Der Trend zum veganen Lebenswandel hält an. Verstärkt vermehrt sich in den Köpfen vieler Konsumenten das Bild von grausamen Fleischesser, die ihrem Körper und der Umwelt und somit den Mitmenschen auf Dauer Schaden zufügen. Doch wie krank macht Fleisch wirklich und wie gesund verhält sich die Alternative?

Der Vegan-Trend im Überblick

Gemüse assoziieren wir in der Regel mit frischen Farben und Gerüchen, mit der Natur und mit einer unbeschwerten, leichten Nahrungsaufnahme. Gemüse soll uns Energie und wichtige Vitamine bieten, gleiches gilt natürlich auch für Obst. Doch wie alles was in extreme Gefilde abgleitet, besitzt auch Veganismus seine Negativmerkmale, die nicht ohne gesundheitliche Risiken einhergehen.

Trend hin oder her, unser Körper ist weitaus kompliziert aufgebaut, als uns die Lebensmittelindustrie vormachen möchte. Neben Bildern glücklicher Kühe auf der einen Seite, helfen auch keine noch so biologisch angebauten Tomaten, wenn diese als einseitige Ernährung und als Nonplusultra deklariert werden. Sobald der Mensch sich in seiner Ernährungsweise beschränkt, wird er mit hoher Sicherheit Defizite aufweisen. Wo Vegetarier zumindest noch Spuren tierischer Erzeugnisse, im Ei oder im Käse aufnehmen, haben es Veganer schwer. Der Verzicht auf Fisch bedeutet zugleich den Verzicht auf wichtige Omega 3 Säuren sowie Vitamine, die nicht in Gemüse oder Obst zu finden sind. Der Verzicht von Fleisch zieht einen Mangel an Kalzium und Magnesium und andere Nährstoffe nach sich. Manche Nährstoffe können mit einer möglichst komplexen, veganen Ernährung kurzzeitig kompensiert werden. Ernährungspräparate, wie Vitamintabletten oder Omega 3 Tabletten, bieten Veganern zudem eine Möglichkeit den Körper in Schuss zu halten. Auf Dauer zeigen Studien jedoch, dass eine vegane Ernährung auch negative Bestandteile mit sich bringen kann.

Bewährtes System wird zugunsten eines missionarischen Eifers infrage gestellt

Der Mensch benötigt sowohl Fisch und Fleisch, als auch Gemüse, Obst, Ballaststoffe und Nüsse, um das komplexe System seines Körpers im Gang zu halten. Was sich über Jahrmillionen bewährt hat, versuchen nun die Anhänger von Ernährungsbewegungen zunichtezumachen. So mag es zumindest für den einen oder anderen erscheinen. Individuell kann die vegane Ernährung von Mensch zu Mensch für Vorteile sorgen und dabei helfen, den Körper zu entschlacken. Eine dauerhafte Ernährung birgt jedoch vor allem bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem, bei Schwangeren und bei kleinen Kindern Risiken, die sich nur schwer einschätzen lassen. Viele wichtige Nährstoffe werden dem ungeborenen Kind im Mutterleib verwehrt, wenn die Ernährung vegan ausgeführt wird. Mediziner sehen zudem weitere Probleme, die für eine Schwächung des Körpers der werdenden Mutter sorgen. Ernährungstechnisch fällt es nicht leicht, sich vegan zu ernähren.

So urteilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Für Jugendliche und noch stillende Mütter wird eine vegane Ernährung laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht empfohlen. Zink, B12 und Eisen werden kaum über die pflanzliche Ernährungsweise aufgenommen, sodass Veganer langfristig Defizite in der Ernährung aufweisen. Es lohnt sich aber das eigene Bild der Ernährung umzustellen. Eine ausschließliche fleischliche Ernährung oder eine Ernährung, die lediglich aus kohlenhydrathaltigen Komponenten besteht, besitzt ebenfalls Nachteile. Eine gesunde gute Mischung hingegen hilft dabei, den Körper langfristig in Form zu halten.

Quellen:

  • Malberger, L. und Schadwinkel (2018): Macht vegane Ernährung Kinder krank? Online verfügbar unter: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-05/vegane-ernaehrung-kinder-gesundheit-risiko, zuletzt geprüft am 14.08.2018.
  • Westdeutsche Zeitung (2018): Wie gesund sind vegane Lebensmittel? Online verfügbar unter: http://www.wz.de/home/ratgeber/gesundheit-ernaehrung/wie-gesund-sind-vegane-lebensmittel-1.2744667, zuletzt geprüft am 14.08.2018.
  • Bild: https://pixabay.com/
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