Rund 20 Prozent der Erwachsenen der deutschen Bevölkerung sind mit dem Herpes-Viren-Typ 2 infiziert, das für die Erkrankung an Genitalherpes verantwortlich ist. Eine solche Infektion ist für viel Betroffene peinlich und sie wird deshalb tabuisiert. Wichtig ist aber eine optimale Behandlung, da es sonst zu schweren Komplikationen kommen kann.

Herpesviren sind weit verbreitet

Insgesamt sind rund 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ab einem Alter von 35 Jahren mit einem Herpes-Virus infiziert. Üblicherweise ist es das Typ-1-Virus, das für den Lippenherpes verantwortlich ist. Aber auch eine Infektion mit dem Typ-2-Virus, das für den Genitalherpes verantwortlich ist, ist bei 20 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe gegeben. Nach der ersten und schwer verlaufenden Infektion bilden sich am Körper Schwellungen und juckende sowie brennende Bläschen treten gemeinsam mit Kopf- und Muskelschmerzen sowie Fieber auf. Das Typ-2-Virus hat innerhalb der Erstinfektion deutlich stärkere Symptome als das Typ-1-Virus.

Nach der Erstinfektion ziehen sich die Viren - wie auch beim Typ-1-Virus - in die Nervenknoten geschützt vor dem Immunsystem zurück, verbleiben dabei lebenslang im Körper.

Mediziner sprechen vom Latenzstadium, wenn die Viren sich zurückziehen. Ein erneuter Ausbruch der Viren ist jederzeit möglich, wenn Stress oder starke Sonneneinstrahlung sowie fiebrige Infektionen und Immunschwächen die Reaktivierung der Viren unterstützen.

Genitalherpes ist ein hohes Risiko für Schwangere

Problematisch ist eine Erkrankung mit Genitalherpes für Schwangere. Dabei kann es unter Umständen auch der Fall sein, dass das Virus sich auf das noch Ungeborene überträgt. Besonders bei der Entbindung ist eine Herpeserkrankung aber sehr riskant, denn sie überträgt sich innerhalb der Entbindungsphase auf das Kind und kann dann nachfolgend schwere und auch bleibende Schäden beim Kind verursachen. Eine engmaschige Kontrolle innerhalb der Schwangerschaft ist bei Genitalherpes also besonders wichtig. In der Regel wird vom Arzt dann ein Medikament, das den Wirkstoff Aciclovir enthält verschrieben, damit der Ausbruch der Viren nicht stattfindet. Mit einer niedrigdosierten Aciclovir-Therapie wird in den USA sogar bewirkt, dass die Schwanger eine natürliche Entbindung haben kann, ohne dass zur Minderung des Infektionsrisikos für das Kind ein Kaiserschnitt notwendig wird.

Vorsicht bei Intimitäten

Die Infektion selbst lässt sich generell mit Präparaten, die Aciclovir enthalten, zurückdrängen. Komplett eliminieren lassen sich die Viren aber nicht, was wiederum bedeutet, dass für Intimpartner ein erhöhtes Infektionsrisiko von Infizierten ausgeht. Ein wirklich zuverlässiger Schutz vor der Übertragung der Viren ist beim Akutausbruch nur durch den kompletten Verzicht auf sexuelle Kontakte gegeben. Auch die Verwendung von Kondomen schützt nur mit 50 bis 70 Prozent vor einer Ansteckung des Partners. Bei einem akuten Ausbruch von Genitalherpes sollten Betroffene deshalb den intimen Kontakt zum Partner meiden, bis die Bläschen wieder komplett abgeheilt sind.

Impfstoffe gegen Genitalherpes sind noch in der Entwicklungsphase

Innerhalb der Pharmaindustrie wird an unterschiedlichen Impfpräparaten gegen Herpes noch gearbeitet. Bisher gibt es aber noch kein vielversprechendes Präparat, das in absehbarer Zeit auf den Markt gelangen wird. Die Erforschung und Entwicklung findet aktuell noch an Mäusen statt, allerdings haben hier die getesteten Wirkstoffe bereits eine überraschend gute Wirkung gezeigt. Marktreife haben die Wirkstoffe aber noch nicht.

Die Medikation gegen Genitalherpes

Gegen die Schmerzen der akuten Genitalherpes-Infektion verabreichen Mediziner sowohl schmerzstillende als auch fiebersenkende Medikamente, die allerdings auch rezeptfrei aus der Apotheke bezogen werden können. Dabei helfen Cremes mit sogenannten Virustatika. Präparate mit Zinksulfat sowie Melissenextrakten sollten aber nur bei Lippenherpes genutzt werden, beim Genitalherpes dürfen sie keinesfalls genutzt werden.

Wichtig ist bei einem akuten Genitalherpes-Ausbruch eine besonders gründliche Hygiene. Die betroffenen Hautbereiche sollten so wenig wie möglich berührt werden und es sollten die Hände noch häufiger als sonst gewaschen werden. Zur Vermeidung der Weitergabe an den Partner ist Offenheit sehr wichtig.

Quellen:

  • Krumm, C. (2015): Die wichtigsten Fakten zu Herpes. Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Infektion/Die-wichtigsten-Fakten-zu-Herpes-500589.html, zuletzt geprüft am 02.04.2018.
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