Für die meisten Raucher, die schon eine langjährige Raucherkarriere haben, gilt, dass sie kaum noch aus Genuss rauchen. Viel mehr sind es zum einen die Gewohnheit und zum anderen die Sucht nach dem Nikotin, die sie immer wieder zu Zigarette greifen lassen. Aber ist eine Raucherentwöhnung langfristig erfolgreich möglich und welche Wege gibt es?

Rauchen ist ein verbreitetes Problem

Ein Raucher, der schon lange Zigaretten konsumiert, fiebert mehr oder weniger jeder weiteren Zigarette entgegen. Dabei ist es zum einen die Gewohnheit, die zum Rauchen führt und zum Kaffee oder nach dem Essen die Zigarette zu einer lieben Gewohnheit macht. Einen großen Einfluss auf das Rauchen haben aber auch die vielen abhängig machenden Inhaltsstoffe, die in einer Zigarette enthalten sind. Nikotin ist ein echtes Suchtmittel. In jeder Zigarette sind zudem insgesamt bis zu 4.800 Chemikalien und 250 Gifte enthalten, die zu einem gesundheitsgefährdenden Giftcocktail führen.

Insgesamt rauchen durchschnittliche 30 Prozent der erwachsenen Deutschen regelmäßig und rund 24 Prozent der Deutschen greifen dabei täglich zu den Zigaretten. Problematisch ist dabei, dass Raucher selbst immer jünger werden, wenn sie mit dem qualmenden Laster anfangen. Statistisch liegt das Einstiegsalter von Jugendlichen beim blauen Dunst bei rund 15 Jahren.

Nikotin macht körperlich abhängig

Der Konsum von Tabak hat starke Wirkungen auf die Gesundheit jeden Rauchers. Von den rund 4.800 Chemikalien, die in Zigaretten enthalten sind, gelten rund 90 als krebserregend oder zumindest begünstigend. Dabei sind die Hauptinhaltsstoffe jeder Zigarette sowohl Nikotin wie auch Teer. Die Abhängigkeit, die sich auch dem Zigarettenkonsum ergibt, ist im Nikotin begründet. Deshalb sind zwischen 70 und 80 Prozent aller Raucher in Deutschland auch tatsächlich nikotinabhängig.

Rauchen stellt den Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs dar

Die Lunge wird durch das Rauchen stark geschädigt und daraus ergibt sich ein sehr hohes Risiko für Lungenkrebs nach Jahren des Tabakkonsums. Aber auch Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten bei Rauchern deutlich häufiger als bei Nichtrauchern auf. Mehr als 100.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich aufgrund des Tabakkonsums und dessen gesundheitlich resultierenden Folgen.

Raucherentwöhnung ist schwer, aber nicht unmöglich

Viele Raucher tun sich sehr schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei ist es die Angst vor Entzugserscheinungen, die viele Raucher oftmals überhaupt nicht erst den Versuch des Entzugs starten lässt. Unruhe und erhöhter Appetit sowie Schlafstörungen können die Folge des Entzugs von Nikotin sein. Eine professionelle Unterstützung bei der Raucherentwöhnung ist deshalb bei den meisten Rauchern sinnvoll. Problematisch ist, dass viele Raucher von einem zum anderen Tag eingestände mit dem Rauchen aufhören. Mit einem starken Willen, viel Bewegung und einem insgesamt gesunden Lebensstil lässt sich die Motivation zwar fördern, mit dem Nikotin aufzuhören. Allerdings scheitern viele Raucher und bedingt durch die intensiven Entzugserscheinungen werden sie ohne Unterstützung wieder rückfällig.

Mit Nikotinersatz das Rauchen aufgeben

Mit Nikotinersatz wird dem Körper ohne den Konsum des Rauchs das Nikotin zugeführt. Das ist mittels Pflastern, Kaugummis oder Lutschtabletten umsetzbar. Über mehrere Wochen angewandt, senken die Produkte Stück für Stück die Zufuhr des gefährlichen Nikotins. Entzugssymptome lassen sich so mildern, was wiederum die Raucherentwöhnung erleichtert.

Besondere medizinische Wirkstoffe

Ein Wirkstoff namens Vareniclin soll Rauchern die Entwöhnung leichter machen, weil er die Entzugserscheinungen abschwächt, dabei die Lust auf die Zigarette reduziert. Auch Bupropion als Arzneistoff schafft diese Wirkung. Die Anwendung darf allerdings lediglich unter ärztlicher Aufsicht stattfinden, da Nebenwirkungen gegeben sind.

Spezielle Programme

Gemeinsam in einer Gruppe mit einem gezielten Programm die Raucherentwöhnung zu betreiben, kann für einige Raucher auch sehr erfolgversprechend sein, weil die Teilnehmer sich gegenseitig unterstützen.

Quellen:

  • Apotheken Umschau (2016): Nikotinabhängigkeit (Nikotinsucht). Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Nikotinsucht/Nikotinabhaengigkeit-Nikotinsucht-Therapie-52686_5.html, zuletzt geprüft am 02.04.2018.
  • Bild: https://pixabay.com/
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