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Allgemeine Informationen

Schlafstörungen und Asthma: Gibt es einen Zusammenhang?

Lena Blank
3- 4 Minuten

Laut einer 2017 im European Respiratory journal veröffentlichten Studie, haben Menschen mit regelmäßigen Schlafstörungen ein dreimal höheres Risiko, an Asthma zu erkranken. Bei Personen, die seit mindestens zehn Jahren unter Ein- oder Durchschlafstörungen leiden, besteht sogar ein 92-prozentiges Risiko an einer Atemwegserkrankung zu leiden.

Doch wie sieht es umgekehrt aus? Kann Asthma Schlafstörungen fördern und wie können Asthmatiker nächtlichen Schlafstörungen vorbeugen? Wir klären Sie auf.

Kann Asthma zu Schlafstörungen führen?

Tatsächlich beeinflussen chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD den Schlaf häufig sehr negativ. Zum Schlafen legen wir uns in den meisten Fällen in unser Bett. Diese liegende Position führt jedoch zu einem erhöhten Druck auf den Brustkorb und das Lungenvolumen wird zusätzlich eingeschränkt, wodurch Atem-, Ein- und Durchschlafprobleme auftreten können.

Asthma und der Schlaf

Viele Asthmatiker leiden auch nachts an Atembeschwerden. Brustenge, Atemnot und Giemen erhöhen die Tagesmüdigkeit und können mitunter zu weiteren gesundheitlichen Einschränkungen führen.

Weiterhin können nächtliche Atembeschwerden wie Husten und Atemnot auftreten. Die nächtlichen Symptome können Ihren Schlaf unterbrechen und Sie wachen auf. Manchmal führt die Inhalation der Medikamente selbst zu Schlafstörungen. Bei einige Medikamenten gegen Asthma und COPD können nämlich Schlafstörungen als Nebenwirkung auftreten.

Hinzu kommt, dass eine häufige Begleiterkrankung dieser chronischen Atemwegserkrankungen die sogenannte Schlafapnoe ist, die den Schlaf ebenfalls beeinflussen kann.

Schlafapnoe und Asthma

Die sogenannte Schlafapnoe ist kein Symptom Ihrer Asthmaerkrankung, wie einige Erkrankte irrtümlicherweise glauben. Hierbei handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung, die jedoch häufig im Zusammenhang mit Asthma und COPD auftritt.

Bei einer Schlafapnoe setzt der Atem während des Schlafens zwischenzeitlich aus. Meist halten diese Atemaussetzer mindestens zehn Sekunden lang, wodurch der Betroffene aufwacht.

Achtung!

Bei einem Schlafapnoe-Syndrom kommt es im Schlaf immer wieder zu Atemaussetzern, häufig verbunden mit Schnarchen. Wir empfehlen Ihnen dringend Ihren Arzt zu konsultieren, falls Sie vermuten an Schlafapnoe zu leiden.

Bisher ist unklar, warum ausgerechnet Asthmatiker und Menschen mit COPD besonders häufig an Schlafapnoe leiden. Jedoch konnten bestimmte Risikofaktoren für diese Erkrankung ermittelt werden. Demnach ist das Risiko unter folgenden Umständen besonders hoch:

  • Schweres Asthma
  • COPD
  • Übergewicht
  • Sodbrennen
  • Inhalation von Kortikosteroiden in hohen Dosen

Umso mehr dieser Faktoren auf Sie zutreffen, desto wahrscheinlicher ist die Entwicklung einer Schlafapnoe. Eine Kombination von Schlafapnoe und Asthma kann einen hohen Leidensdruck für den Betroffenen bedeuten und ist nicht immer leicht zu kontrollieren. Schnell entsteht ein Kreislauf, der nur schwer zu durchbrechen ist: Schlafapnoe können nämlich die Atembeschwerden am Tag verschlimmern. Folglich steigert der Betroffene den Gebrauch des Bedarfsinhalators, wodurch wiederum Schlafapnoe und Schlafstörungen begünstigt werden können.

Wie können nächtliche Asthmaanfälle verhindert werden?

Um nächtlichen Asthmaanfällen und Schlafstörungen entgegenzuwirken, sollten die Schlafprobleme in erster Linie mit einem Arzt besprochen werden. Dieser kann sicherstellen, dass Ihr Asthma unter Kontrolle ist und mögliche Ursachen mit Ihnen durchgehen. Gegebenenfalls wird Ihr behandelnder Arzt die Dosierung anpassen oder einen anderen Wirkstoff verschreiben. Teilweise wird auch ein Aufenthalt in einem Schlaflabor empfohlen, um die Ursache der Schlafstörungen genau identifizieren zu können.

Ein asthmafreundliches Schlafzimmer

Doch auch Sie selbst können einiges für Ihre nächtliche Ruhe tun. Gestalten Sie Ihr Schlafzimmer asthmafreundlich, damit Ihre Atemwege nicht zusätzlich gereizt werden:

  • Trocknen Sie Ihre Bettwäsche während der Pollensaison nicht im Freien.
  • Lassen Sie Ihre Haustiere nicht ins Schlafzimmer.
  • Nutzen Sie allergikerfreundliche Kissen und Decken.
  • Wechseln Sie Ihre Bettwäsche alle vierzehn Tage.
  • Überheizen Sie Ihre Räume im Winter nicht. Die Europäische Stiftung für Allergieforschung empfiehlt eine Raumtemperatur von 20 Grad. Im Schlafzimmer werden meist lediglich 16- 18 Grad empfohlen.
  • Achten Sie auf die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Sie sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Sowohl niedrigere als auch höhere Werte können die Atemwege reizen.
  • Verzichten Sie auf Pflanzen im Schlafzimmer.

Sollten Asthmamedikamente vor dem Schlafengehen verwendet werden?

Die zeitliche Abstimmung der Medikation zur Behandlung von Asthma und COPD ist für viele Betroffene ein heikles Thema. Treten Schlafstörungen im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen auf, kann keine einheitliche Empfehlung gegeben werden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob die Inhalation unmittelbar vor dem zu Bett gehen, ratsam ist.

Einerseits sollen entzündungshemmende Medikamente vor dem Schlafengehen nächtlichen Atembeschwerden vorbeugen, wodurch Schlafstörungen entgegengewirkt werden kann. Auf der anderen Seite können Schlafstörungen jedoch auch die Nebenwirkung einiger Präparate darstellen, weshalb die unmittelbare Anwendung vor dem Schlafengehen nicht immer zielführend ist. Gegebenenfalls kann in diesem Fall ein alternativer Wirkstoff verschrieben werden. Konsultieren Sie Ihren Online-Arzt, um eine individuelle Empfehlung zu erhalten.

Fazit

Eine Kombination aus Schlafstörungen und Asthma kann bei Betroffenen zu einem hohen Leidensdruck führen. Nicht immer lassen sich die Beschwerden unkompliziert aus dem Weg räumen. Jeder Einzelfall muss individuell geprüft werden. Gegebenenfalls kann bereits eine Änderung der Medikation für Abhilfe sorgen. Häufig jedoch ist in erster Linie der Trigger nächtlicher Beschwerden zu identifizieren oder die Begleiterkrankung Schlafapnoe zu behandeln.

Bei DoktorABC können Sie sich über Ihr kostenloses Kundenkonto bequem online von einem unserer Ärzte beraten lassen. Unsere Ärzte stehen Ihnen immer gerne mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Erneuerung Ihres Rezeptes sowie die Lieferung benötigter Medikamente ist über unseren Service möglich. Bestellen Sie Ihre Asthma-Behandlung jetzt nach oder konsultieren Sie unverbindlichen einen Arzt.

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