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HIV Prophylaxe

HIV Prophylaxe

Truvada ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das zwei Wirkstoffe enthält: Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil. Es ist ein antivirales Arzneimittel, welches zur Vorbeugung der sexuell übertragbaren HIV-1-Infektion angewendet wird. Es sollte immer mit „Safer-Sex-Praktiken“ angewendet werden und man muss selbst HIV-negativ sein.

In den USA ist Truvada seit 2002 zugelassen. In der EU wurde das Medikament zur HIV-Prophylaxe (Präexpositionsprophylaxe) im Jahr 2016 zugelassen.

Wir arbeiten intensiv daran, Ihnen in naher Zukunft einen Service zur Präexpositionsprophylaxe (HIV-Prophylaxe) anzubieten, dass Ihnen Truvada verschrieben werden kann.

Rezeptpflichtige Arzneimittel:

HIV Prophylaxe

HIV ist die Abkürzung für "Human Immunodeficiency Virus" und heißt ins Deutsche übertragen "menschliches immunschwäches Virus". Noch immer gibt es in Deutschland jährlich rund 3.000 neue Ansteckungen mit dem HI-Virus. Man geht davon aus, dass über 10.000 Menschen gar nichts von ihrer HIV Infektion wissen. Von der Ansteckung bis zum Krankheitsbild AIDS können mehrere Jahre vergehen. Durch diverse Medikamente kann dieser Zeitpunkt um viele Jahre hinausgezögert werden und in einigen Fällen sogar ganz verhindert werden. Bisher vermag noch kein Wirkstoff das HI-Virus sicher abzutöten. Für Personen, die gefährdet sind, sich mit dem HI-Virus anzustecken, gibt es Medikamente zur HIV-Prophylaxe, kurz PrEP, das steht für Prä-Expositions-Prophylaxe.

Das Human Immunodeficiency Virus (HIV)

Das HIV ist wissenschaftlich sehr gut untersucht und ist Gegenstand vieler Forschungen. Es gehört zur Familie der Retroviren. Das ist eine Virenart mit einer äußeren Hülle (Membran). Vor dem Einbau in die Wirtszelle durchlaufen Retroviren einen speziellen Prozess beim Auslesen des Erbgutes. Das HI-Virus ist 80 bis 100 Nanometer klein und verbirgt unter seiner Hülle zum größten Teil Erbinformationen.

Zwei unterschiedliche HI-Viren sind bekannt, das HIV 1 und das HIV 2. Die wiederum werden in weitere Subtypen eingeteilt. Hier in Europa handelt es sich meistens um das HIV 1 Subtyp M.

Dieses Virus vermehrt sich in den menschlichen Immunzellen. Genauer, in den T-Helferzellen (auch: CD4-Lymphozyten). Wie der Name es vermuten lässt, helfen sie dem Immunsystem lediglich und wirken nicht abtötend auf die Erreger. Sie erkennen feindliche Zellen (Antigene) und leiten diese Information weiter an die Abwehr.

Eine ganze Zeit lang können die HI-Viren nach einer Ansteckung erfolgreich abgewehrt werden. Das Immunsystem bildet dafür Antikörper aus, die dann auf das Aufspüren der HI-Viren spezialisiert sind. In dieser Phase kann das HIV nachgewiesen werden, man ist HIV positiv und kann andere Personen anstecken.

Je nach individueller Ausprägung des Immunsystems und nach der Therapie, kann es nun Wochen bis Jahrzehnte dauern, ehe sich das sogenannte klinische Vollbild AIDS ausbildet. Intakte T-Helferzellen sind dann nicht mehr ausreichend vorhanden, um krankmachende Keime zu erkennen und die Information weiterzuleiten, um dadurch entsprechende Immunantworten einzuleiten.

Die Übertragung von HIV

Im Grunde zählt das HIV zu den schwer übertragbaren Viren. HI-Viren werden zum Beispiel nicht, wie viele andere krankheitserregende (humanpathogene) Viren über die Luft (Tröpfcheninfektion), über die Nahrung oder durch Küsse weiterverbreitet. Eine HIV-Infektion erfolgt nur über die Körperflüssigkeiten: Blut, Sperma, Vaginalsekret. Das HI-Virus wird nicht über Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Schweiß, Tränen, Urin und Stuhl übertragen.

Daher ist der mit Abstand häufigste Übertragungsweg der ungeschützte Geschlechtsverkehr.

Zu den Übertragungswegen im Einzelnen gehören:

  • homosexueller Geschlechtsverkehr
  • heterosexueller Geschlechtsverkehr
  • drogenkonsum (kontaminierte Spritzen)
  • während der Schwangerschaft die Übertragung auf das Kind
  • durch die Muttermilch
  • medizinisches Personal, besonders bei Stichen oder Schnitten an HIV-positiven Patienten
  • kontaminierte Blutkonserven

- Analverkehr

Das Risiko, das sich das Virus durch ungeschütztem Analverkehr weiterverbreitet, ist besonders hoch. Die Beschaffenheit der Darmschleimhaut erleichtert die Aufnahme und die Abgabe des HIV. Auch kommt es häufig durch Blutkontakt zu einer Ansteckung, weil es beim Analverkehr häufig zu kleinen Rissen und Verletzungen in diesem Bereich kommt.

- Vaginalverkehr

Beim Vaginalverkehr trägt die Frau ein höheres Risiko angesteckt zu werden als der Mann. Im Sperma ist die Dichte der HI-Viren wesentlich höher als im Sekret der Frau. Das Risiko einer Ansteckung beim Geschlechtsverkehr steigt noch einmal, wenn das Immunsystem des Partners bereits durch andere virale Infektionen stark vorbelastet ist.

- Oralverkehr

Beim Oralverkehr können die Viren durch das Sperma oder durch Menstruationsblut, das in den Mund- und Rachenbereich gelangt, übertragen werden. Im Prostatasekret (Lusttropfen) sind die Viren nur in niedriger Konzentration vorhanden, sodass es für eine Ansteckung nicht ausreicht. Kommt Sperma oder Blut in den Mund, sollte dies auf keinen Fall geschluckt werden. Am besten spült man den Mund sofort gründlich mit viel Zahnpasta aus. Zahnpasta vermag die Hülle des Virus zu zerstören und macht ihn dadurch unschädlich.

Was passiert nach einer Infektion?

Nach einer erfolgten Übertragung des HI-Virus passiert zunächst einige Tage lang gar nichts. In der Medizin wird der weitere Verlauf nach einer Infektion in drei Phasen eingeteilt. Bevor es zum Vollbild AIDS kommt durchläuft der Körper zwei Phasen:

Phase 1: Diese Zeit wird Latenzphase genannt. Es kommt nach der Infektion zu einer ersten Abwehrreaktion des Immunsystems. Die Antikörper können das feindliche Virus nicht abtöten. Sind die HI-Viren erst einmal innerhalb ihrer Wirtszelle angelangt, können sich vermehren und verändern dabei ständig ihre Oberflächenstruktur. Dadurch kann das Immunsystem sie nicht wiedererkennen. Das ist der Grund, warum sie lebenslang im Körper verbleiben.

Die Erreger vermehren sich am Anfang rasant. Oft kommt es deshalb in den meisten Fällen ein paar Tage nach der Ansteckung zu grippeähnlichen Symptomen wie, Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, Schwellung der Lymphknoten, Durchfall und Hautausschlag. Diese klingen recht bald ab und es beginnt die meist recht lange Latenzphase, ohne Symptome, von durchschnittlich zehn Jahren.

Phase 2: Mit der Zeit nimmt die sogenannte Viruslast wieder zu und die symptomatische Phase beginnt. Das Immunsystem ist bereits stark geschwächt und es kann zu Symptomen kommen wie:

  • Nachtschweiß, Fieberschübe
  • Pilzerkrankungen
  • Hauterscheinungen (z. B. Gürtelrose)
  • Durchfall
  • Lymphknotenschwellungen

Weiterhin unbehandelt, schließt sich daran die dritte Phase an, AIDS.

AIDS

Als AIDS, Acquired Immune Defeciency Syndrome, wird das Krankheitsbild bezeichnet, das die HI-Viren letztendlich hervorrufen. Das Immunsystem kann nun aufgrund der hohen Anzahl fehlender intakten T-Helferzellen nicht mehr richtig arbeiten. AIDS bedeutet übersetzt "erworbenes Immunschwächesyndrom".

In der dritten Phase ist das Abwehrsystem so stark geschwächt, dass geringste Angriffe durch Viren dem Körper stark zusetzen können. Das Vollbild AIDS ist erreicht. Jetzt setzen auch normalerweise harmlose Viren dem Körper zu und es kommt zu unterschiedlichen Krankheitsbildern, wie:

  • Lungenentzündung
  • Herpes zoster/ -simplex Infektionen
  • Pilzinfektionen
  • Infektionen des Nervensystems
  • Wasting-Syndrom (starke ungewollte Gewichtsabnahme)

Unbehandelt führen diese Zustände früher oder später zum Tode. Wird die HIV Infektion nicht therapiert, so bilden etwa 50 Prozent der Infizierten diese schweren Immundefekte aus. Mit einer medizinischen Behandlung können diese Immunreaktionen mittlerweile um viele Jahre hinausgezögert oder sogar ganz vermieden werden.

Diagnose HIV positiv

Wer zur Risikogruppe gehört oder befürchtet, sich mit HIV infiziert zu haben, sollte einen HIV-Test machen lassen. Nur so lassen sich weitere Ansteckungen vermeiden und entsprechende therapeutische Maßnahmen ergreifen. Homosexuellen Männern wird empfohlen, sich mindestens einmal im Jahr auf HIV testen zu lassen. Längst ist dafür der Gang zu einer Ärztin oder einem Arzt nicht mehr notwendig.

Für den Test ist eine Blutabnahme erforderlich. Im Labor wird das Blut nach den HIV-Antikörpern untersucht. In der Regel lassen sie sich sechs bis zwölf Wochen nach einer Ansteckung nachweisen. Die Antikörper werden vom körpereigenen Immunsystem gebildet, nachdem sie mit den Antigenen, den Viren, in Kontakt gekommen sind.

Fällt dieser Test positiv aus, erfolgt danach ein zweiter Test, hier werden jetzt die Antigene im Blut gesucht. Erst wenn beide Tests positiv ausfallen, lautet die Diagnose HIV-Infektion.

Außer in ärztlichen Praxen gibt es noch weitere Möglichkeiten, um einen HIV-Test durchführen zu lassen:

  • Angebote von Gesundheitsämtern und sogenannten Checkpoints: HIV-Labortest (anonym, häufig kostenlos) und HIV-Schnelltests (anonym, meist kostenpflichtig)
  • HIV-Selbsttest (HIV-Heimtest) voraussichtlich ab Herbst/2018 auch in Deutschland zugelassen
  • HIV-Einsendetest, Blutabnahme erfolgt zu Hause und wird an ein Labor verschickt

HIV Therapien

Es gibt derzeit noch kein Medikament auf dem Markt, das die HI-Viren erfolgreich abtötet. Doch gibt es eine Reihe von Arzneimittel, mit denen sich die fortschreitende Schwächung des Immunsystems verzögern oder sogar verhindern lässt. Diese Therapie wird ART, antiretrovirale Therapie genannt.

HIV-Patienten mit den Symptomen der 2. oder 3. Phase werden heute mit der sogenannten hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) behandelt.

Rund zwanzig Arzneimittel stehen für diese Therapie zur Verfügung. Eine HAART wird speziell auf den Patienten abgestimmt und besteht mindestens aus drei unterschiedlichen Arzneimitteln. Die Wirkstoffe dieser Medikamente sind aus den Wirkstoffgruppen:

  • Reverse-Transkriptase Hemmer
  • Protease Inhibitoren
  • Integrase Inhibitoren
  • Fusions Inhibitoren

Alle Wirkstoffe verhindern die Vermehrung des Hi-Virus. Sie stören dafür entweder beim Auslesen oder bei der Zusammensetzung des Erbgutes oder verhindern das Einschleusen von Virenmaterial in die Wirtszelle.

Die individuelle Therapieform wird auch davon abhängig gemacht, wie viele T-Helferzellen noch im Blut des Patienten vorhanden sind.

Für den Erfolg der Therapie ist eine frühzeitige Diagnose wichtig. Die Tabletten müssen regelmäßig und ein Leben lang eingenommen werden.

Begleitend zur medikamentösen Therapie sollten die Betroffenen auch selbst alle Maßnahmen ergreifen, die sie beeinflussen können, zum Beispiel:

  • Vermeidung von Giften (Alkohol, Nikotin, andere Drogen)
  • gesunde, frische Ernährung um das Immunsystem zu stärken
  • Vermeidung von möglicherweise unreinen Lebensmitteln, wie Rohmilch, Rohkäse, roher Fisch, rohe Eier, etc.
  • regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf
  • Vermeidung von negativem Stress, regelmäßige Entspannungsübungen
  • Vorsicht mit Haustieren (Sauberkeit und häufiges Händewaschen)

HIV Prophylaxe

Der erste und einfachste Schutz vor einer HIV Infektion ist es, die Risiko Faktoren weitestgehend zu meiden:

  • Die erste Maßnahme zu Schutz ist die Verwendung eines Kondoms beim Geschlechtsverkehr. Besonders, wenn es sich um häufig wechselnde oder recht unbekannte Partner handelt.
  • Beim Oralverkehr sollte unter diesen Umständen ebenfalls entweder ein Kondom oder ein Lecktuch verwendet werden.
  • Medizinisches Personal sollte, sobald es erforderlich ist, Handschuhe, ggf. auch einen Gesichtsschutz tragen und Desinfektionsmittel verwenden.

Wer HIV positiv ist, sollte folgende Maßnahmen ergreifen:

  • seine (Geschlechts)Partner darüber informieren
  • kommt es zu einem "Unfall" beim Geschlechtsverkehr mit einem Kondom, sollte die Partnerin, der Partner eine Arztpraxis aufsuchen und abklären, ob eine chemische Prophylaxe zur Anwendung kommen kann
  • Anwendung einer chemischen Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) für gefährdete Personen.

Post-Expositions-Prophylaxe

Eine PEP ist eine chemische Therapie, die nach einer Risikosituation eine HIV-Ansteckung verhindern soll. Die PEP Therapie muss spätestens 48 Stunden nach dieser Situation beginnen und dauert vier Wochen. Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen übernommen. Das Risiko, sich mit dem HI-Virus zu infizieren, wird dadurch um neunzig Prozent gesenkt.

HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe

Die HIV-PrEP ist Vorsorgetherapie, die vor einem Risiko-Kontakt stattfindet. Dabei handelt es sich um Medikamente, die HIV-negative Personen zum Schutz vor einer HIV-Infektion einnehmen können.

Seit 2016 sind diese Medikamente auch in Deutschland zugelassen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus den Wirkstoffen Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin, um das Medikament Truvada.

Dieses Arzneimittel ist in erster Linie für HIV-negative Homosexuelle und Transgender mit wechselnden oder HIV-positiven Partnern gedacht. Studien zufolge sinkt das Risiko einer HIV-Infektion mit diesem Medikament um 86 Prozent. Um den Prozentsatz zu steigern, wird geraten, zusätzlich Kondome zu verwenden. Mit "Safer-Sex" und PrEP lässt sich fast eine vollständige Sicherheit erzielen.

Die Empfehlung für Frauen ist etwas zurückhaltender. Das hängt damit zusammen, dass sich die chemisch wirksamen Substanzen in der Rektumschleimhaut in einer hundertmal höheren Konzentration ansammeln können als in der Schleimhaut der Vagina.

Für eine erfolgreiche HIV-PrEP Therapie sind folgende Parameter zwingend notwendig:

  • HIV-negativ
  • strikte Einhaltung der vorgegebenen Dosierungen
  • regelmäßige Arztbesuche

Truvada

Truvada ist ein Medikament für die HIV-Präventions-Therapie (PrEP). Truvada ist verschreibungspflichtig. Auf Doktorabc können Sie Truvada inklusive einer ärztlichen Online-Konsultation bestellen. Sie erhalten das Medikament zur HIV-Prävention nach einer ausführlichen Befragung, mit dem dafür benötigtem Rezept.

Wirkung von Truvada

Truvada enthält zwei Wirkstoffe, Emtricitabin in einer Dosis von 200 mg und Tenofovirdisoproxil in einer Dosis von 245 mg. Beide Wirkstoffe arbeiten auf ähnliche Weise. Einfach ausgedrückt, verhindern sie das Auslesen der Erbinformation bei der Vermehrung der Viren und damit eine Ausbreitung der Infektion mit dem HIV. Emtricitabin ist ein sogenannter Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Hemmer. Tenofovirdisoproxil ist eine Vorstufe (Propharmakon) von Tenovir, welches als Nukleotid-Recerse Transkriptase Hemmer wirkt. Nukleotide und Nukleoside sind beides molekulare Bestandteile der DNA.
Letztendlich können auch diese Wirkstoffe eine HIV-Infektion nicht heilen. Jedoch verhindern sie direkt an der infizierten Stelle, dass sich die Viren weiter im Blut vermehren und damit dem Immunsystem ernsten Schaden zufügen können.

Anwendung Truvada

Vor Beginn der Therapie mit Truvada gilt es einiges zu beachten:

  • Es darf nachweislich keine HIV Infektion vorliegen. Das heißt, ein vorheriger Test muss bescheinigen, dass die keine HIV-Infektion vorliegt. Dieser Test darf nicht älter als drei Monate sein.
  • Da man eine erst kürzlich erfolgte Infektion dadurch nicht ausschließen kann, ist es wichtig, nachfolgend auf grippeähnliche Symptome zu achten (Fieber, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten etc.). In diesem Fall muss sofort mit der Ärztin, dem Arzt darüber gesprochen werden.

Es gibt zwei unterschiedliche Einnahmemodalitäten. Eine dauerhafte Therapie, zum Beispiel für feste Partnerschaften, in denen ein Partner HIV positiv ist und eine anlassbezogene Einnahme. Das können bestimmte Gelegenheiten sein, wie Urlaub oder entsprechende Partys und Veranstaltungen. Die genaue Dosierung muss im Einzelfall ärztlich abgesprochen, und ansonsten dem Beipackzettel von Travada entnommen, und strikt befolgt werden. Nur so ist ein größtmöglicher Schutz gewährleistet.

Bei der dauerhaften Einnahmeform wird täglich eine Tablette eingenommen. Dabei sollte die erste Einnahme zwei (bei Männern) bis sieben Tage (bei Frauen) vor dem Sex eingenommen werden. Genauso (2-7 Tage nach dem letzten Sex) verfährt man, möchte man die Therapie abbrechen. Wobei die Phase des Ausschleichens auch verlängert werden kann.

Die anlassbezogene HIV-PrEP wird nur für den Analverkehr empfohlen. Hierfür beginnt man 24 bis 2 Stunden vor dem Sex mit der Einnahme von zwei Tabletten. Dabei gilt, je eher desto besser. Danach wird täglich eine Tablette genommen bis zwei Tage nach dem letzten Verkehr.

Nebenwirkungen von Truvada

Bei der Einnahme von Truvada kann es zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen kommen. Auch auf die Gegenanzeigen ist vor der Einnahme zu achten. Dazu lesen Sie auf jeden Fall den Beipackzettel sorgfältig durch und sprechen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt über eventuelle Unklarheiten oder auftretende Auffälligkeiten.

Als häufige Nebenwirkungen werden Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwäche und Hautausschlag genannt. Im Blut können gelegentlich ein Phosphatmangel sowie erhöhte Kreatinkinasewerte (CK, CPK) festgestellt werden.

Quellen:

  • Beipackzettel Truvada 200mg/245 mg Filmtabletten. Stand: 07.2018. Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/TRUVADA-200-mg245-mg-Filmtabletten-5901883.html, zuletzt geprüft am 13.08.2018.
  • Deutsche AIDS-Hilfe (2018): PrEP (HIV-Prophylaxe). Online verfügbar unter: https://www.aidshilfe.de/prep-hiv-prophylaxe, zuletzt geprüft am 13.08.2018.
  • Robert Koch Institut (2016): HIV-Infektion/AIDS. Online verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html, zuletzt geprüft am 13.08.2018.
  • Prof. McCormack s. et al. (2015): Pre-exposure prophylaxis to prevent the acquisition of HIV-1 infection (PROUD): effectiveness results from the pilot phase of a pragmatic open-label randomised trial. Online verfügbar unter: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(15)00056-2/abstract?code=lancet-site, zuletzt geprüft am 13.08.2018.