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Männergesundheit

Welche Auswirkungen Rauchen auf eine erektile Dysfunktion (ED) hat

Michael K.
8 - 10 min

Rauchen ist ein heutzutage unterschätztes Risiko für eine erektilen Dysfunktion.

Die rauchende, männliche Mehrheit ist sich bewusst, dass regelmäßiger Nikotinkonsum ein Risikofaktor für Lungen-, Nieren-, Blasen und Hodenkrebs ist.

Hätten Sie gedacht, dass der regelmäßige Zug an Ihrer Zigarette auch einen direkten negativen Einfluss auf Ihre Erektion, mit Folge einer erektilen Dysfunktion haben kann?

Die erektile Dysfunktion wurde von der NIH Consensus Conference in 1993 als  “fortwährende Unfähigkeit, eine penile Erektion, die für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreicht, zu erreichen oder aufrecht zu erhalten”, definiert.

Wissenschaftliche Studien zeigen auf, dass Raucher ein um 50 Prozent höheres Risiko tragen an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken.

Unser Liebesleben bestimmt in großem Maß unsere Partnerschaften und unser allgemeines Wohlbefinden. Wer nun plötzlich Erektionsprobleme bekommt, ist nicht weit entfernt von einer Abwärtsspirale aus Versagensängsten und wiederkehrender Erektionsstörungen.

Schon Anfang der 60er Jahre gab es medizinische Hinweise darauf, dass starkes Rauchen mit Erektionsproblemen in Zusammenhang steht. Erst ein halbes Jahrzehnt später wurde diese Theorie nun wissenschaftlich gestützt.

Auch die öffentlichen Medien wie der Spiegel Online und die Zeitung Die Süddeutsche identifizieren in Ihren Artikeln Rauchen als eindeutigen Risikofaktor für Erektionsstörungen und informieren den interessierten Leser über mögliche Folgen.

Verzicht für ein erfülltes Sexualleben

Weniger Rauchen oder doch der eiserne Verzicht? Männer die mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchen, leiden häufiger an einer erektilen Dysfunktion als jene, die weniger als 20 Zigaretten konsumieren.

In Teheran (Iran) haben Mediziner der ansässigen Universität folgende interessante Studie veröffentlicht:

118 Raucher, die an einer erektilen Dysfunktion leiden begannen eine Entzugstherapie. Eine andere Gruppe von 163 Rauchern durchlief keine Therapie oder einen Entzug und behielten ihren Lebensstil bei.

Wundern Sie sich über folgendes Ergebnis?

Bei 50 Prozent der Betroffenen mit leichten Beschwerden hatte sich die erektile Funktion deutlich verbessert, bei 33 Prozent der Teilnehmer mit leichter bis mittlerer erektiler Dysfunktion und bei 17 Prozent mit einer mittleren ED.

Das klingt nach schlechten Nachrichten für den ein oder anderen “überzeugten” Raucher,

denn wie zu erwarten gab es bei den 163 weiterhin rauchenden Probanden keinerlei Verbesserung Ihrer Erektionsstörung.

Diese Studie kann als eindeutiger 'Wink mit dem Zaunpfahl' wahrgenommen werden um die eigene Gesundheit und das Sexualleben frühzeitig, vor eigenständig herbei geführten Einschränkungen zu schützen.

Mit zunehmendem Alter, hohem Tabakkonsum und schwerwiegender erektiler Dysfunktion schwindet Ihre Chance, allein durch einen Verzicht auf Rauchen zu einem erfüllten Sexualleben zurückzukehren.

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Bekannte Hauptursachen und missachtete Nebeneffekte

Wie wir bereits wissen führt Rauchen zu einer Verkalkung der Blutgefäße. In deren Folge nimmt der Sauerstoffgehalt im Blut ab und die ordnungsgemäße Versorgung aller Organe verschlechtert sich. Der chronische Konsum von Nikotin ist somit direkt mit einem stark erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

Mit Blick auf die erektile Dysfunktion bedeutet das, dass eine Erektion nur möglich ist, wenn eine optimale Blutzufuhr gewährleistet ist. Die Arterien müssen geweitet sein, damit genügend Blut in das schwammartige Gewebe des Penis gepumpt werden kann. Diese wichtige Blutversorgung wird durch eine Ablagerung in den Blutgefäßen, der im Tabak beinhalteten Stoffe wie Nikotin, erheblich beeinträchtigt. Diese verengen sich und die Blutzufuhr in unser männliches Geschlechtsteil und eine folgliche Erektion sind gestört.

Es ist auch bekannt, dass Rauchen negative Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel hat. So gibt es eindeutige Hinweise, dass Rauchen die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin verringert. Bewiesen ist, dass Raucher im Vergleich mit Nichtrauchern ein doppeltes Risiko tragen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Diabetes ist wiederum einer der Hauptrisikofaktoren für eine erektile Dysfunktion.

In beiden oben genannten Fällen kann es sich somit, um von Männern eigens herbeigeführte, oder geförderte Ursachen einer Erektionsstörung handeln.

Wem etwas an seiner Manneskraft liegt, der sollte sich vielleicht öfter die folgende Frage stellen: Ist meine ungesunde Lebensweise einen Verlust eines erfüllten Sexuallebens wert?

In China konnte bei einer Studie erneut ein direkter Zusammenhang zwischen Rauchern und einer erektiler Dysfunktion nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler haben die folgende Werte des Nikotinkonsums in Bezug auf die Entstehung einer Erektionsstörung berechnet:

1 bis 10 gerauchte Zigaretten pro Tag entsprechen einem erhöhten Risiko von 27 Prozent, 11 bis 20 Zigaretten von 45 Prozent und mehr als 20 Zigaretten von 65 Prozent, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken.

Der Verzicht von Nikotin ist ein erprobtes Mittel, um damit verbundene sexuelle Beschwerden zu verringern oder ganz zu beseitigen. Bei einer standardisierten Anamnese des Arztes sollte ein betroffener Patient darauf hingewiesen werden, dass ein Verzicht auf Nikotin sich positiv auf eine Erektionsstörung auswirken kann.

Unser Körper reagiert schnell auf einen solchen Verzicht. In der Regel bemerken Patienten bereits innerhalb sechs Wochen nach Beginn der Abstinenz positive Auswirkungen auf Ihre erektile Dysfunktion. Eine solche Therapie kann individuell mit PDE-5-Hemmern (beispielsweise Viagra) unterstützt werden. Diese Medikamente erweitern die Blutgefäße im Penis, dass mehr Blut in den Schwellkörper gelangt und wieder eine gewünschte “harte” Erektion entstehen kann.

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Nikotinkonsum als Multiplikator

In einem Artikel des American Journal of Epidemiology aus 1997 geht unter der Federführung von H.A. Feldman folgendes hervor:

Gerade in Kombination mit anderen Erkrankungen nimmt der Nikotinkonsum einen besonderen Stellenwert ein. Addieren sich weitere Risikofaktoren wie erhöhter Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, etc. , wird ein Risiko für Erektionsstörungen deutlich gesteigert.

 In einer aktuellen Auswertung der Huazhong University of Science and Technology in China, mit insgesamt 28.586 Männern aus 8 unterschiedlichen Studien stellte sich raus, dass aktive Raucher ein 1,51 fach höheres und ehemalige Raucher ein 1,29 fach höheres  Risiko gegenüber Nichtrauchern hatten an einer Impotenz zu erleiden. Eine Impotenz steht oftmals in direktem Zusammenhang mit der erektilen Dysfunktion.

Erneut stellt sich dem ein oder anderen bis dato überzeugten Raucher, die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer bewussten Schädigung unseres Körpers und der Libido.

Schließlich ist es die Liebeslust und das Sexualleben, das uns Menschen zu einem Großteil ausmacht. Für jene unter Ihnen, die ein ausgiebiges Liebesleben pflegen oder gar einen Kinderwunsch hegen, sollte dieses Thema einen höheren Stellenwert, als ein kurzes Augenrollen und einen lockeren Spruch haben.

Vorausschauende Studien zeigen, dass bereits 8-12 Wochen nach einer kompletter Aufgabe des Rauchens es zu merklichen Verbesserungen einer Erektionshärte und gleichzeitig der Potenz kommt.

Wenn es um “des Mannes bestes Stück” geht, hat jeder Spaß irgendwann ein Ende. Spätestens mit der eigenen Erfahrung einer Erektionsstörung dürfte der ein oder andere einen Lebenswandel zu Gunsten einer besseren Lebensqualität in Betracht ziehen.

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