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Männergesundheit

Pied: Wie hängen Erektionsstörungen und Pornografie zusammen?

Lena Blank
3 Minuten

Immer mehr junge Männer leiden unter sexuellen Funktionsstörungen. Während früher vor allem Männer höheren Alters, aufgrund organischer Ursachen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unter Erektionsstörungen litten, sind heutzutage immer mehr junge Männer betroffen. Eine im Journal of Sexual Medicine veröffentlichte Studie zeigt auf, dass jeder vierte Betroffene unter 40 Jahre alt ist. Auffällig selten lag der erektilen Dysfunktion eine organische Ursache zugrunde. 

Viel mehr leiden junge Männer unter psychisch bedingten Erektionsstörungen. Eine mögliche Ursache ist die sogenannte Porno induzierte erektile Dysfunktion (Pied). In diesem Artikel erfahren Sie deshalb, inwiefern Ihr Pornokonsum Ihre sexuelle Aktivität beeinträchtigen kann und was Sie dagegen unternehmen können.

Warum bekommen immer mehr junge Männer Potenzstörungen?

Nicht jeder junge Mann, der unter einer Erektionsstörung leidet, konsumiert zwangsläufig zu viele pornografische Inhalte. Bemerken Sie jedoch, dass Sie auf den Konsum nicht länger als ein bis zwei Tage verzichten können und der Kontakt zu Ihrem Sexualpartner bzw. Ihrer Sexualpartnerin Ihnen nicht dieselbe Befriedigung bieten kann, sollten Sie Ihren Pornokonsum überdenken.

Ihren Potenzproblemen können jedoch auch andere Ursachen zugrunde liegen:

  • Leistungsdruck
  • Versagensängste
  • Psychische Erkrankungen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Stress
  • Unverarbeitete Traumata
  • Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper

Sind Pornos nicht sexuell anregend?

Sicher hat Ihre Erektionsstörung andere Ursachen als eine Pied - schließlich sind Pornos doch sexuell anregend und können nicht der Grund für Ihre Probleme im Bett sein! Oder etwa doch?

Wir möchten den Konsum pornografischer Inhalte sicher nicht verteufeln. Natürlich sind Pornos nicht gänzlich schlecht. In Maßen konsumiert können pornografische Inhalte sexuell erregen und sich sowohl positiv auf Ihr Sexualleben als auch Ihre Gesundheit auswirken. Denn Masturbation ist nicht ungesund: Häufig baut Masturbation Stress ab, führt zu einem besseren Schlaf und sorgt für eine psychische Ausgeglichenheit. Zudem kann der gemeinsame Konsum erotischer Inhalte sogar die Kreativität im eigenen Schlafzimmer beflügeln.

Doch mittlerweile sind Pornos überall, häufig sogar kostenlos oder über Flatrates, aufrufbar. Das führt bei vielen Männern zu einem übermäßig hohen Konsum. Dem Konsum sind keine Grenzen gesetzt, sodass Sie vielleicht bereits 20 Pornos durchstöbert haben, bevor Sie überhaupt zur Sache kommen. Sich ab und zu etwas Zeit für sich selbst und seine sexuellen Gelüste zu nehmen ist eine gute Sache, wird ein mehrstündiger Aufenthalt auf Pornowebseiten jedoch zur täglichen Routine, wird es problematisch.

Denn übermäßiger Pornokonsum kann eine erektile Dysfunktion verursachen. Der Porno-Effekt kann somit Ihre Erwartungen an Ihr Sexualleben dermaßen beeinflussen, dass Sie Ihre Partnerin nicht mehr sexuell erregen kann. Der Gewöhnungseffekt kann dafür sorgen, dass Sie abstumpfen und selbst beim Anschauen pornografischer Inhalte keine Erektion mehr möglich ist. Zudem kann das mit dem hohen Pornokonsum einhergehende übermäßige Masturbationsverhalten die Empfindlichkeit Ihres Gliedes abstumpfen.

Mögliche Lösungen bei erektiler Dysfunktion

Leiden Sie unter Pied kann ein Pornoentzug Ihre Libido steigern und Ihre Erektionsfähigkeit verbessern. Dazu sollten Sie zwei bis drei Monate lang konsequent auf pornografische Inhalte verzichten. Der Pornoentzug sollte zudem mit einer Änderung Ihres Sexualverhaltens einhergehen. Denn ein Pornoentzug bedeutet nicht, dass Sie sexuell enthaltsam leben sollen! Stattdessen ist es empfehlenswert, realen Sexualkontakt zu suchen, wenn Sie das Bedürfnis nach pornografischen Inhalten spüren. 

Haben Sie Sorge, dass Ihre Erektionsschwierigkeiten diesen Prozess erschweret, können Sie sich temporär von Potenzmitteln unterstützen lassen. So können Sie schnell positive Erfahrungen in Kombination mit Ihrer Verhaltensänderung sammeln. 

Auch eine offene Kommunikation Ihrer sexuellen Wünsche kann Ihnen helfen. Erzählen Sie Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner von Ihren sexuellen Vorlieben. Versuchen Sie beispielsweise Rollenspiele oder besuchen Sie gemeinsam einen Erotikshop. Wer will sich schließlich eine aufregende Reise vor dem Bildschirm ansehen, wenn er sie selbst erleben kann?

Fazit

Erektionsstörungen sind auch bei jungen Männern nicht zwangsläufig auf einen hohen Pornokonsum zurückzuführen. Häufig lässt er seinen Kopf auch aufgrund von Leistungsdruck, Stress oder Versagensängsten hängen. Wer jedoch regelmäßig seinen Pornoanbieter statt des Sexualpartners bevorzugt, sollte seinen Pornokonsum überdenken. Übermäßiger Konsum kann Ihre Libido einschläfern, Ihre sexuellen Erwartungen beeinträchtigen und Ihre Empfindungsfähigkeit mindern. Mit einem Pornoentzug kann einer sogenannten Porno induzierten erektilen Dysfunktion entgegengewirkt und das eigene Sexualleben beflügelt werden.

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