Nicht mehr nur in der Pollensaison leiden viele Menschen an allergischem Schnupfen - auch Heuschnupfen genannt. Das Problem ist bei allergischem Schnupfen immer ein überreagierendes Immunsystem, das die Allergene als Krankheitserreger betrachtet und sie zu bekämpfen versucht.

Was ist Heuschnupfen, was ist ein allergischer Schnupfen?

Viele Millionen Deutsche und hier Erwachsene wie auch Kinder und Jugendliche kennen die Problematik des Heuschnupfens. Hierbei handelt es sich um eine der am häufigsten vertretenen Allergien, die in Industrieländern auftreten. Anders als der Name vermuten lässt, besteht aber weder eine Allergie gegen Heu noch eine Erkältungskrankheit. Die Pflanzenpollen sind es, die dem Körper zu schaffen machen.

Die Bezeichnung des allergischen Schnupfens ist ein Oberbegriff für alle Schnupfenarten, die sich aus allergischen Reaktionen heraus ergeben. Heuschnupfen wiederum wird explizit durch Pflanzenpollen ausgelöst, während ein allergischer Schnupfen auch in Hausstaubmilben, Schimmel oder Tierhaarallergien begründet sein kann.

Die Symptome

Fließschnupfen, eine verstopfte Nase, akute Niesattacken sowie auch juckende oder brennende und tränende Augen sind die klassischen Symptome für einen allergischen Schnupfen. Dazu verzeichnen Betroffene oftmals auch ein Brennen oder einen Juckreiz im Hals. Es können bei betroffenen Patienten auch Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und den Nebenhöhlen auftreten. Durch die insgesamt reduzierte Belüftung im Hals-Nasen-Bereich werden zudem auch Infektionskrankheiten begünstigt.

Ein allergischer Schnupfen kann auch in den unteren Atemwegen zu allergischen Reaktionen führen und mit Husten und Anfällen von Atemnot einhergehen. Das kann langfristig zu einer Asthmaerkrankung führen. Patienten mit allergischem Schnupfen haben generell ein erhöhtes Risiko, ein allergisches Asthma auszubilden.

Ein Heuschnupfen kann über einen längeren Zeitraum als vier Wochen auftreten oder sogar im ungünstigsten Falle ganzjährig mit Akzenten in saisonalen Phasen gegeben sein. Das kann der Fall sein, wenn auch eine Überempfindlichkeit gegen Schimmelpilze oder Tierhaare gegeben ist oder wenn Nahrungsmittel den allergischen Schnupfen mit auslösen.

Eine genaue Diagnose ist wichtig

Nicht nur für die Behandlung der unangenehmen Symptome, auch zur Vermeidung einer Ausweitung der Allergie und damit einer Ausbildung von Asthma sind eine Diagnose und Behandlung sehr wichtig. Dazu muss zunächst die Ursache des allergischen Schnupfens genau erörtert werden. Üblicherweise erfolgt die Diagnose durch einen Allergologen.

Hier wird zunächst eine Dokumentation der Krankengeschichte mit genauen Angaben zu früheren Erkrankungen, Erkrankungen innerhalb der Familie und genauen Beschwerden durchgeführt.

Danach werden Hauttests für den Nachweis der auslösenden Allergene mittels Testextrakten durchgeführt. Bei Säuglingen und Kleinkindern erfolgt anstelle des Hauttests üblicherweise eine Blutuntersuchung.

Bei Blutuntersuchungen erfolgt eine Messung der spezifischen Immunglobuline E, der IgE, innerhalb des Blutes.

Möglicherweise kann auch eine ergänzende molekulare Allergiediagnostik erfolgen, die der Eingrenzung der allergieauslösenden Allergene dient, wenn Menschen mehrfach allergisch reagieren.

Der nasale Provokationstest erfolgt dahingehend, dass Allergene auf die Schleimhäute der Nase aufgebracht werden, um zu erkennen, ob der allergische Schnupfen sich wirklich aus den vermuteten Allergenen ergibt.

Die Therapie

Der erste Schritt der Therapie geht dahin, die Allergene zu meiden. Das ist aber leider gerade beim Heuschnupfen praktisch nicht möglich. In diesen Fällen ist eine Immuntherapie, also die Allergieimpfung, eine wichtige Therapieform. Auch als Hyposensibilisierung bezeichnet, wirkt diese Immuntherapie gerade bei einer Gräserpollenallergie bei Patienten sehr gut.

Die Immuntherapie wird mit subkutan gesetzten Spritzen oder manchmal auch mit oral anwendbaren Lösungen umgesetzt. Hier kommen hochdosierte Extrakte der relevanten Allergene zum Einsatz.

Die Immuntherapie verläuft üblicherweise über einen Zeitraum von drei Jahren.

Dazu erhält der Patient weiterhin Medikamente, mit denen akute Beschwerden gelindert werden. Das sind üblicherweise Antihistaminika sowie teilweise auch Kortisonpräparate, die zur örtlichen und innerlichen Anwendung genutzt werden. Die Verwendung der Medikamente muss zeitnah erfolgen, wenn erste Symptome eines allergischen Schnupfens zu verzeichnen sind, damit die Symptome so weit wie möglich ausbleiben.

Quellen:

  • Apotheken Umschau (2016): Heuschnupfen – allergischer Schnupfen. Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Heuschnupfen, zuletzt geprüft am 02.04.2018.
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