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Was ist Metronidazol?

Der Wirkstoff Metronidazol ist ein Antibiotikum, das bei Infektionen durch Bakterien mit anaeroben Keimen (außer Aktinomyzeten und Propionibakterien) eingesetzt wird. Anaerobe Keime vermehren sich besser bei fehlender Sauerstoffzufuhr. Was ist Metronidazol für ein Antibiotikum, das anaerobe Bakterien bekämpfen kann? Es gehört zu der Wirkstoffgruppe der Nitroimidazole und ist sein wichtigster Vertreter. Das Arzneimittel wurde im Jahr 1960 entwickelt. Mittlerweile ist der Wirkstoff in zahlreichen Medikamenten enthalten. Die chemische Bezeichnung des Wirkstoffs lautet 2-Methyl-5-nitroimidazol-1-ethanol, 2-(2-Methyl-5-nitroimidazol-1-yl)ethanol (IUPAC) oder auch Metronidazolum (Latein). Zusammenfassend lässt es sich sagen, dass es sich bei Metronidazol um ein Mittel gegen Parasiten (Schmarotzer): gegen Urtierchen (Protozoen) und ohne Sauerstoff lebende (anaerobe) Bakterien handelt.

Was ist Metronidazol, Wirkung und Nebenwirkung

Metronidazol bewirkt DNA-Strangbrüchen durch Elektronenübertragung auf seine Nitrogruppe. Dadurch erfolgt sowohl ein antimikrobiellen als auch ein mutagener Effekt. Die Wirkung von Metronidazol ist bakterizid gegen Anaerobier (Helicobacter, Gardnerella, Campylobacter) und Protozoen (Trichomonas, Entamoeba histolytica, Giardia). Die Erreger reagieren auf den Wirkstoff Metronidazol, in dem sie ihn unter spezifischen Bedingungen (z.B. anaerobes Wachstum) durch Reduktion in hochreaktive Zwischenprodukte wie Acetamid und N-(2-Hydroxyethyl)-oxamidsäure umwandeln. Diese Reduktionsprodukte bewirken durch Komplexbildung oder dem Verursachen von Strangbrüchen eine Schädigung der DNA der Erreger.

Was ist bei Metronidazol an Nebenwirkungen möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen und einer subjektiven Wahrnehmung unterliegen.

Die Nebenwirkungen lassen sich in Häufigkeitsangaben widergeben und kategorisieren.

  • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
  • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
  • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
  • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
  • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Es gibt jedoch auch Häufigkeiten, die auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar sind. Sollten Sie eine der bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen verspüren, wird Ihnen dringlich empfohlen unverzüglich Ihren Arzt aufzusuchen oder sich unmittelbar in das nächste Krankenhaus zu begeben.

Zu diesen schwerwiegenden Nebenwirkungen, die jedoch in die Kategorie sehr selten fallen, gehören Beschwerden wie schwerer anhaltender Durchfall nach den ersten Wochen der Einnahme. Bei diesem Durchfall kann eine pseudomembranöse Enterokolitis (schwere Darmerkrankung) handeln, häufig verursacht durch Clostridium difficile. Diese Darmerkrankung sollte sehr ernst genommen werden, da Lebensbedrohlich sein kann. Es kann in sehr seltenen Fällen Überempfindlichkeit zu Atemnot, Schwindel und Erbrechen kommen. Beim Auftreten von Symptomen wie Bewusstseinsstörung, Kaltschweißigkeit und blassen Händen und Füßen muss ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei einer Schleimhautschwellung im Bereich der Luftwege mit Atemnot, ist es elementar, dass Sie sofort einen Arzt konsultieren.

Was ist bei Metronidazol – Einnahme zu beachten?

Bei Krankheitszeichen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Entzündung der Rachenmandeln und der Mundschleimhaut, kann es sich um eine starke Verminderung spezifischer weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) handeln und sich innerhalb weniger Stunden einstellen.

Zu gelegentlich auftretenden schwerwiegenden Nebenwirkungen gehören ein Taubheitsgefühl, das Gefühl pelzig zu sein oder ein Kribbeln in den Armen und Beinen. Auch diese Symptome erfordern eine umgehende Konsultation Ihres Arztes. Zu den weniger gravierenden, jedoch häufiger auftretenden möglichen Nebenwirkungen während der Behandlung gehören zum Beispiel ein metallischer Geschmack, bitteres Aufstoßen, Zungenbelag, Entzündungen im Mund (Glossitis, Stomatitis), Magendrücken, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dagegen ist eine Dunkelfärbung des Urins nur bedingt durch ein Stoffwechselprodukt und somit ohne Krankheitswert. Gelegentlich treten bei Patienten Beschwerden auf wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, psychotische Störungen einschließlich Sinnestäuschungen (Halluzination) und Verwirrtheitszustände, Erregbarkeit, traurige Verstimmtheit (Depression), Störungen im Zusammenspiel der Bewegungen (Ataxie) und Hautreaktionen auf.

Die Einnahme des Medikamentes mit dem Wirkstoff Metronidazol kann bei Partienten zur Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie und Granulozytopenie) führen und bei längerer Anwendung daher regelmäßige Blutbildkontrollen durchzuführen. Auch zu allergischem Schnupfen und allergischer Bindehautentzündung des Auges kann es kommen sowie zu schmerzhaften Wasserlassen (Dysurie), Blasenentzündung (Zystitis) und unfreiwilliger Abgang von Urin (Harninkontinenz), Störungen der Leberfunktion, Infektionen mit einem Hautpilz (z.B. Candida albicans) im Geschlechtsbereich. Selten kann es zu Leberentzündungen mit Stauung des Gallenflusses kommen oder zu einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie). Des Weiteren wurden nicht entzündliche Erkrankungen des Gehirns (Enzephalopathie) berichtet, ebenso Erkrankungen des Kleinhirns, wozu z.B. Ataxie (Störungen im Zusammenspiel der Bewegungen) gehört. Diese Erscheinungen können sich jedoch nach Behandlungsende zurückbilden.

Die Art und der Schweregrad von Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen gleich. Sollten Sie eine oder mehrere dieser Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt ebenfalls für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist Metronidazol, Kontraindikationen

Es gibt bestimmte Kontraindikationen, die von einer Behandlung und Einnahme von Metronidazol abraten. Die offensichtlichste Voraussetzung, bei der die Einnahme nicht durchgeführt werden darf, ist eine vorliegende Allergie gegen den Wirkstoff. Weitere Gegenanzeiger sind schwere Leberschäden, Störungen der Blutbildung oder wenn Sie an einer Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark und Nerven leiden. Trichomoniasis ist oft sexual übertragbar und somit der Partner ebenfalls Träger der Trichomonaden, auch wenn bisher keine krankhaften Veränderungen bei diesem aufgefallen sein sollten. Um wechselseitige Ansteckungen zu verhindern, ist es notwendig, dass der Sexualpartner ebenfalls untersucht und gegebenenfalls behandelt wird. Von Geschlechtsverkehr sollte während der Behandlung abgesehen werden. Ebenfalls ist auf das Zusammenwirken von Metronidazol und anderen Medikamenten zu achten. Eine Wirkungsverminderung von Metronidazol kann durch Arzneimittel gegen Schlafstörungen und Krampfanfällen erfolgen.

Die Einnahme des Alkohol-Entwöhnungsmittels Disulfiram kann zu Verwirrtheitszuständen und bestimmten Geistesstörungen (Psychosen) führen. Auch auf den Konsum von Alkohol sollte verzichtet werden. Außerdem kann Metronidazol die blutgerinnungshemmende Wirkung bestimmter Medikamente verstärken.

Die Toxizität bestimmter Arzneimittel kann sich erhöhen durch Verhinderung der Ausscheidung (Chemotherapeutika, Lithium). Während der Schwangerschaft und der Stillzeit wird von der Einnahme des Medikaments abgeraten. Auch die Fahrtüchtigkeit kann stark eingeschränkt werden.

Bitte nehmen Sie Metronidazol 400 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn von diesem abgeklärt wurde, dass Sie nicht unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Medikament Preis inkl. Konsultation  
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Quellen:

  • European Directorate for the Quality of Medicines and Health Care (EDQM): Metronidazole. Safety Data Sheet. 2013. Online verfügbar unter: https://crs.edqm.eu/db/4DCGI/db/4DCGI/MSDS?MSDS=M1850000, zuletzt geprüft am 31.03.2017.
  • Institut für Arbeitsschutz der deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung: GESTIS-Stoffdatenblatt Metronidazol. 2016. Online verfügbar unter: http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/103804.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0, zuletzt geprüft am 31.03.2017.