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Gift im alltaglichen Umfeld
Allgemeine Informationen

Gift im alltäglichen Umfeld

Von Sarah M.
Lesedauer: 3-4 Min.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz, kurz BUND, schätzt rund 30.000 schädliche Chemikalien in unseren Alltagsartikeln.

Die Auswirkungen sind unterschiedlich

Von Hautreizungen über Allergien bis hin zu Unfruchtbarkeit oder sogar Krebs können die Wirkungen der Alltagsgifte reichen. Allein von den Phthalat-Weichmachern, die Gummi und Kunststoff wie PVC-Böden oder Gummistiefel weich machen, werden im Jahr in Westeuropa etwa eine Million Tonnen hergestellt und genutzt.

Leber und Nieren werden schwer belastet

Dringen die Giftstoffe in den Organismus, wirken sie sich auch auf das Hormonsystem negativ aus. Dazu reichen bereits geringe Konzentrationen. Besonders die Leber und die Niere werden dabei auf eine hohe Belastungsprobe gesetzt. Sind die Kapazitäten der Ausscheidungsorgane überschritten, stellen sich Gesundheitsprobleme ein, die Konzentrationsstörungen wie auch ein herabgesetztes Immunsystem und chronische Müdigkeit nach sich ziehen.

EU-Vorgaben

Die EU hat bereits vor zehn Jahren die Chemikalienverordnung REACH ins Leben gerufen. Hierbei sollten gerade besorgniserregende Stoffe durch ungefährlichere Substanzen ersetzt werden und die Hersteller zu vollständigen Angaben verpflichtet werden. Obwohl durch diese Vorgabe Fortschritte erzielt wurden, sind noch immer Defizite gegeben. Etwa 60 Prozent der Chemikalien-Dossiers der Firmen sind nämlich gemäß Umweltschützern fehlerhaft oder unvollständig. Zudem sind noch immer 2.000 gefährliche Stoffe innerhalb der EU im Einsatz. Das heißt für Verbraucher, Eigenverantwortung zu übernehmen und mit gefährlichen Stoffen vorsichtig umzugehen.

Unter anderem diese alltäglichen Produkte sind bedenklich

  • Enthaarungscreme
    sollte - wenn überhaupt - nur auf kleinen Flächen zur Anwendung gelangen und nicht auf Schleimhäuten zum Einsatz kommen. Die Thioglykolsäure, die für die Haarauflösung verantwortlich ist, dringt in den Organismus.
  • Elektrosmog
    soll zwar angeblich nicht in den Maßen des Ausstoßes, der von Handy, WLAN und Bürogeräten auf Menschen einwirkt, gesundheitsschädlich sein, weil Grenzwerte vorgegeben wurden. Dennoch sollte man Strahlenquellen meiden. Das Handy sollte nicht neben dem Bett liegen, längere Handygespräche sollten über das Headset geführt werden und Kinder sollten mit Elektronik nicht überfrachtet werden.
  • Sprühreiniger
    kann die empfindlichen Atemwege reizen und zudem kann das Einatmen der Stoffe im Reiniger sogar Asthma herbeiführen. Deshalb sollten Fenster- und Badreiniger in Sprayform so selten wie möglich zum Einsatz gelangen.
  • Lebensmittelzusatzstoffe
    sind in Europa in einer Menge von über 300 Stoffen im Einsatz. Das sind Aroma- und Konservierungs- sowie Farbstoffe, die vor der Zulassung geprüft wurden. Greift ein gesunder Mensch in geringem Maße zu Produkten mit solchen Stoffen, ist die Gesundheit nicht gefährdet. Bestehen Allergien oder Stoffwechselerkrankungen, können sich allerdings Atembeschwerden Hautausschläge oder andere Reizungen ergeben. Deshalb sollte die Ernährung - auch bei gesunden Personen - mit so wenig wie möglich dieser Stoffe auskommen.
  • Triclosan
    ist ein Stoff, der in Kosmetika wie Flüssigseifen und Zahncremes sowie Deodorants vorkommt. Er gelangt sowohl in das Blut wie auch die Muttermilch stillender Frauen in den Organismus. Dieser Stoff kann Brustkrebs begünstigen, die Spermien schädigen und auch eine Antibiotikaresistenz nach sich ziehen. Im Sommer 2017 wurde von rund 200 Wissenschaftlern gefordert, ein Verbot für diesen Stoff auszusprechen. Bis dahin müssen sich Verbraucher selbst schützen, der als Keimkiller in Kosmetika verarbeitet wird.
  • Raumsprays
    enthalten viele Chemikalien wie beispielsweise aliphatische Kohlenwasserstoffe und Tenside sowie eben Duftstoffe. Wird ein solches Produkt intensiv genutzt, können Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen und auch Allergien auftreten. Statt Raumspray zu nutzen ist es besser, gründlich zu lüften.
  • Zigaretten
    bringen mit jedem Zigarettenzug einen umfangreichen Giftcocktail in den Körper, in dem Arsen wie auch Kohlenmonoxid und Blausäure, weiterhin Quecksilber, Chrom und Blei enthalten ist. Ein Zigarettenraucher mit dem Bedarf von einer Schachtel Zigaretten am Tag nimmt im Jahr die Menge an Teer auf, die in zwei Joghurtbecher passt.
  • PVC-Böden
    beinhalten Weichmacher und Schwermetalle. Über Hausstaub und Raumluft gelangen die Stoffe in die Atemwege und damit in Leber und Niere.
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