Osteoporose ist auch eine Männerkrankheit: Risikofaktoren und Vorbeugung

Von David T.| Datum: 03.01.2018| Lesedauer: 3-4 Min.

Osteoporose ist eine heimtückische Krankheit, die den Verlust an Knochensubstanz nach sich zieht und die die Knochenmikroarchitektur zerstört. Weil Osteoporose als typische Frauenerkrankung gilt, wird sie bei Männern nur selten festgestellt und behandelt.

Wer bisher der Annahme war, dass ausschließlich Frauen an Osteoporose erkranken, liegt falsch. Denn auch Männer sind von Osteoporose betroffen. Zwar tritt die Erkrankung bei Frauen häufiger auf, doch beträgt der Anteil an erkrankten Männern immerhin rund 50 Prozent. In Deutschland sind 2 Millionen Männer und 4 Millionen Frauen an Osteoporose erkrankt. Bei Männern wird die Krankheit jedoch seltener festgestellt und deshalb auch seltener behandelt.

Dabei ist eine frühzeitige Behandlung der Krankheit sehr wichtig, um einer Sinterung der Wirbelkörper, Knochenbrüchen und Wirbelkörperbrüchen vorzubeugen. Vorbeugen ist sinnvoll, denn eine Osteoporose geht nahezu immer mit langanhaltenden und unerträglichen Schmerzen einher.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Osteoporose bei Männern?

Ab dem 35. Lebensjahr wird der Knochenaufbau vom Abbau der Knochen übertroffen. Ab diesem Lebensalter beeinflussen die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten die Regulation des Knochenstoffwechsels erheblich. Diese Risikofaktoren begünstigen die Entwicklung einer Osteoporose:

  • Langzeitliche Behandlung mit hochdosierten kortisonhaltigen Medikamenten
  • Hypogonadismus: ein Mangel an Testosteron
  • Magen-Darmerkrankungen und chronische Durchfälle
  • Autoimmunkrankheiten und chronische Lungen- und Tumorerkrankungen
  • Gelenkentzündungen
  • Übergewicht
  • Einseitige Ernährung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum

Osteoporose kann vorgebeugt werden

Osteoporose ist keine unabänderliche Alterserscheinung und auch kein Schicksal, denn der Osteoporose und ihren Folgen kann vorgebeugt werden.

Die Kalziumausscheidung der Nieren reduzieren

Wenn die Nieren vermehrt Kalzium ausscheiden, kann dies eine Osteoporose begünstigen. Die Kalziumausscheidung kann reduziert werden, wenn weniger Kochsalz konsumiert wird. Auch der Konsum von zu viel Alkohol und Kaffee kann bewirken, dass die Nieren übermäßig Kalzium ausscheiden.

Testosteron-Mangel ausgleichen

Weil Testosteron ein überaus wichtiges Hormon für die Knochen ist, kann ein Mangel dazu führen, dass Osteoporose entsteht. Besteht ein Verdacht auf Testosteron-Mangel, ist zu empfehlen, einen Facharzt aufzusuchen, der den Testosteronspiegelmisst. Sollte ein Mangel vorhanden sein, kann dieser medikamentös ausgeglichen werden.

Vitamin D-Mangel beseitigen

Kalzium kann vom Körper nicht aufgenommen und von den Knochen nicht eingebaut werden, wenn ein Mangel an Vitamin D besteht. Glücklicherweise kann der menschliche Körper Vitamin D selbst bilden, dazu ist allerdings ausreichend Sonneneinstrahlung notwendig. In unseren Breitengraden ist dies eher nicht der Fall, weshalb Vitamin D zusätzlich durch die Nahrung zugeführt werden sollte. Speisen, die Vitamin D enthalten sind beispielsweise Milchprodukte, Pilze und Seefisch.

Dem Körper ausreichend Kalzium zuführen

Ein erwachsener Mann sollte ca. 1500 mg Kalzium am Tag zu sich nehmen, weil Kalzium für den Knochenaufbau und ebenfalls für den Aufbau der Muskulatur wichtig ist. Viel Kalzium ist in Milch und Milchprodukten vorhanden.

Warum regelmäßige Bewegung so wichtig ist?

Alle bisher beschriebenen Maßnahmen zur Vorbeugung sind ineffektiv, wenn regelmäßige Bewegung fehlt. Denn nur wenn Knochen belastet werden, können sie Kalzium in sich einbauen. Es bringt also nichts, wenn verstärkt Vitamin D und Kalzium aufgenommen wird, wenn es an körperlichen Aktivitäten fehlt.

Quellen:

  • Männer Gesundheit (2017): Osteoporose – auch ein Problem für Männer. Online verfügbar unter: https://www.maennergesundheit.info/maennergesundheit/stoffwechsel/osteoporose.html, zuletzt geprüft am 28.12.2017.
  • Bild: https://www.pexels.com/de/

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