Wir haben inzwischen gelernt, dass es nicht nur auf den Körperfettanteil im Körper ankommt und wie hoch das Gewicht ist. Auch im Hinblick darauf, wo sich das Körperfett angesiedelt hat, gibt es wesentliche Unterschiede. Als besonders gesundheitsgefährdend gilt das Bauchfett - und das braucht eine genaue Ernährungszusammenstellung, um es los zu werden.

Es gibt zahlreiche Mythen, was den richtigen Zuckerkonsum angeht

Geht es gerade darum, das lästige und zudem gesundheitsgefährdende Bauchfett zu verlieren, gibt es auch ebenso viele Ratschläge, wie es sich reduzieren lässt. Dabei werden Tipps gegeben, die beispielsweise lauten, dass Obst als bevorzugtes Lebensmittel den Fettverlust des Körpers beschleunigt. Das alles ist aber ein Irrtum. Zucker ist für den Körper eben Zucker und er unterscheidet bei der Verstoffwechselung auch nicht, ob der Zucker aus Obst stammt oder aus einem Stück Kuchen. Wer also das Bauchfett verlieren möchte, sollte auch bei der Ernährung mit Obst genau hinschauen und zudem Maß halten. Auf Obst verzichten muss deshalb niemand.

Diätprodukte mit Fruchtzucker sind nicht günstiger für die Ernährung

Bis vor einigen Jahren wurde Verbrauchern noch suggeriert, dass sie mit speziellen Diätprodukten, deren Zuckerzusatz aus Fruchtzucker bestand, deutlich besser abnehmen können. Fruchtzucker sei gesünder als normaler Industriezucker und zudem würde er auch das Abnehmen unterstützen. Obwohl viele Menschen mit Übergewicht zu den Produkten gegriffen haben, haben sie dennoch nicht abgenommen. Auch heute ist die Meinung noch verbreitet, dass es einen Qualitätsunterschied zwischen dem natürlichen Zucker aus Früchten und dem Industriezucker gibt. Die Erkenntnisse in der Forschung sind allerdings inzwischen zu dem Schluss gelangt, dass beide Zuckerarten je 100 Gramm 400 Kalorien aufweisen und dass sich der Fruchtzucker aber dennoch viel intensiver auf die Fettanlagerungen im Körper auswirkt.

Fruchtzucker hat wichtige Einflüsse auf den Stoffwechsel

Fructose wird besonders schnell in Bauchfett umgewandelt, wie Studien inzwischen belegt haben. In Kalifornien fand vor einigen Jahren eine Studie statt, innerhalb derer Probanden aufgeteilt und ein Teil zehn Wochen lang einen Anteil von 25 Prozent ihrer Energie aus Fructose beziehungsweise Traubenzucker bezogen haben. Die anderen Testpersonen nahmen Haushaltszucker in der gleichen Menge zu sich. Beide Testgruppen hatten die gleiche Gewichtszunahme zu verzeichnen. Die Gruppe, die Fructose beziehungsweise Traubenzucker zu sich nahm, verzeichnete aber mehr Fettanbau am Bauch.

Rohkostteller vs. Obstsalat

Aus optischen Gründen ist Bauchfett ein Problem, aber aus gesundheitlicher Perspektive noch deutlich schlimmer. Die Fettpolster am Bauch sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dazu Diabetes und auch Krebs. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation "fünf Obst- und Gemüseportionen" am Tag sollte aufgrund des Fruchtzuckereinflusses auf den Fettanbau am Körper eher gemüselastig umgesetzt werden. 

Das würde auch gleichzeitig die 100 Gramm Zucker reduzieren, die statistisch jeder Bundesbürger konsumiert. Laut Weltgesundheitsorganisation sind maximal 25 Gramm Zucker täglich empfehlenswert - inklusive der Zuckeranteile von Fertiggerichten, Backprodukten und so weiter.

Fruchtzucker hat einige Vorteile gegenüber Industriezucker

Fruchtzucker lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und damit auch absinken. Das verhindert Heißhungerattacken und reduziert auch das Diabetes-Risiko. Dazu hat Fruchtzucker eine stärkere Süßkraft, kann also sparsamer genutzt werden. 

Vorsicht bei den einzelnen Obstsorten

Trockenobst hat einen hohen Fruchtzuckeranteil und getrocknete Weintrauben bestehen zu einem Drittel aus Fruchtzucker. Allerdings sind es auch Früchte, bei denen wir nicht vermuten, dass sie einen hohen Zuckeranteil haben, die letztlich sehr fruchtzuckerhaltig sind. Das gilt für Äpfel und Birnen. Auch Tauben und Kirschen enthalten viel Fructose.

Obst mit weniger Fructoseanteil

Soll das Bauchfett verschwinden, sind folgende Obstsorten - in Maßen natürlich - empfehlenswert. Das sind die Honigmelone sowie Aprikosen und Pfirsiche. Aber auch Mango und Papaya sowie die heimischen Beeren haben einen akzeptablen Fruchtzuckeranteil von weniger als fünf Prozent. Wer auf die zuckerärmeren Früchte zugreift, die 5-am-Tag-Regel mit drei Portionen Gemüse und nur zwei Portionen Obst umsetzt, dazu auch die sonstige Ernährung kalorien- und fettarm gestaltet, kann auch die Fettpolster am Bauch verlieren.

Quellen:

  • Apfel, P. (2018): Gefährliches Bauchfett! Von welchen Obstsorten Sie nicht viel essen sollten. Online verfügbar unter: https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/beliebte-fruechte-machen-dick-gefaehrliches-bauchfett-von-welchen-obstsorten-sie-nicht-viel-essen-sollten_id_8331959.html, zuletzt geprüft am 21.01.18.
  • Bild: https://pixabay.com/
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