Männer stellen an sich selbst nicht nur den Anspruch, immer und zu jeder Zeit potent zu sein. Auch was die Dauer des Geschlechtsverkehrs angeht, haben Männer sehr hohe Erwartungen. Ein vorzeitiger Samenerguss wird manchmal als Versagen betrachtet - obwohl es Gründe dafür gibt und nicht wenige Männer betroffen sind.

Das Problem ist nicht selten

Forschungen haben offenbart, dass die Problematik des vorzeitigen Samenergusses nicht so selten ist, wie einzelne betroffene Männer vermuten. Fakt ist, dass rund 20 bis 30 Prozent der Männer in einem Alter von 18 bis 59 Jahren einen vorzeitigen Samenerguss haben. Damit zeigt sich gleichzeitig, dass das Phänomen keine Altersfrage ist und Männer jeden Alters davon betroffen sein können.

Was ist ein vorzeitiger Samenerguss?

Als vorzeitiger Samenerguss wird allgemein beschrieben, wenn ein Samenerguss entgegen dem Willen des Mannes stattfindet und er sich hier nicht mehr zurückhalten kann und die Ejakulation beziehungsweise den Samenerguss nicht in ausreichendem Maße kontrollieren kann. Der betroffene Mann selbst hat für sich das Gefühl, beim Sex nicht lange genug aktiv sein zu können, weil der Höhepunkt unerwünscht früh stattfindet.

Die Merkmale, die den frühzeitigen Samenerguss ausmachen

Die Definitionen, die einen vorzeitigen Samenerguss ausmachen, sind sehr unterschiedlich. Dabei ist es sehr wichtig einzubeziehen, wie der betroffene Mann sich in der entsprechenden Situation fühlt und ob er aufgrund des vorzeitigen Samenergusses einen Leidensdruck erfährt. Eine eindeutige Grenze, wann ein Samenerguss vorzeitig stattfindet, gibt es nicht. Viel eher sind es die subjektiven Empfindungen einzelner Männer oder auch die des Partners, wann der Samenerguss normal und wann vorzeitig stattfindet.

Grundsätzlich wird der vorzeitige Samenerguss durch unterschiedliche Charakteristika definiert. Die sind beispielsweise gegeben, wenn die Ejakulation regelmäßig bereits drei Minuten stattfindet, nachdem das Glied in die Scheide eingeführt wurde. Auch wenn der Betroffene den Zeitpunkt der Ejakulation nicht oder nur wenig beeinflussen kann, wird von vorzeitiger Ejakulation gesprochen. Bestehen Leidensdruck und Ärger, Frustration oder auch die Vermeidung von sexuellen Kontakten könnte eine Problematik gegeben sein.

Was geschieht, wenn der vorzeitige Samenerguss stattfindet?

Der Prozess der Erregung findet stufenweise statt. Das fängt mit der sexuellen Stimulation an, die vom Anschwellen des Penis gefolgt ist und in einer Erektion endet. Dabei ist eine Phase gegeben, in der eine hohe Erregung gehalten wird, die als Plateauphase bezeichnet ist und in der es nicht zur Ejakulation kommt. Danach folgt der Samenerguss - üblicherweise in Kombination mit einem Orgasmus und gefolgt vom Erschlaffen des Penis.

Grafisch dargestellt handelt es sich um einen vierstufigen Zyklus - nämlich Erregung, Plateau, Samenerguss, Rückbildung.

Wie viele Betroffene gibt es?

Eine der häufigsten sexuellen Problematiken beim Mann ist durch den vorzeitigen Samenerguss gegeben. Studien sagen aus, dass rund jeder vierte Mann insgesamt vom vorzeitigen Samenerguss betroffen ist. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass nur wenige Männer den Leidensdruck dabei als so stark empfinden, dass eine Therapie erforderlich ist. Lediglich drei bis sechs Prozent der betroffenen Männer wünschen ausdrücklich eine therapeutische Maßnahme, damit sie später und kontrollierter zum Samenerguss gelangen.

Die Behandlungsmöglichkeiten

Der Mediziner spricht beim vorzeitigen Samenerguss von Ejaculatio praecox. Für die Behandlung dieser Problematik gibt es verschiedene Therapieansätze. Welches davon die beste Methode ist, ist individuell und richtet sich auch nach den Ursachen, auf der der vorzeitige Samenerguss basiert. Wichtig ist zunächst die Abklärung, ob innerhalb der Ausbildung der Beckenbodenmuskulatur ein Defizit besteht und ob die Sensibilität der Nerven am Penis zu stark ausgeprägt ist. Das ist innerhalb der Biothesiometrie messbar.

Orale Medikamentationen wirken auf die Botenstoffe des Gehirns ein und sie bieten viele individuelle Möglichkeiten, einen Samenerguss zu verzögern. Die Therapie erfolgt aber individuell medikamentös oder nicht-medikamentös.

Wichtig: Die Diagnose steht vor der Therapie

Vor einer Therapie muss zunächst der Grund für den vorzeitigen Samenerguss ermittelt werden, um auch psychische und organische Hintergründe abgrenzen zu können.

Quellen:

  • Männergesundheit (2018): Vorzeitiger Samenerguss – Wenn Man(n) zu früh kommt. Online verfügbar unter: https://www.maennergesundheit.info/leistungen/maennliche-sexualmedizin/ejakulationsstoerung/vorzeitiger-samenerguss.html, zuletzt geprüft am 25.03.2018.
  • Bild: https://pixabay.com/
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Behandlungsmöglichkeiten

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