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Metronidazol und Alkohol – allgemeine Hinweise

Metronidazol

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In der Gesellschaft existiert der allgemeine Glaube, dass man keinen Alkohol zu sich nehmen sollte, wenn man Medikamente einnimmt. Diese Empfehlung sprechen die meisten Ärzte ganz allgemein aus, unabhängig davon, um was für ein Medikament es sich handelt.

Antibiotika mit dem Wirkstoff Metronidazol werden von Ärzten bei verschiedenen bakteriellen Erkrankungen verschrieben. So hilft der Wirkstoff unter anderem bei Entzündungen, die durch anaerobe Bakterien oder durch das Bakterium Helicobacter Pylori verursacht werden. Letzteres ist häufig für eine Magenschleimhautentzündung verantwortlich. Dabei ist festzustellen, dass Probleme mit Magen und Darm im asiatischen Raum nicht so häufig auftreten. Dies ist unter anderem auf die gesündere und weniger fettreiche Nahrung der Asiaten zurückzuführen.

Dasselbe gilt auch für die Einnahme von Metronidazol und Alkohol. Grund hierfür ist zumeist nicht eine grundsätzliche Unverträglichkeit aller Medikamente mit Alkohol, sondern vielmehr der Fakt, dass die betroffenen Personen ja meist krank sind, wenn sie Medikamente einnehmen müssen und daher davon auszugehen ist, dass ihr Organismus ohnehin geschwächt ist und den Alkohol schlechter verträgt. Insbesondere galt dies lange für die Einnahme von Antibiotika und Alkohol. Doch woher kommt diese Vermutung?

Einige Antibiotika, längst nicht alle, hemmen im Körper des Betroffenen das Enzym Acetaldehyddehydrogenase. Das führt dazu, dass die Umwandlung von Ethanol im Körper gehemmt wird. Zu diesen Antibiotika zählt übrigens auch das Metronidazol, weshalb in diesem Fall die gleichzeitige Einnahme von Metronidazol und Alkohol nicht empfehlenswert ist. Bei Ethanol handelt es sich um handelsüblichen Alkohol, der in nahezu allen alkoholischen Getränken wie Bier, Wein, Sekt und Spirituosen enthalten ist. Der verzögerte Abbau von Ethanol durch die zeitgliche Einnahme von Metronidazol und Alkohol kann zum sog. Acetaldehydsyndrom führen. Die Folge ist eine Alkoholunverträglichkeit, die durch den langsamen Abbau des Alkohols hervorgerufen wird. Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen können die Folge sein.

Allgemein kann dieses Problem jedoch nicht auf alle Antibiotika übertragen werden. Viele haben keinen Einfluss auf den Abbau von Ethanol, sodass es im Grunde keine absolute Gegenanzeige für die Einnahme von Alkohol und Antibiotika gibt. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Ihr Immunsystem geschwächt ist, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen ein Antibiotikum einnehmen müssen. Generell gilt im Falle von Infektionskrankheiten, dass Schonung und Ruhe für Ihren Körper das Beste ist, um die Krankheit zu bewältigen und auszukurieren. Eine gesellige Runde in der Bar oder abends bei Freunden trägt außerdem nicht nur dazu bei, dass Sie sich selbst unnötigem Stress aussetzen, sondern erhöht auch das Ansteckungsrisiko für Ihre Mitmenschen. Warten Sie das ein oder andere Mal also besser geduldig ab, ehe Ihre Krankheit überwunden ist, um Ihre Mitmenschen nicht unnötig zu gefährden.

Metronidazol und Alkohol – diese Gefahren drohen

Wie bereits erwähnt, zählt Metronidazol zu jenen Antibiotika, bei denen die zeitgleiche Einnahme von Alkohol gefährlich werden kann. Daher wird davon abgeraten, während einer Therapie mit Metronidazol Alkohol zu konsumieren. Metronidazol trägt dazu bei, das Enzym Acetaldehyddehydrogenase im Körper zu hemmen. Dieses ist jedoch dafür verantwortlich, den Alkohol, in diesem Fall Ethanol, im Körper abzubauen. Wenn Sie also Metronidazol und Alkohol zu sich nehmen, kommt es zu stärkeren Nebenwirkungen bzw. einem stärkeren Rausch durch den Alkohol.

Der Abbau von Alkoholen und deren Abbauprodukte bedeutet für den Körper viel Stress. Es gibt Menschen, bei denen ein mutiertes Gen ursächlich dafür sein kann, dass Ethanol ohnehin langsamer abgebaut wird. Dies ist genetisch bedingt und führt dazu, dass die typischen Begleiterscheinungen eines übermäßigen Alkoholgenusses wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bereits beim Konsum von geringen Mengen an Alkohol auftreten. Ist bei diesen Patienten darüber hinaus die Wirkung von ADH und ALDH gestört, die für den Abbau von Ethanol und anderen Alkoholen verantwortlich sind, kann es im schlimmsten Falle zu einer Alkoholvergiftung kommen.

Jenes Phänomen wird als Acetaldehydsyndrom beschrieben und führt zu verstärkten Alkohol-Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Herzklopfen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Zusammenbruch des Nervensystems kommen, sodass Sie kollabieren. Daher raten die meisten Ärzte von der Einnahme von Metronidazol und Alkohol ab. Experten raten sogar dazu, selbst bis zu 10 Tage nach der Einnahme von Metronidazol auf Alkohol zu verzichten. Je nachdem auf welche Weise Sie Metronidazol zu sich nehmen, dies kann oral, rektal oder intravaginal sein, spielt der Effekt jedoch eine unterschiedliche Rolle. Hierzu sollten Sie einen Arzt befragen, der Sie individuell beraten kann.

Metronidazol und Alkohol – darauf müssen Sie achten

Bei einem gesunden Menschen wird der Alkohol über die Leber abgebaut. Wenn Sie hin und wieder ein Gläschen genießen und bei einer Party mal über die Stränge schlagen, brauchen Sie nicht zu befürchten, dass Sie Ihre Gesundheit nachhaltig schädigen. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie keine Erkrankung haben. Müssen Sie jedoch Medikamente einnehmen, kann Alkohol bereits in geringsten Mengen schädlich sein.

Besonders Medikamente mit dem Wirkstoff Metronidazol können in Verbindung mit Alkohol eine ungewollte Reaktion auslösen. Metronidazol kann eine Hemmung der Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) bewirken. Dabei handelt es sich um einen komplizierten Prozess, der im Inneren des Körpers abläuft. In der Folge wird der Abbau von Ethanol massiv verlangsamt oder sogar gestoppt. Dadurch können bereits kleine Mengen Alkohol nicht abgebaut werden.

Ein übermäßiger Konsum von Alkohol kann somit in Verbindung mit bestimmten Medikamenten sehr gefährlich werden. Im schlimmsten Falle bemerken Sie die typischen Symptome einer Vergiftung, die nach dem übermäßigen Genuss von Alkohol auftreten können. Diese gefährlichen Symptome einer Alkoholintoleranz vermeiden Sie, indem Sie auf alkoholische Getränke während der Medikamenteneinnahme verzichten.

Viele Patienten kennen das: Die Infektionskrankheit ist fast abgeklungen, die Symptome sind verschwunden und man fühlt sich eigentlich schon wieder richtig gut. Man muss die Antibiotika nur weiterhin nehmen, um einen Rückfall der Infektion zu vermeiden. Und genau in diesen Zeitraum fällt die nächste Runde in der Bar oder ein geselliger Abend bei Freunden. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Hinweisen, die Sie beachten sollten, wenn Sie nur schwer auf den einmaligen Konsum von Alkohol verzichten können:

  • Genießen Sie Alkohol stets nur in Maßen
  • Bleiben Sie bei milden Alkoholika und vermeiden Sie Hochprozentiges
  • Halten Sie die Abstände zwischen der Einnahme von Metronidazol und Alkohol so groß wie möglich

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Quellen:

  • Weathermon, R.: Alcohol and medication Interactions. Alcohol Research and Health, 1999. Online verfügbar unter: https://pubs.niaaa.nih.gov/publications/arh23-1/40-54.pdf, zuletzt geprüft am 03.02.2017
  • Pharmacist’s Letter: Alcohol-related Drug Interactions. 2008, 24. Online verfügbar unter: http://hams.cc/meds/interactions.pdf, zuletzt geprüft am 03.02.2017
  • Zagermann-Muncke, P.: Ein Gläschen in Ehren. Medikamente und Alkohol. Pharmazeutische Zeitung, 2004. Online verfügbar unter: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=26198, zuletzt geprüft am 03.02.2017

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