Viele Frauen leiden im zweiten oder dritten Drittel ihrer Schwangerschaft unter Sodbrennen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch belastend. Doch mit einigen Maßnahmen kann hier gut Abhilfe geschaffen werden.

Ursachen für Sodbrennen sind vielfältig

Das brennende Gefühl beim Sodbrennen, zieht sich vom unteren Halsbereich bis hin zur Brust und macht vielen Frauen im Verlauf ihrer Schwangerschaft Probleme. Die Ursachen können vielseitig sein. Der Mutterkuchen produziert während der Schwangerschaft das Hormon Progesteron, das zur Entspannung der Gebärmuttermuskulatur dient. Doch diese Wirkung tritt auch beim Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre auf, womit Magensäure in die Speiseröhre zurücklaufen kann. Das Hormon verlängert zudem die Kontraktionen des Magens, die meist wellenartig verlaufen, womit sich die Verdauung insgesamt verlangsamt. Ein weiterer Grund für Sodbrennen während der Schwangerschaft kann einfach darin liegen, dass das Baby im Bauch der Mutter immer mehr Platz benötigt. Damit werden die inneren Organe, auch der Magen, zur Seite oder nach oben weg gedrückt. Damit wird die Ausscheidung nach der Verdauung verlangsamt und es kann zu Sodbrennen kommen.

Symptome sind längerfristig

Viele Frauen bekommen Sodbrennen und damit verbunden auch häufig Magenverstimmungen ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft. Diese unangenehmen Beschwerden hören dann meist auch bis zur Geburt nicht mehr auf. Ca. 20 Prozent der Frauen leiden unter saurem Aufstoßen bereits im Verlauf des ersten Trimesters der Schwangerschaft. Im dritten Trimester liegt die Häufigkeit des Sodbrennens bei Schwangeren schon bei 70 Prozent.

Einfache Maßnahmen schaffen Linderung

Wer vom unangenehmen Aufstoßen und Sodbrennen betroffen ist, stellt sich die Frage, was dagegen unternommen werden kann. Die Antwort ist einfach, denn es gibt sowohl Präparate als auch Maßnahmen, die hier helfen. Schwangere, die unter den Symptomen leiden, sollten auf stark gewürzte Speisen, aber auch Schokolade und Zitrusfrüchte verzichten. Auch der Konsum von Kaffee sollte eingeschränkt werden. Dazu ist ratsam, dass besser mehrmals pro Tag kleinere Mahlzeiten verzehrt werden als nur eine oder zwei größere. Wichtig für betroffene Schwangere ist, dass sie in kleinen Happen essen und sehr langsam kauen. Eine Verbesserung des Sodbrennens ist bei vielen auch dann festzustellen, wenn sie Haselnüsse oder Mandeln bzw. Haferflocken sehr langsam und gründlich kauen. Wer lieber etwas trinkt, sollte auf ein Glas Milch oder stilles Wasser setzen. Auch ein Teelöffel Senf, den Schwangere nach dem Essen zu sich nehmen, ist erwiesenermaßen ein probates Mittel, um Sodbrennen zu unterbinden. Während der Mahlzeit sollten betroffene Frauen jedoch auf das Trinken verzichten, denn das verhindert, dass sich der Magen ausdehnt und es in der Folge zum Reflux der Magensäure kommt.

Richtiges Verhalten minimiert Risiko für Sodbrennen

Wer ein Baby erwartet, sollte darauf verzichten, spätabends noch eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Vor allem ist in der Folge rasches Zubettgehen zu vermeiden. Leiden Frauen während der Nacht unter Sodbrennen, kann es helfen, wenn sie ein zusätzliches Kissen unter den Kopf legen oder das Kopfende des Bettes entsprechend höher einstellen. Damit ist gewährleistet, dass der Oberkörper höher liegt, was den Reflux deutlich reduziert und gleichzeitig die Verdauung ankurbelt.

Medikamente nur in Ausnahmefällen

Ist das Sodbrennen sehr stark oder fühlt sich die Schwangere einfach mit der Situation überfordert, sollte sie ihren Frauenarzt aufsuchen. Denn nur nach Rücksprache mit diesem kann der Griff zu Medikamenten erfolgen.

Quellen:

  • BabyCenter (2018): Sodbrennen in der Schwangerschaft. Online verfügbar unter: https://www.babycenter.de/a8538/sodbrennen-in-der-schwangerschaft, zuletzt geprüft am 03.10.2018.
  • Eltern (2018): Sodbrennen in der Schwangerschaft: Was Dir jetzt helfen kann. Online verfügbar unter: https://www.eltern.de/schwangerschaft/gesundheit-und-fitness/sodbrennen.html, zuletzt geprüft am 03.10.2018.
  • Bild: https://www.pexels.com/de/

 

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