Sommerzeit ist Mückenzeit. Schwirrend und brummend, surrend und summend umfliegen uns neben Mücken, Schnaken und Motten auch Bienen, Wespen und andere Insekten. Allergische Hautreaktionen, Rötungen, Schwellungen und der gefürchtete, intensive Juckreiz sind die Folge. Welche Möglichkeiten existieren, um Mückenstichen vorzubeugen oder diese zu bekämpfen?

Schutz vor Mücken zu jeder Jahreszeit

Die fliegenden Plagegeister ärgern klein und groß. Supermärkte bieten spezielle Mückenkerzen an, andere Händler möchten mit Mückensprays überzeugen. Nicht jedes Mittel wirkt gleichermaßen effektiv gegen den Anflug und das Stechverhalten. Mit präventiven Maßnahmen lassen sich Mückenstiche bedingt vermeiden aber mindestens reduzieren. Mückengitter an den Fenstern sorgen dafür, dass es Insekten schwer haben, das Innere der Wohnung zu erreichen. Im Freien schützt längere Kleidung. Sonnencreme, Knoblauch oder Zwiebeln und Mückensalben sollen die Mücken ebenfalls abhalten. Der Schutz von Mückenlampen ist hingegen umstritten. All dies hilft allerdings nur bedingt bereits gestochenen Personen, die zudem noch überempfindlich reagieren und mit den Auswirkungen der Mückenstiche zu kämpfen haben. In der Regel bieten sich Salben und Cremes verschiedener Firmen an, die für eine Linderung sorgen und Schwellungen schnell abklingen lassen.

Sind juckende Mückenstiche eine Gefahr?

Mückenstiche jucken nur deshalb, da der Körper ihnen mit einer typischen Abwehrreaktion begegnet. Die Heilung setzt ein und der Körper möchte die Fremdkörper schnellstmöglich abstoßen, die beim Einstich der Mücke Einzug erhalten haben. Dies ist jedoch kein Grund für Panik, sondern vollkommen normal, denn fast immer juckt ein Mückenstich. Aus medizinischer Sicht wird zwar von einer allergischen Reaktion gesprochen, doch diesen Umstand hat sicher jeder von uns schon einmal erlebt und war dem juckenden Mückenstich leidvoll ausgesetzt. Jetzt hilft es auf keinen Fall dem Juckreiz nachzugeben und sich womöglich noch den Mückenstich aufzukratzen. Wunden können die Folge sein. Sollte sich die Wunde entzünden, ist ein Gang zum Arzt ratsam. Ein Arzt sollte auch dann aufgesucht werden, wenn nach dem Mückeneinstich lokale Beschwerden auftreten. Manchmal, jedoch selten, äußern sich Beschwerden wie ein allgemeines Unwohlsein oder eine Übelkeit und Kopfschmerzen. Bei Verdacht einer Überempfindlichkeit, die über eine herkömmliche, allergische Reaktion hinausgeht, hilft ein Arzt weiter. Manchmal kann der Insektenstich auch falsch gedeutet werden und von einem anderen Insekt, als von einer harmlosen Mücke stammen.

Alternativen, die gegen Mückenstiche helfen sollen

Damit keine Keime in aufgekratzte Wunden gelangen und dem Juckreiz keine Chance geboten wird, heißt es Linderung zu bieten. Verschiedene medizinische Produkte stehen hierzu zur Verfügung. Auch nach dem Stich ermöglichen die Produkte ein Abschwellen oder helfen dabei, den Juckreiz weniger stark wahrzunehmen. Neueste Methoden sind mit Elektrizität ausgestattet. So helfen elektronische Stichheiler den Juckreiz zu stoppen. Ihre Wirkung greift direkt den Mückenspeichel an und soll diesen anschließend zerstören. Aus diesem Grund kann der Juckreiz gemildert werden oder überhaupt erst nicht auftreten. Bislang existieren jedoch keine größeren Studien, die das Prinzip der Protein zerstörenden, elektronischen Stichheiler tatsächlich belegen. Eine Alternative zu Cremes oder anderen Mittel kann diese Methode darstellen, wenn alles andere keine Wirkung erbracht hat.

Quellen:

  • FreiePresse (2018): Was bei juckenden Mückenstichen zu tun ist. Online verfügbar unter: https://www.freiepresse.de/ratgeber/gesundheit/was-bei-juckenden-mueckenstichen-zu-tun-ist-artikel10263338, zuletzt geprüft am 14.08.2018.
  • Kölnische Rundschau (2018): Großer Stich-Ratgeber Welches Insekt hat mich gestochen und wie behandle ich das? Online verfügbar unter: https://www.rundschau-online.de/ratgeber/gesundheit/grosser-stich-ratgeber-welches-insekt-hat-mich-gestochen-und-wie-behandle-ich-das--30989970, zuletzt geprüft am 14.08.2018.
  • Bild: https://pixabay.com/
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