Verfahren Verfahren Vorteile
CO₂-Extraktion Hochdruckverfahren mit überkritischem Kohlendioxid, das Cannabinoide selektiv löst Sehr rein, rückstandsfrei, pharmazeutischer Standard
Ethanolextraktion Verwendung von Ethanol als Lösungsmittel zur Gewinnung von Cannabinoiden und Terpenen Effizient, erhält empfindliche Aromastoffe, geeignet für große Produktionsmengen
Lösungsmittelbasiert (Butan, Hexan) Industrielles Verfahren, bei dem flüchtige Lösungsmittel eingesetzt werden Kostengünstig, hoher Ertrag, aber nicht für medizinische Nutzung zugelassen
Rosin-Pressung Mechanisches Verfahren: Hitze und Druck extrahieren Harze ohne Chemikalien 100 % lösungsmittelfrei, natürliches Aroma bleibt erhalten, kleine Chargen möglich

Gut zu wissen:

Die Rosin-Pressung wird zunehmend in der Herstellung von CBD-Produkten und kleinen Apothekenchargen genutzt, da sie keine Lösungsmittelrückstände hinterlässt und die natürliche Zusammensetzung der Pflanze bewahrt.

Welche Arten von Extrakten gibt es im Angebot? 

Es gibt verschiedene Arten von Cannabisextrakten, die sich in Zusammensetzung und Wirkprofil unterscheiden. Die Wahl hängt davon ab, ob ein THC-haltiges oder THC-freies Produkt gewünscht ist und ob der natürliche Pflanzenverbund erhalten bleiben soll.

  • Vollspektrum-Extrakt: enthält alle natürlichen Inhaltsstoffe der Pflanze, inklusive THC, CBD, Terpene und Flavonoide; bewahrt die natürliche Zusammensetzung und nutzt den sogenannten Entourage-Effekt.
  • Breitspektrum-Extrakt: enthält mehrere Cannabinoide und Terpene, jedoch kein THC; geeignet für Patienten, die keine psychoaktive Wirkung wünschen.
  • Isolat: besteht ausschließlich aus einem isolierten Wirkstoff (meist CBD oder THC); frei von anderen Pflanzenstoffen, ideal für präzise medizinische Anwendungen.

Wie schmecken diese Cannabis-Extrakte?

Der Geschmack von Cannabisextrakten hängt stark von der Herstellungsmethode und der Art des Extrakts ab. CBD-Isolate sind nahezu geschmacksneutral, wobei Breitspektrum-Öle meist einen milderen, leicht grasigen Geschmack aufweisen. 

Vollspektrum-Extrakte hingegen sind gewöhnungsbedürftig und schmecken häufig erdig, bitter oder harzig, da sie viele natürliche Pflanzenstoffe enthalten.

Michael Sassano, CEO von SOMAÍ Pharmaceuticals nahm hierzu in einem Interview Stellung: “Chlorophyll, Fette, Lipide, Terpene und Phytochemikalien bleiben in Vollspektrum-Extrakten erhalten und tragen teilweise zum unangenehmen Geschmack bei. Durch das Entfernen von Terpenen vor der Decarboxylierung und deren Wiedereinführung in das Vollspektrum-Öl vermeiden wir thermische Isomerisierung, die zu schlechten Geschmäcken und Gerüchen führt.”

Wofür wird Cannabisextrakt angewendet?

Cannabisextrakte werden häufig zur Behandlung von chronischen Schmerzen, Spastiken bei Multipler Sklerose, Appetitlosigkeit, Übelkeit bei Chemotherapie, Angststörungen, Epilepsie und Schlafproblemen eingesetzt.

Das sind auch jene Indikationen, die mit Cannabisblüten verwendet werden.

Wie wird Cannabisextrakt eingenommen?

Cannabisextrakte können oral, sublingual, inhalativ oder topisch angewendet werden. Die Einnahmeform beeinflusst Wirkungseintritt, Dauer und Verträglichkeit.

Einnahmeform Beispielprodukte Wirkungseintritt Wirkdauer Vorteile Nachteile
Oral Öle, Kapseln 30–90 Minuten 4–8 Stunden Lang anhaltend Verzögerter Beginn
Sublingual Tropfen unter der Zunge 10–30 Minuten 3–6 Stunden Schnellere Wirkung Geschmack kann störend sein
Vaporisation Verdampfen des Extrakts 2–10 Minuten 2–4 Stunden Rascher Wirkungseintritt Kurze Dauer
Topisch Cremes, Salben lokal lokal begrenzt Keine systemische Wirkung Wirkung begrenzt auf Hautbereich

Sicherheitshinweis:

Inhalation durch Rauchen wird nicht empfohlen, da sie gesundheitsschädlich sein kann. Die Verdampfung (Vaporisation) ist die sichere Alternative.

Welche Einnahmeform ist die beste?

Die sublinguale Einnahme (Tropfen unter der Zunge) gilt als besonders gesund und effizient, um Cannabisextrakte anzuwenden. Dabei gelangen die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut direkt in den Blutkreislauf, ohne den Verdauungstrakt zu belasten oder durch die Lunge inhaliert zu werden.

Diese Form hat mehrere Vorteile:

  • Schneller Wirkungseintritt (10–30 Minuten)
  • Hohe Bioverfügbarkeit
  • Keine Belastung der Atemwege
  • Geringere Dosis notwendig als bei oraler Aufnahme

Auch orale Anwendungen (z. B. Kapseln oder Öle) sind gesundheitlich unbedenklich, wirken jedoch langsamer. Das Rauchen von Cannabis wird dagegen nicht empfohlen, da es die Atemwege reizen und Schadstoffe freisetzen kann.

Kann ich die Extrakte einfach so essen?

Grundsätzlich nein, Cannabisextrakte sollten nicht roh gegessen werden. Die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe liegen meist in inaktiver Form (THCA, CBDA) vor und müssen durch Erhitzen (Decarboxylierung) aktiviert werden, damit sie ihre Wirkung entfalten.

Zudem sind Extrakte hochkonzentriert, und schon kleine Mengen können starke Effekte hervorrufen. Daher ist eine präzise Dosierung (am besten nach ärztlicher Anweisung) unerlässlich.

Achtung:

Bei der oralen Einnahme dauert es meist 30–90 Minuten, bis die Wirkung einsetzt, da die Wirkstoffe erst über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Warten Sie sicherheitshalber mindestens 3 Stunden, bevor sie beurteilen, ob Sie eine weitere Dosis einnehmen möchten.

Wann ist eine topische Anwendung sinnvoll?

Eine topische Anwendung von Cannabisextrakt, also das Auftragen auf die Haut in Form von Cremes, Salben oder Gelen , ist sinnvoll, wenn lokale Beschwerden behandelt werden sollen. Dazu gehören vor allem Muskelschmerzen, Gelenkentzündungen, Hautirritationen oder Nervenschmerzen an klar begrenzten Körperstellen.

Topische Produkte wirken nicht psychoaktiv, da sie kaum in den Blutkreislauf gelangen, sondern direkt auf die betroffenen Haut- oder Gewebeschichten einwirken.

Diese Methode eignet sich besonders für Patienten, die keine innerliche Aufnahme wünschen oder zusätzlich zur oralen Therapie eine lokale Unterstützung benötigen.

Wie wird die Dosierung von Cannabisextrakt bestimmt?

Die Dosierung wird individuell festgelegt, abhängig von Indikation, Körpergewicht, Toleranz und Wirkstoffgehalt. Grundprinzip: „Start low, go slow“ (niedrig anfangen, langsam steigern). 2,5 mg THC/CBD pro Tag sind für viele Anwender ein guter Ausgangspunkt.

Achtung:

Selbstmedikation ohne ärztliche Begleitung kann zu Überdosierung oder Wechselwirkungen führen. Faktoren wie Alkoholkonsum, fettreiche Mahlzeiten, Grapefruitsaft oder bestimmte Medikamente (z. B. Antidepressiva) können die Wirkung und Dauer von THC deutlich verstärken.

Wie wirkt Cannabisextrakt im Körper?

Die Wirkung beruht auf der Interaktion von Cannabinoiden mit dem Endocannabinoid-System (ECS), einem physiologischen Netzwerk, das Schmerz, Stimmung, Schlaf, Appetit und Entzündung reguliert.

  • THC bindet an CB1-Rezeptoren im Gehirn → beeinflusst Schmerz, Stimmung, Appetit
  • CBD moduliert CB2-Rezeptoren im Immunsystem → wirkt entzündungshemmend und angstlösend
  • Beide können synergistisch wirken (Entourage-Effekt)

Welche Nebenwirkungen kann Cannabisextrakt haben?

Cannabisextrakte sind bei optimaler Dosierung in der Regel gut verträglich, können aber leichte bis mäßige Nebenwirkungen verursachen, meist dosisabhängig und vorübergehend.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Mundtrockenheit
  • Müdigkeit oder Schwindel
  • Konzentrationsstörungen
  • Appetitanstieg

Seltene, aber mögliche Reaktionen:

  • Paranoide Gedanken (bei hohem THC-Anteil)
  • Blutdruckabfall
  • Herzklopfen

Wer sollte Cannabisextrakte vermeiden oder vorsichtig anwenden?

Nicht alle Patientinnen und Patienten sind für eine Cannabistherapie geeignet. Bestimmte Personengruppen sollten auf Cannabisextrakte verzichten oder sie nur unter strenger ärztlicher Aufsicht verwenden, da gesundheitliche Risiken oder Wechselwirkungen bestehen können.

Wer Cannabisextrakte vermeiden sollte:

  • Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren
  • Schwangere und Stillende
  • Männer mit Kinderwunsch
  • Personen mit Psychosen, Schizophrenie, bipolarer Störung oder Depression
  • Patienten mit Herz-, Leber-, Nieren- oder Lungenerkrankungen
  • Personen, die Sedativa, Antidepressiva, Antiepileptika, HIV-Medikamente, Blutdruckmittel oder Johanniskraut einnehmen
  • Menschen mit Alkohol- oder Drogenkonsum

Wie unterscheidet sich Cannabisextrakt von Cannabisblüten?

Cannabisextrakte sind konzentrierter, standardisierter und gleichmäßiger dosierbar als Blüten. Dadurch lässt sich die therapeutische Wirkung besser steuern, und die Wirkdauer ist meist länger.

Cannabisextrakt Cannabisblüten
THC/CBD-Konzentration Standardisiert Schwankt je nach Sorte
Einnahmeform Tropfen, Öl, Kapsel, Verdampfung Meist Verdampfung
Wirkungseintritt Langsamer Schneller
Wirkdauer Länger (4–8 h) Kürzer (2–4 h)
Ärztliche Kontrolle Hoch Variabel

Welche Vorteile bietet die Anwendung von Cannabisextrakten im Vergleich zu Blüten

Cannabisextrakte bieten im Vergleich zu Cannabisblüten mehrere entscheidende Vorteile in Bezug auf Dosierbarkeit, Wirkungskonstanz und Anwenderfreundlichkeit. 

Da sie standardisiert hergestellt werden, ermöglichen sie eine präzise Kontrolle der Wirkstoffmenge und zeigen eine gleichmäßigere, länger anhaltende Wirkung.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Genaue Dosierung: Der THC- und CBD-Gehalt ist standardisiert und lässt sich exakt einstellen.
  • Konstante Wirkung: Schwankungen durch unterschiedliche Blütenchargen entfallen.
  • Längere Wirkdauer: Besonders bei oraler oder sublingualer Einnahme wirkt der Extrakt über mehrere Stunden.
  • Bessere Verträglichkeit: Keine Verbrennung, keine Rauchinhalation, geringere Belastung für Lunge und Atemwege.
  • Diskrete Anwendung: Öle, Tropfen oder Kapseln sind unauffälliger als Verdampfen oder Rauchen.
  • Höhere therapeutische Kontrolle: Ärztinnen und Ärzte können die Dosis gezielter anpassen und überwachen.

Gut zu wissen:

Viele Patientinnen und Patienten empfinden Cannabisextrakte als planbarer und angenehmer im Alltag, da sie die Wirkung als konsistenter empfinden und die Einnahme deutlich einfacher ist.

Wie ist die rechtliche Situation für Cannabisextrakte in Deutschland?

Cannabisextrakte sind in Deutschland legal, jedoch ausschließlich im medizinischen Kontext. Sie gelten als verschreibungspflichtige Arzneimittel und dürfen nur von Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender Zulassung verordnet werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist nach vorheriger Genehmigung möglich.

Fazit

Cannabisextrakte sind eine präzise, sichere und wirksame Alternative zu Cannabisblüten. Sie ermöglichen eine genaue Dosierung, bieten eine längere Wirkdauer und eignen sich besonders für chronische Erkrankungen.

Mit ärztlicher Begleitung lässt sich die Therapie individuell anpassen und sicher durchführen.

FAQ

Wie lange ist Cannabisextrakt haltbar?

Ungeöffnete Cannabisextrakte sind in der Regel 12 bis 24 Monate haltbar, sofern sie kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Nach dem Öffnen sollten sie innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden, da Sauerstoff und Licht den Wirkstoffgehalt (insbesondere THC) abbauen können.

Kann ich mit Cannabisextrakt Auto fahren?

Bei THC-haltigen Cannabisextrakten ist das Führen von Fahrzeugen nicht erlaubt, da THC die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt und rechtlich als Betäubungsmittel gilt. CBD-only-Extrakte ohne THC sind grundsätzlich unproblematisch, sofern keine psychoaktive Wirkung auftritt. Im Zweifel sollte jedoch immer auf das Fahren verzichtet werden.

Wie lange bleibt THC aus Cannabisextrakten im Körper nachweisbar?

Nach einer einzelnen Einnahme kann THC im Blut bis zu 24 Stunden, im Urin bis zu 7 Tagen und bei regelmäßiger Anwendung mehrere Wochen nachweisbar sein.
Die Dauer hängt von Dosis, Häufigkeit der Anwendung, Körperfettanteil und individuellem Stoffwechsel ab.

Wie erkennt man ein hochwertiges Cannabisextrakt?

Ein hochwertiges Cannabisextrakt stammt von GMP-zertifizierten Herstellern, ist laborkontrolliert und enthält klare Angaben zu THC-, CBD- und Terpengehalt. Seriöse Produkte werden in Apotheken verkauft, verfügen über Chargennummern und sind frei von Lösungsmittelrückständen oder künstlichen Zusätzen.

Kann ein Cannabisextrakt abhängig machen?

Eine physische Abhängigkeit durch medizinische Cannabisextrakte ist selten, kann aber bei hohem THC-Gehalt und längerer täglicher Anwendung entstehen. Das Risiko ist deutlich geringer als bei Alkohol oder Opioiden, sollte jedoch ernst genommen und ärztlich überwacht werden.

Welche Risiken birgt der illegale Bezug von Extrakten?

Der illegale Kauf von Cannabisextrakten ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden, da solche Produkte häufig nicht laborkontrolliert und mit Schadstoffen verunreinigt sind.

Doch auch legale Extrakte bergen Risiken. Eine Analyse zeigte, dass in den USA insgesamt 679 verschiedene Cannabis-Kontaminanten offiziell reguliert sind – darunter 551 Pestizide, 74 Lösungsmittel, 12 anorganische Stoffe, 21 Mikroben, 5 Mykotoxine und 16 weitere Verunreinigungen.

In Kalifornien wiesen 9,2 % der untersuchten Extrakte und 2,3 % der Blütenproben unzulässige Schadstoffwerte auf. Besonders häufig wurden Insektizide (z. B. Chlorpyrifos) und Fungizide (z. B. Boscalid) gefunden.

Viele dieser Werte lagen über den zulässigen Grenzwerten, was ein erhöhtes Risiko für toxische Belastungen, insbesondere bei Krebspatienten oder Epilepsiepatienten, bedeutet. Derartige Statistiken gibt es für Europa und Deutschland leider bislang noch nicht.

Ist Cannabisextrakt auch für Tiere geeignet?

THC-haltige Cannabisextrakte sind für Tiere ungeeignet, da sie schon in geringen Mengen toxisch wirken können. In der Veterinärmedizin werden ausschließlich CBD-Produkte ohne THC eingesetzt, und auch diese sollten nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt angewendet werden.

Kann Cannabisextrakt Appetit anregen?

Ja, insbesondere THC-haltige Extrakte können den Appetit deutlich steigern, da THC auf Rezeptoren im Hypothalamus wirkt, die das Hungergefühl regulieren. Diese Wirkung wird gezielt bei Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust infolge von Krebserkrankungen oder HIV-Therapie genutzt.

Kann ich Cannabisextrakt auf nüchternen Magen einnehmen?

Das ist möglich, jedoch wird die Wirkung auf nüchternen Magen oft stärker und schneller spürbar. Empfehlenswert ist die Einnahme nach einer leichten, fetthaltigen Mahlzeit, da Fette die Aufnahme von Cannabinoiden verbessern und unerwünschte Magenreaktionen reduzieren.

Kann ich Cannabisextrakt mit anderen Cannabinoid-Produkten kombinieren (z. B. CBD-Öl)?

Ja, Cannabisextrakte können mit CBD-Produkten kombiniert werden, um die Wirkung zu modulieren oder Nebenwirkungen abzumildern. Da CBD den Abbau von THC beeinflussen kann, sollte eine Kombination nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um Überdosierungen zu vermeiden.

Was ist der Entourage-Effekt und warum ist er wichtig?

Der Entourage-Effekt beschreibt das Zusammenwirken verschiedener Cannabinoide, Terpene und Flavonoide, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Bei Vollspektrum-Extrakten führt dieser Effekt zu einer ausgewogeneren, oft besser verträglichen therapeutischen Wirkung als bei reinen Isolaten.

Starten Sie Ihre Anfrage für ein medizinisches Cannabis-Rezept

Lassen Sie sich von qualifizierten Gesundheitsexperten beraten. Machen Sie den ersten Schritt, um Zugang zu medizinischen Cannabismedikamenten zu erhalten.

Rezept beantragen
Käuferschutz
Käuferschutz
★★★★★ 4,81 Sehr gut

Der medizinische Beirat von DoktorABC

DoktorABC medizinischer Beirat - Dr. med. Roland Michael Ruiken

Dr. med. Roland Ruiken

Medizinischer Berater, Norwegen

DoktorABC medizinischer Beirat - Dr. med. Salomé Apitz

Dr. med. Salomé Apitz

Medizinische Beraterin, Portugal

DoktorABC medizinischer Beirat - Dr. med. Viktor Simunovic

Dr. med. Viktor Simunovic

Medizinischer Berater, Kroatien

Zum medizinischen Beirat