Viele Frauen schätzen sie, weil sie die Hände einfach perfekt wirken lassen. Die Rede ist von künstlichen Fingernägeln. Aber gehen von dieser kosmetischen Behandlung vielleicht sogar gesundheitliche Risiken aus?

Schöne und fein ausgearbeitete Fingernägel haben sich etabliert

In den vergangenen Jahren haben gerade Frauen mit problematischen, brüchigen und weichen Nägeln auf dem Kosmetikmarkt eine echte Hilfe an die Hand bekommen. Die künstlichen Fingernägel sorgen dafür, dass auch Frauen mit problematischen Nägeln nun schöne und gepflegte Hände vorweisen können. Viele Frauen finden die schönen und ebenmäßigen Nägel einfach toll und lassen sie regelmäßig wieder aufarbeiten, um die eigenen, natürlichen Nägel überhaupt nicht mehr zeigen zu müssen. Die Nägel werden in die gewünschte Form und Länge gefeilt, mit einem Lack abgerundet oder auch mit dekorativen Steinchen oder anderem Schmuck versehen.

Die Nägel leiden - und möglicherweise sogar die Gesundheit

Fakt ist leider, dass diejenigen Frauen, die diese Kunststoffblenden dauerhaft auf den eigenen, natürlichen Nägeln tragen, diesen schaden. Inzwischen werden sogar gesundheitliche Beeinträchtigungen von künstlichen Nägeln nicht mehr ausgeschlossen. An die eigenen Nägel gelangt kein Sauerstoff mehr und das bewirkt eine deutliche Verschlechterung der Hornschicht und deren Qualität. Bilden sich durch nicht korrekt ausgeführte Arbeiten Spalten oder Hohlräume zwischen Kunst- und Naturnagel, können sich auch Bakterien und Pilze ansiedeln.

Bleiben die Krankheitserreger über einen längeren Zeitraum unentdeckt, weichen die Hornstrukturen der Naturnägel auf und zersetzen sich. Letztlich färbt sich der eigene Nagel unter dem Kunstnagel gelb oder braun, bröselt und löst sich komplett auf. Im feuchten Milieu sind besonders Hefepilz-Infektionen sowie Schimmel- und Fadenpilze zu verzeichnen. Erst Schmerzen weisen auf eine nun fortgeschrittene Infektion hin und damit besuchen betroffene Frauen auch erst dann den Hautarzt.

Symptome können sich auch zeigen, indem sich um den Nagel herum ein entzündeter Ring bildet und dass sich Bläschen zeigen. Diese Symptome weisen im Regelfall auf eine Kontaktallergie hin. Die Acrylate, die in vielen Mitteln innerhalb der Nagelmodellage zum Einsatz kommen, bringen ein sehr hohes Sensibilisierungsrisiko mit.

Gefährlich können auch Dämpfe und Staub werden - allerdings eher für Nageldesigner

Neben dem verwendeten Acrylat sind in modernen Studios auch andere Methoden in Gebrauch. Das können beispielsweise aufgeklebte Netzauflagen sein, die aus Fiberglas oder Seidengewebe bestehen oder es werden Gelnägel aufgebracht. Dazu gibt es auch zahlreiche Produkte, die Frauen selbst aufkleben können.

Gegen die Dämpfe und den entstehenden Feinstaub schützen sich viele Nageldesigner durch einen Mundschutz und Dunstabzugshauben. Hier liegt das Gesundheitsrisiko nämlich weniger bei den behandelten Frauen, als bei den Nageldesignern, die täglich über Stunden diesen Stoffen ausgesetzt sind.

Gelnägel und UV-A-Licht

Bei Gelnägeln machen sich einige Frauen Gedanken, ob das UV-A-Licht, das dem Aushärten des Nagels dient, einen negativen Einfluss auf die Haut nehmen könnte. Das ist aber nicht das Problem und das Hautkrebsrisiko wird durch die Anwendung von UV-A-Licht nicht erhöht.

Finger weg von künstlichen Nägeln?

Mediziner sagen, dass es nicht schädlich ist, sich zu besonderen Anlässen künstliche Nägel arbeiten zu lassen. Auch Frauen, die durch Chemotherapie ihre eigenen Nägel verloren haben, können auch psychisch davon profitieren, wenn sie sich künstliche Nägel fertigen lassen. Weniger gefährlich sind immer die Nägel, die Frauen sich allein aufkleben. Allerdings haben diese auch nur eine sehr geringe Haltbarkeit.

Dauerhaft und pausenlos sollte eine Frau aber nicht auf die künstlichen Nägel setzen. In medizinischen Berufen sind künstliche Fingernägel übrigens aufgrund der ungünstigen Desinfektionsmöglichkeiten verboten und im Lebensmittelbereich sind sie deshalb ungern gesehen.

Eine Alternative ist eine Kombination aus Lack und Gel

Noch nicht sehr lange ist ein Material auf dem Markt, das aus Lack und Geld kombiniert ist und die gleiche Haltbarkeit wie Kunstnägel hat. Trotz gelegentlich auftretender allergischer Reaktionen ist dieses Produkt für die Nagelplatte deutlich verträglicher als Kunstnägel.

Quellen:

  • Wolfrum, C. (2018): Können künstliche Fingernägel schaden? Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Kosmetik--Pflege/Koennen-kuenstliche-Fingernaegel-schaden-412267.html, zuletzt geprüft am 12.03.2018.
  • Bild: https://www.pexels.com/de/
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