Angststörungen und Panikattacken: Symptome, Ursachen und Tipps

Von Sarah M.| Datum: 28.01.2018| Lesedauer: 3-4 Min.

Mittlerweile müssen laut Experten Millionen Menschen wegen einer Angststörung behandelt werden, die sich auf unterschiedliche Arten äußern kann. Den Betroffenen kann mit der richtigen Therapie und den richtigen Medikamenten jedoch in sehr vielen Fällen erfolgreich geholfen werden.

Was sind Angststörungen?

Bei fast 14 Prozent aller Deutschen tritt sie mindestens einmal im Laufe des Lebens auf: Die Angststörung. Sie erschwert vielen Menschen das Leben und geht ursprünglich auf eine gesunde Schutzfunktion zurück. Ängste werden jedoch immer dann zum Problem, wenn sie entweder unverhältnismäßig stark auftreten oder überhand nehmen. Wenn sich ein großer Teil der täglichen Handlungen und Überlegungen um die jeweilige Angst drehen, spricht dies für eine ernstzunehmende Angsterkrankung, die sich auch dadurch zeigt, dass die angstbesetzten Situationen gemieden werden. Typische Symptome können auch das Zurückziehen oder ein immer kleiner werdender Aktivitätsradius sein. In der Regel sind Angstattacken auch mit Symptomen wie Übelkeit, Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder Schweißausbrüchen verbunden. Aus einem solchen Angstgefühl können durchaus Panikattacken werden, die in der Medizin auch als Panikstörung bezeichnet werden. Hilfe ist dann erforderlich, wenn die Symptome das Leben des Betroffenen beeinflussen und der Betroffene diese Angst nicht alleine überwinden kann.

Wie äußern sich Angst- und Panikstörungen?

Betroffene, die an einer Angst- oder Panikstörung leiden, erleben in der Regel sogenannte Angstanfälle, die an bestimmten Orten, in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Begegnungen ausbrechen können. Ist dies der Fall, sind die Angstanfälle mit einer Phobie verbunden. Nichtsdestotrotz können Panikattacken die Betroffenen auch grundlos und scheinbar aus heiterem Himmel befallen. Solche Panikanfälle zeichnen sich oftmals durch sehr heftige Symptome körperlicher Art aus. Nicht selten stehen diese körperlichen Symptome so stark im Vordergrund, dass Betroffene eine ernsthafte Erkrankung befürchten. Häufige Symptome sind starkes Zittern, Atemnot, Schwindel, Herzklopfen oder Schmerzen in der Brust. Einige Menschen hyperventilieren sogar, was bis hin zur Ohnmacht führen kann. Dadurch wird die Angst in der Regel noch weiter gesteigert. Je nach Stärkegrad kann ein solcher Panikanfall lediglich wenige Minuten, jedoch durchaus auch bis zu einigen Stunden anhalten. Die Beschwerden lassen erst dann nach, wenn die Panikattacke ihren Höhepunkt erreicht hat und im Anschluss daran langsam verebbt. 

Die psychischen Ursachen für Angststörungen und Panikattacken

In der Regel hängen Angststörungen und Panikattacken mit psychischen Ursachen zusammen. So können Stress oder starke seelische Belastungen solche Angstgefühle oder Panikanfälle nach sich ziehen. Die Hauptursachen für sehr ausgeprägte Ängste sind häufig Angsterkrankungen, die sich in verschiedenen Formen zeigen. Möglich sind sie in Form von Panikstörungen, Phobien oder generalisierten Angststörungen. Es gibt jedoch auch gemischte Angststörungen, bei welchen krankhafte Ängste in Kombination mit einer Depression auftreten. Auch sind Ängste oftmals mit Zwangsstörungen oder anderen Erkrankungen psychischer Art verbunden. Ängste, die dauerhaft vorhanden und tiefsitzend sind, sind oft die Folge von traumatischen Erlebnissen. Sowohl ein Psychiater als auch ein Psychotherapeut sind in der Lage, die psychische Störung, die der Angsterkrankung zugrunde liegt, aufzudecken und zu behandeln. In manchen Fällen kommen auch Ärzte anderer Fachgebiete in Frage, was jedoch von der Ursache und der Diagnose abhängt. 

Keine Panik: Praktische Experten-Tipps für den Alltag

Betroffene sollten sich in erster Linie immer wieder vor Augen führen, dass es für die Ängste weder realistische Gründe noch einen konkreten Anlass gibt. Zudem sollte im Idealfall nie vom Schlimmsten ausgegangen werden. Wichtig ist, dass sich Betroffene der konkreten Angstsituation stellen und nicht versuchen, diese komplett zu meiden. Es sollte also immer ein Schritt auf die Angst zu gemacht werden, denn jeder neue Schritt bedeutet Erfolg. Entspannungsübungen, die als kleine Auszeit gemacht werden, können wahre Wunder bewirken. Um Ängste überwinden zu lernen, sind auch Gespräche mit Verwandten oder Freunden, die vertrauenswürdig sind, hilfreich.

Quellen:

  • Bracher, T. (2018): Psychologe erklärt, wie Sie Ängste und Panikattacken überwinden. Online verfügbar unter: https://www.focus.de/gesundheit/experten/angststoerung-endlich-wieder-angstfrei-leben_id_8317321.html, zuletzt geprüft am 21.01.2018.
  • Blank-Koppenleitner, A. (2017): Angst und Angststörungen. Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Angst, zuletzt geprüft am 21.01.2018.
  • Wolf, D. (2018): Hilfe bei Angst & Panik. Online verfügbar unter: https://www.psychotipps.com/Aengste.html, zuletzt geprüft am 21.01.2018.
  • Bild: https://www.pexels.com

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