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Bakterielle Vaginose Medikamente: Behandlungsoptionen im Überblick 

DoktorABC Redaktionsteam
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Bakterielle Vaginose ist eine häufige Störung der Scheidenflora, bei der das natürliche Gleichgewicht zwischen verschiedenen Bakterienarten aus dem Lot gerät. Die normalerweise vorherrschenden Milchsäurebakterien (Laktobazillen) werden durch andere Bakterien verdrängt, was zu unangenehmen Symptomen führen kann. Eine medikamentöse Behandlung ist oft erforderlich, um die gesunde Vaginalflora wiederherzustellen und Komplikationen zu vermeiden. In Deutschland stehen verschiedene verschreibungspflichtige Antibiotika und unterstützende Präparate zur Verfügung.
Was Sie in diesem Artikel erfahren
  • Welche verschreibungspflichtigen Antibiotika bei bakterieller Vaginose eingesetzt werden
  • Wie Zäpfchen und lokale Behandlungen wirken
  • Welche Rolle Milchsäure und Probiotika spielen
  • Wie Ärzte die richtige Behandlung auswählen
  • Wie Sie Medikamente in Deutschland erhalten
  • Was Sie während der Behandlung beachten sollten
  • Was die Behandlung kostet und wer sie bezahlt

Per Online-Rezept erhältliche Medikamente für die Behandlung von Bakterielle Vaginosen
Metronidazol
Preis ab 19,8 €
Sobelin® Vaginalcreme
Preis ab 36,19 €

Was ist bakterielle Vaginose und wann ist eine Behandlung nötig?

Bakterielle Vaginose entsteht durch ein Ungleichgewicht der vaginalen Bakterienflora. Normalerweise dominieren Milchsäurebakterien (Laktobazillen), die ein saures Milieu mit einem pH-Wert von 3,8 bis 4,5 aufrechterhalten. Bei einer bakteriellen Vaginose vermehren sich anaerobe Bakterien wie Gardnerella vaginalis übermäßig, der pH-Wert steigt über 4,5 an, und die schützende Milchsäureumgebung geht verloren. 

Typische Symptome sind dünnflüssiger, grau-weißlicher Ausfluss mit fischartigem Geruch, der sich besonders nach dem Geschlechtsverkehr verstärkt. Manche Frauen bemerken ein leichtes Brennen oder Juckreiz, viele haben aber keine Beschwerden.

Eine Behandlung ist ratsam, auch wenn keine Symptome vorliegen, da unbehandelte bakterielle Vaginose das Risiko für Frühgeburten, Fehlgeburten, entzündliche Beckenerkrankungen und sexuell übertragbare Infektionen erhöhen kann.

In manchen Fällen kann sich eine leichte bakterielle Vaginose von selbst normalisieren, besonders wenn auslösende Faktoren wie übertriebene Intimhygiene vermieden werden. Bei deutlichen Symptomen, in der Schwangerschaft oder vor gynäkologischen Eingriffen ist eine medikamentöse Behandlung jedoch unbedingt erforderlich.

Eine Selbstbehandlung ohne ärztliche Diagnose sollte vermieden werden, da die Symptome einer Pilzinfektion ähneln können.

Dr. med. univ. Isabella Franke, Fachärztin für Gynäkologie & Geburtshilfe und Allgemeinmedizin, erklärte in einem Interview

„Eine bakterielle Vaginose äußert sich primär mit einem verstärkten grau-weißlichen, eher dünnflüssigen und homogenen Ausfluss, der unangenehm meist fischig riecht. Der intravaginale pH-Wert steigt auf über 4,5 und der vermehrte Ausfluss kann zu Irritationen im Bereich der Vulva führen. Verstärkt werden kann diese Symptomatik durch Geschlechtsverkehr. Bei einer vaginalen Pilzerkrankung ist das Leitsymptom Juckreiz, der Ausfluss hier jedoch eher dickflüssig und inhomogen, also flockig. Der Genitalbereich kann gerötet, geschwollen und schmerzhaft sein, das Urinieren kann als brennend empfunden werden.“

Achtung!

Eine bakterielle Vaginose kann nur durch ärztliche Untersuchung sicher diagnostiziert werden. Dazu gehören pH-Messung, mikroskopische Untersuchung des Ausflusses und gegebenenfalls ein Labortest. Verwechslungen mit Pilzinfektionen oder anderen Scheideninfektionen sind häufig.

Welche verschreibungspflichtigen Antibiotika werden eingesetzt?

Die Standardbehandlung der bakteriellen Vaginose erfolgt mit Antibiotika, die gezielt gegen die übermäßig vermehrten anaeroben Bakterien wirken. Alle antibiotischen Medikamente gegen bakterielle Vaginose sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

Was ist Metronidazol?

Metronidazol ist das am häufigsten eingesetzte Antibiotikum bei bakterieller Vaginose. Es wirkt spezifisch gegen anaerobe Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind, und schont dabei die nützlichen Milchsäurebakterien weitgehend. 

Orale Einnahme: Typische Dosierungen sind 400 mg oder 500 mg zweimal täglich über 5 bis 7 Tage. Alternativ kann eine Einmaldosis von 2 g gegeben werden, diese ist jedoch mit höheren Nebenwirkungen und geringerer Wirksamkeit verbunden. Die Heilungsrate liegt bei etwa 80 bis 90 Prozent.

Vaginale Anwendung: Metronidazol-Gel 0,75 Prozent wird einmal täglich über 5 Tage vaginal aufgetragen. Diese Form hat den Vorteil, dass weniger systemische Nebenwirkungen auftreten und keine Alkoholunverträglichkeit besteht. Die Wirksamkeit ist vergleichbar mit der oralen Einnahme.

Wichtige Warnhinweise:

Während der Behandlung mit oralem Metronidazol und bis 48 Stunden danach muss Alkohol strikt gemieden werden, da es sonst zu einer Disulfiram-ähnlichen Reaktion mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Herzrasen kommen kann. Häufige Nebenwirkungen sind metallischer Geschmack im Mund, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden.

Was ist Clindamycin?

Clindamycin ist eine Alternative zu Metronidazol und wirkt ebenfalls gegen die krank machenden Bakterien bei bakterieller Vaginose.

Vaginale Anwendung: Clindamycin-Creme 2 Prozent wird abends vor dem Schlafengehen über 3 bis 7 Tage tief in die Scheide eingeführt. Die Heilungsrate liegt bei 70 bis 80 Prozent. Ein Vorteil ist die kurze Anwendungsdauer, ein Nachteil die mögliche Schwächung von Latex-Kondomen und Diaphragmen während der Behandlung und bis zu 5 Tage danach. 

Orale Einnahme: Clindamycin-Kapseln (300 mg) zweimal täglich über 7 Tage sind eine weitere Option, werden aber seltener eingesetzt als die vaginale Form. Sie können häufiger zu Durchfall und selten zu pseudomembranöser Kolitis führen.

Tinidazol und Secnidazol

Tinidazol gehört wie Metronidazol zur Gruppe der Nitroimidazole und wird bei Unverträglichkeit oder Therapieversagen als Alternative eingesetzt. Die Dosierung beträgt 2 g oral einmal täglich über 2 bis 3 Tage oder 1 g täglich über 5 Tage. Die Wirksamkeit ist mit Metronidazol vergleichbar, Nebenwirkungen sind ähnlich.

Secnidazol ist ein neueres Antibiotikum, das als Einmaldosis von 2 g eingenommen wird. Es hat eine längere Halbwertszeit und kann in manchen Fällen praktischer sein, ist aber teurer und nicht überall verfügbar.

Welche Zäpfchen und lokalen Behandlungen gibt es?

Neben oralen Antibiotika stehen verschiedene lokale Behandlungsformen zur Verfügung, die direkt in der Scheide wirken. Sie haben den Vorteil, dass sie gezielt am Ort der Infektion wirken und weniger systemische Nebenwirkungen verursachen.

Antibiotische Vaginalzäpfchen

Metronidazol-Vaginalzäpfchen (500 mg) werden einmal täglich über 10 bis 14 Tage angewendet. Sie sind eine Alternative zum Gel, manche Frauen empfinden die Handhabung als einfacher. Clindamycin-Ovula (100 mg) werden ebenfalls vaginal eingeführt, meist über 3 Tage.

Die Wirksamkeit ist mit den entsprechenden Cremes vergleichbar.

Vorteile lokaler Antibiotika-Behandlung:geringere Belastung des gesamten Körpers, weniger Magen-Darm-Nebenwirkungen, keine Alkoholunverträglichkeit bei vaginalem Metronidazol, geeignet für Frauen, die Tabletten schlecht schlucken können.

Die Nachteile: Kann als unpraktisch empfunden werden, manchmal Auslaufen des Präparats, mögliche Reizung der Schleimhaut, bei Clindamycin-Präparaten Beeinträchtigung von Latex-Verhütungsmitteln.

Milchsäure-Präparate zur Unterstützung

Milchsäurehaltige Vaginalgels oder Zäpfchen senken den pH-Wert in der Scheide und schaffen so wieder ein saures Milieu, in dem sich Laktobazillen ansiedeln können. Sie enthalten meist einen pH-Wert von 3,8 bis 4,5 und werden nach der antibiotischen Behandlung oder begleitend eingesetzt.

Häufig verwendete Präparate in deutschen Apotheken sind Kadefungin Milchsäurekur, Gynofit, Vagisan Milchsäure oder Multi-Gyn Actigel. Ihre Rolle ist die Unterstützung der natürlichen Vaginalflora und die Vorbeugung von Rückfällen.

Sie können eine antibiotische Therapie nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

Gut zu wissen:

Dr. Isabella Franke erklärt, dass Milchsäurebakterien den pH-Wert verbessern können, jedoch nicht die bakterielle Vaginose heilen. Oft ist eine antibiotische Therapie mit Metronidazol oder Clindamycin erforderlich. Therapeutisch und vorbeugend können Präparate verwendet werden, die eine Art Barriere aufbauen und verhindern, dass sich Bakterien in der Vagina anhaften.

Probiotische Vaginalzäpfchen

Probiotika enthalten lebende Milchsäurebakterien (meist Lactobacillus-Stämme wie L. acidophilus, L. rhamnosus oder L. crispatus), die die gesunde Vaginalflora wiederherstellen sollen.

Sie werden nach der antibiotischen Behandlung über mehrere Wochen angewendet oder als vorbeugende Maßnahme bei wiederkehrender bakterieller Vaginose.

Produkte wie Vagiflor, Gynophilus oder Femibion Intim enthalten spezielle Lactobacillus-Stämme. Die wissenschaftliche Evidenz für ihre Wirksamkeit ist gemischt: Manche Studien zeigen eine Reduktion von Rückfällen, andere finden keinen signifikanten Effekt. Sie gelten als sicher und können als unterstützende Maßnahme sinnvoll sein, ersetzen aber keine antibiotische Therapie bei aktiver Infektion.

Wie wählt der Arzt die richtige Behandlung aus?

Die Wahl zwischen oraler und vaginaler Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vaginale Präparate werden bevorzugt bei leichten bis mittelschweren Fällen, wenn die Patientin keine systemische Behandlung wünscht, bei Unverträglichkeit oraler Antibiotika oder wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden, die mit oralen Antibiotika interagieren könnten.

Orale Antibiotika sind die erste Wahl bei schweren Symptomen, wenn eine vaginale Anwendung nicht möglich oder nicht gewünscht ist, bei gleichzeitiger Infektion des oberen Genitaltrakts oder wenn die Compliance bei vaginaler Anwendung zweifelhaft ist.

Behandlung in der Schwangerschaft

Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft sollte behandelt werden, da sie das Risiko für Frühgeburt, vorzeitigen Blasensprung und niedriges Geburtsgewicht erhöht. Metronidazol oral (400 mg oder 500 mg zweimal täglich über 7 Tage) oder Clindamycin oral (300 mg zweimal täglich über 7 Tage) sind ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester zugelassen und gelten als sicher.

Im ersten Trimester wird meist auf eine Behandlung verzichtet, außer bei hohem Risiko für Komplikationen.

Wiederkehrende bakterielle Vaginose

Bei rezidivierender bakterieller Vaginose (mehr als drei Episoden pro Jahr) kann eine verlängerte oder wiederholte Antibiotika-Therapie nötig sein. Empfohlen wird Metronidazol-Gel zweimal wöchentlich über 4 bis 6 Monate nach einer initialen Standardtherapie.

Zusätzlich können probiotische Vaginalkapseln zur Langzeitprophylaxe eingesetzt werden.

Muss der Partner mitbehandelt werden?

Eine Routinebehandlung männlicher Partner wird nicht empfohlen, da bakterielle Vaginose keine klassische sexuell übertragbare Infektion ist und Partnertherapie die Rückfallrate nicht senkt.

Bei lesbischen Paaren kann eine gemeinsame Behandlung in Einzelfällen erwogen werden, da hier eine Übertragung wahrscheinlicher ist.

Achtung!

Während einer Schwangerschaft sollte bakterielle Vaginose auf jeden Fall behandelt werden, auch wenn keine Symptome vorliegen. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt über sichere Behandlungsoptionen.

Wie erhalte ich Medikamente gegen bakterielle Vaginose in Deutschland?

Alle antibiotischen Medikamente gegen bakterielle Vaginose sind verschreibungspflichtig. Das bedeutet, Sie benötigen ein ärztliches Rezept, um sie in der Apotheke zu erhalten.

Der klassische Weg führt über den Frauenarzt, der eine Untersuchung durchführt, die Diagnose stellt und ein Rezept ausstellt. Die Untersuchung umfasst meist eine gynäkologische Spiegeleinstellung, pH-Messung und mikroskopische Beurteilung des Ausflusses nach den Amsel-Kriterien oder Nugent-Score.

Alternativ bieten Telemedizin-Dienste wie DoktorABC eine Online-Konsultation an. Nach Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens und gegebenenfalls telefonischer Rücksprache kann ein Arzt die Diagnose stellen und ein Rezept ausstellen, wenn die Symptomatik eindeutig ist.

Das Medikament wird dann diskret nach Hause geliefert. Diese Option eignet sich besonders für Frauen, die bereits eine frühere Episode hatten und die Symptome wiedererkennen, oder wenn ein Arztbesuch zeitlich schwierig ist.

Gut zu wissen:

Auch bei wiederkehrender bakterieller Vaginose ist eine ärztliche Diagnose wichtig, um andere Infektionen auszuschließen und die beste Behandlungsstrategie festzulegen. Eine regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung hilft, Infektionen frühzeitig zu erkennen, auch wenn keine Symptome vorliegen.

Was sollte ich während der Behandlung beachten?

Für eine erfolgreiche Therapie sind einige begleitende Maßnahmen hilfreich. Hygienepraktiken: Verzichten Sie auf Scheidenspülungen (Duschen), da diese die natürliche Flora weiter stören. Verwenden Sie nur klares Wasser oder milde, pH-neutrale Intimwaschlotionen für den äußeren Intimbereich.

Vermeiden Sie parfümierte Produkte, Intimsprays oder Schaumbäder.

Kleidung: Tragen Sie atmungsaktive Baumwollunterwäsche und vermeiden Sie synthetische Materialien und zu enge Kleidung. Wechseln Sie die Unterwäsche täglich und waschen Sie sie bei mindestens 60 Grad.

Sexuelle Aktivität: Geschlechtsverkehr kann die Behandlung beeinträchtigen und die Symptome verschlimmern. Es wird empfohlen, während der Behandlung auf Sex zu verzichten oder zumindest Kondome zu verwenden.

Bei Verwendung von vaginalem Clindamycin dürfen keine Latex-Kondome oder Diaphragmen verwendet werden, da die ölige Grundlage das Material angreifen kann.

Produkte zu vermeiden: Tampons während vaginaler Behandlung (können das Medikament aufsaugen), parfümierte Slipeinlagen, antibakterielle Seifen im Intimbereich, übermäßige Intimhygiene.

Wann bessern sich die Symptome und wann ist eine Nachkontrolle nötig?

Bei erfolgreicher Behandlung bessern sich die Symptome meist innerhalb von 2 bis 3 Tagen. Der Ausfluss wird weniger und der unangenehme Geruch verschwindet. Nach 7 bis 10 Tagen sollte die Infektion vollständig abgeklungen sein.

Eine Nachkontrolle beim Frauenarzt ist nicht routinemäßig erforderlich, wenn die Symptome vollständig verschwunden sind. Sie ist jedoch ratsam bei anhaltenden Beschwerden nach Behandlungsende, Wiederauftreten der Symptome innerhalb von 3 Monaten, Schwangerschaft oder wenn vor einem operativen Eingriff eine Heilung bestätigt werden muss.

Anzeichen für ein Therapieversagen sind fortbestehender Ausfluss und Geruch nach Behandlungsende, zunehmende Beschwerden trotz Behandlung oder neue Symptome wie starker Juckreiz oder Brennen (könnte auf Pilzinfektion hinweisen). In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Rückfälle sind häufig: Etwa 30 Prozent der Frauen erleben innerhalb von 3 Monaten einen Rückfall, und 50 bis 80 Prozent innerhalb eines Jahres. Vorbeugung durch Vermeidung von Scheidenspülungen, Verwendung von Kondomen, regelmäßige Anwendung von Milchsäure- oder Probiotika-Präparaten nach der Behandlung und gute Intimhygiene ohne übertriebene Reinigung kann helfen.

Fazit

Bakterielle Vaginose lässt sich gut mit Antibiotika behandeln. Metronidazol und Clindamycin, als Tabletten oder vaginale Präparate, sind die Standardtherapie mit hohen Erfolgsraten.

Zäpfchen und lokale Anwendungen bieten eine schonende Alternative zur oralen Einnahme. Milchsäure- und Probiotika-Präparate unterstützen die Wiederherstellung der gesunden Vaginalflora und können Rückfälle verhindern.

Die Behandlung erfordert ärztliche Diagnose und Verschreibung, ist jedoch unkompliziert und gut verträglich. Begleitende Hygienemaßnahmen und der Verzicht auf schädliche Intimhygiene-Praktiken fördern den Heilungserfolg.

Bei wiederkehrenden Infektionen stehen angepasste Langzeittherapien zur Verfügung. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen, lediglich die gesetzliche Zuzahlung ist zu entrichten.

FAQ

Kann ich bakterielle Vaginose ohne Antibiotika behandeln?

Leichte Fälle können sich manchmal von selbst normalisieren, besonders wenn auslösende Faktoren vermieden werden. Milchsäure-Präparate und Probiotika können unterstützend wirken, ersetzen aber bei symptomatischer bakterieller Vaginose keine antibiotische Behandlung.
Unbehandelt kann die Infektion zu Komplikationen führen, besonders in der Schwangerschaft. Bei eindeutigen Symptomen ist eine antibiotische Therapie die sicherste und effektivste Option.

Wie unterscheide ich bakterielle Vaginose von einer Pilzinfektion?

Bakterielle Vaginose zeigt sich mit dünnflüssigem, grau-weißlichem Ausfluss und fischartigem Geruch, besonders nach dem Geschlechtsverkehr. Juckreiz ist selten. Bei einer Pilzinfektion steht starker Juckreiz im Vordergrund, der Ausfluss ist dickflüssig, weiß und bröckelig (wie Hüttenkäse), und es gibt keinen unangenehmen Geruch.
Der Intimbereich kann gerötet und geschwollen sein, und das Wasserlassen brennt. Eine sichere Unterscheidung ist nur durch ärztliche Untersuchung möglich.

Können die Antibiotika eine Pilzinfektion auslösen?

Ja, das ist möglich. Antibiotika wie Metronidazol und Clindamycin töten Bakterien ab, können aber das Gleichgewicht der Vaginalflora so verändern, dass sich Pilze leichter vermehren. Etwa 10 bis 20 Prozent der Frauen entwickeln nach antibiotischer Behandlung eine Pilzinfektion.
Symptome wären dann verstärkter Juckreiz und dickflüssiger, weißer Ausfluss. Falls das auftritt, sollten Sie Ihren Arzt informieren. Zur Vorbeugung können probiotische Präparate nach der Antibiotika-Behandlung helfen.

Darf ich während der Behandlung Alkohol trinken?

Bei oraler Einnahme von Metronidazol ist Alkohol streng verboten. Die Kombination kann zu einer Disulfiram-ähnlichen Reaktion führen mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Herzrasen und Hitzegefühl.
Verzichten Sie auf Alkohol während der gesamten Behandlungsdauer und mindestens 48 Stunden nach der letzten Tablette. Bei vaginaler Anwendung von Metronidazol-Gel ist diese Reaktion unwahrscheinlich, es wird aber trotzdem zur Vorsicht geraten. Clindamycin hat keine Wechselwirkung mit Alkohol.

Wie lange muss ich nach der Behandlung auf Sex verzichten?

Es wird empfohlen, während der gesamten Behandlungsdauer auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, da dieser die Heilung verzögern und die Symptome verschlimmern kann. Nach Abschluss der Behandlung und wenn die Symptome vollständig verschwunden sind, kann die sexuelle Aktivität wieder aufgenommen werden.
Das ist meist nach 7 bis 10 Tagen der Fall. Kondome schützen nicht zuverlässig vor bakterieller Vaginose, können aber die Übertragung bei gleichgeschlechtlichen Partnerinnen reduzieren.

Warum kommt die bakterielle Vaginose immer wieder?

Rückfälle sind häufig, weil die antibiotische Behandlung zwar die krank machenden Bakterien reduziert, aber nicht immer die gesunde Lactobacillus-Flora dauerhaft wiederherstellt. Risikofaktoren für Rückfälle sind häufig wechselnde Sexualpartner, Rauchen, Scheidenspülungen, übertriebene Intimhygiene und hormonelle Schwankungen.
Bei wiederkehrender bakterieller Vaginose kann eine Langzeitprophylaxe mit Metronidazol-Gel zweimal wöchentlich über mehrere Monate sinnvoll sein, kombiniert mit probiotischen Vaginalkapseln.

Kann ich die Medikamente auch in der Stillzeit nehmen?

Metronidazol geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bei oraler Einnahme wird empfohlen, nach der Behandlung 12 bis 24 Stunden mit dem Stillen zu pausieren. Vaginales Metronidazol-Gel ist in der Stillzeit unbedenklicher, da nur geringe Mengen in den Blutkreislauf gelangen.
Clindamycin geht ebenfalls in die Muttermilch über, kann aber nach ärztlicher Abwägung verwendet werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die sicherste Option für Ihre Situation.

Muss ich zum Frauenarzt oder reicht ein Hausarzt?

Grundsätzlich kann auch ein Hausarzt bakterielle Vaginose diagnostizieren und behandeln, wenn er über die entsprechende Erfahrung verfügt. Die gynäkologische Untersuchung mit Spekulum und mikroskopischer Beurteilung ist jedoch wichtig für eine sichere Diagnose.
Der Frauenarzt ist daher die erste Anlaufstelle, besonders wenn Sie zum ersten Mal Symptome haben, schwanger sind oder wenn die Behandlung nicht anschlägt.
Bei eindeutiger Wiedererkrankung und bekannter Symptomatik kann auch ein Telemedizin-Dienst eine Option sein.

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