Die Haare sind an sich für die Gesundheit des Menschen völlig unerheblich. Trotzdem haben sie starke kosmetische Bedeutung und Männer betrachten sich selbst mit einer vollen Haartracht üblicherweise als attraktiver. Dennoch leiden gerade Männer immer wieder unter Haarausfall - und der hat verschiedene Hintergründe.

Wann spricht man eigentlich von Haarausfall?

Die Haare des Menschen erneuern sich zyklisch. Dabei stellt man fest, dass mal ein Haar auf dem Kopfkissen liegt, sich wiederum Haare im Waschbecken oder in der Haarbürste befinden. Das alles gilt noch nicht als Haarausfall, sondern ist ein ganz normaler Erneuerungsprozess des Körpers. Jedes Haar hat eine begrenzte Lebensdauer, stellt danach das Wachstum ein und wird durch ein neues Haar ersetzt, weil es ausfällt.

Erst dann, wenn über einen Zeitraum von Wochen mehr als rund 100 Haare täglich ausfallen oder wenn kahle Stellen auf dem Kopf entstehen, spricht man von Haarausfall oder medizinisch auch Effluvium.

Die Arten und Verlaufsformen von Haarausfall sind vielfältig

Haarausfall kann langfristig zur Kahlheit führen. Das wird im Fachjargon als Alopezie oder Alopecia bezeichnet. Dabei kann ein Haarausfall vorübergehend sein und das Haar wächst danach von allein wieder nach. Sind die Haarwurzeln allerdings nachhaltig geschädigt - aufgrund von Verbrennungen oder einer selten gegebenen vernarbenden Variante der Alopezie, dann wachsen an diesen Stellen dauerhaft keine Haare mehr.

Bei Männern ist der Haarausfall üblicherweise anlagebedingt

Männer haben sehr häufig einen sogenannten anlagebedingten Haarausfall zu verzeichnen. Mediziner sprechen hier von der androgenetischen Alopezie. Diese beginnt mit den sogenannten Geheimratsecken, die sich an den Schläfen bilden. Begleitet sind die Geheimratsecken oftmals von dünner werdendem Haar im Tonsurbereich. Das kann langfristig zu einer Glatze an Stirn und Hinterkopf führen, bis nur noch ein Haarkranz verbleibt. Gelegentlich können diese Anzeichen bereits bei Jugendlichen auftreten.

Kreisrunder Haarausfall

Bilden sich am Kopf oder auch im Bart kreisförmige und etwa münzgroße kahle Stellen, ist ein Mann meistens von der Alopecia areata betroffen. Das ist ein kreisrunder Haarausfall. Vermutungen gehen dahin, dass es sich hierbei um eine Störung innerhalb des Immunsystems handelt. Betroffen sind auch sehr häufig Kinder und junge Leute, seltener tritt der kreisrunde Haarausfall über das 30. Lebensjahr hinaus auf. Vom kreisrunden Haarausfall sind zwar auch Frauen betroffen, deutlich häufiger tritt er aber beim Mann auf. In Deutschland gibt es nach Schätzungen rund eine Million Betroffene.

Erkrankungen von Haut oder Kopfhaut

Zu Haarausfall können auch Erkrankungen der Haut oder der Kopfhaut führen. So können Pilzinfektionen die Haare an einzelnen Stellen ausfallen lassen.

Diffuser Haarausfall

Neben der Alopezie kann auch ein gleichmäßig lichter werdendes Haar gegeben sein. Der Mediziner spricht hierbei von dem diffusen Haarausfall. Die Ursachen werden in einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse und auch in Eisenmangel gesehen. Dazu können Medikamente und Infektionskrankheiten zu einer dünneren Haarstruktur führen. Auch Strahlentherapie oder Chemotherapien führen vom diffusen zum kompletten Haarausfall, allerdings wachsen die Haare nach der Therapie üblicherweise wieder dicht nach. Letztlich kann aber auch allgemeiner Stress einen diffusen Haarausfall bewirken.

Vor Therapien sollte der Arzt konsultiert werden

Der Markt bietet gegen die Problematik viele verschiedene frei verkäufliche Mittel, die eine Verbesserung des Haarwachstums versprechen. Gerade Männer, die unter dem Haarausfall, den Geheimratsecken und der Tonsurbildung auf dem Kopf leiden, versuchen sich immer wieder gern in Eigentherapien, um dem Problem zu begegnen.

Allerdings sind die wenigsten frei verkäuflichen Mittel in ausreichenden klinischen Studien auf die Wirksamkeit hin getestet. Deshalb ist es empfehlenswert, zunächst einmal die Ursachen für den Haarausfall medizinisch abklären zu lassen und feststellen zu lassen ob eine Alopezie gegeben ist und wenn, welcher Art diese ist. Das ist deshalb wichtig, weil es eben nicht das eine, allgemein wirksame Mittel gegen die Alopezie gibt und zudem manche Mittel gerade bei dem typisch männlichen und anlagebedingten Haarausfall überhaupt keine Wirkung tun.

Quellen:

  • Apotheken Umschau (2017): Haarausfall. Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Haarausfall, zuletzt geprüft am 25.03.2018.
  • Bild: https://pixabay.com/
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