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Azithromycin und Alkohol – darf man beides kombinieren?

Es scheint ein nicht enden wollender Mythos zu sein, dass die Kombination von Alkohol und Antibiotika, also auch die Kombi von Azithromycin und Alkohol, generell verboten ist. Viele Mediziner plädieren jedoch nach und nach dafür, dieses pauschale Verbot etwas differenzierter zu betrachten, um die Patienten nicht unnötig zu verunsichern. Auch ganz grundsätzlich sprechen viele Ärzte ein pauschales Verbot für Alkohol aus, wenn sie ein Medikament an ihre Patienten verschreiben, da es durchaus nahezu immer leichte Wechselwirkungen geben kann, die sich negativ auf den Körper des Patienten auswirken. Dies hat zum Einen den Hintergrund, dass sich die Ärzte generell absichern möchten, zum anderen liegt die Erklärung darin, dass Menschen, die Medikamente zu sich nehmen, meist eine Krankheit haben und dementsprechend auch ihr Organismus geschwächt ist. Wenn es sich also um eine solche Krankheit handelt, sollten Sie auf Alkohol verzichten oder aber zumindest den Konsum so weit wie möglich drosseln, um den Heilungsprozess während einer Krankheit nicht zu verzögern und Ihren Körper möglichst fit zu halten.

Der Einfluss von Alkohol auf den menschlichen Organismus ist stets negativ und stellt für viele Organe eine große zusätzliche Belastung dar, der Sie sich nicht aussetzen sollten, wenn Sie ohnehin krank sind und einer schnellen Genesung entgegenstreben. Den negativen Einfluss von Alkohol auf den Organismus können Sie stets selbst spüren, wenn Sie abends merken, dass Ihre Reaktionsfähigkeit sich verzögert, Ihre Augen nicht mehr so leicht Ihren Bewegungen folgen können, oder Sie am nächsten Tag Kopfschmerzen und Übelkeit verspüren. Dies alles sind gute Gründe, um auf die Kombination von Azithromycin und Alkohol zu verzichten. Denn schließlich sind Sie mit großer Wahrscheinlichkeit an einer Infektion erkrankt, wenn Sie das oben genannte Antibiotikum zu sich nehmen, die Ihre Gesundheit allein schon genug belastet.

Azithromycin und Alkohol – welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen können auftreten?

Wenn Sie während einer Behandlung einer Infektion Azithromycin mit Alkohol kombinieren, wirkt sich das zunächst auf Ihre Alkohol-Verträglichkeit aus. Bestimmte Antibiotika hemmen im Körper das Enzym Acetaldehyddehydrogenase, welches dafür verantwortlich ist, dass Ethanol vom Körper abgebaut wird. Bei Ethanol hingegen handelt es sich um handelsüblichen Alkohol, der in nahezu allen alkoholischen Produkten, wie Sekt, Wein, Bier und diversen Schnäpsen enthalten ist. Wird dieses Enzym gehemmt, kommt es zu einer verstärkten Alkoholunverträglichkeit, auch Acetaldehydsyndrom genannt. Ihre Reaktionen auf den Alkohol sind dann wesentlich stärker als gewohnt, Sie werden schlichtweg schneller und leichter betrunken, was oft mit Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautrötungen und sogar Herzrasen einher geht. Bei dem speziellen Antibiotikum Azithromycin ist jedoch nicht eindeutig gesichert, ob es, wie viele andere Antibiotika einen solchen Effekt im Körper des Betroffenen hervorruft. Mehr zu den Nebenwirkungen dieses Medikamentes können Sie hier nachlesen:

Azithromycin und Alkohol – darauf müssen Sie achten

Denken Sie zunächst daran, dass ein geschwächter Organismus, der mit einer Infektion infiziert ist, grundsätzlich empfindlicher auf Alkohol reagiert. Daher spielt es grundsätzlich zunächst keine Rolle, um welches Antibiotikum es sich bei Ihnen handelt und ob Sie Azithromycin und Alkohol miteinander kombinieren sollten. Falls es sich jedoch nicht vermeiden lässt, weil Ihre Infektion Sie in Ihrem Alltag nicht allzu sehr einschränkt und Sie dennoch einen gemütlichen Abend im Kreis Ihrer Freunde mit ein oder zwei Bierchen verbringen möchten, dann sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Trinken Sie keinen harten Alkohol, wenn Sie Antibiotika einnehmen
  • Generell gilt, dass Sie Alkohol nur in Maßen trinken und es nicht übertreiben sollten.
  • Entscheiden Sie sich daher eher für einen gemütlichen Abend als für die exzessive Party, bei der es tendenziell schwieriger ist, auf größere Mengen Alkohol zu verzichten.
  • Halten Sie die Abstände zwischen der Einnahme des Antibiotikums und des Alkohols möglichst groß. Am besten nehmen Sie Ihre tägliche Dosis in den frühen Morgenstunden zu sich.
  • Auch mit leichtem Alkohol, wie Bier oder Wein, sollten Sie es dennoch nicht übertreiben. Halten Sie sich lieber etwas länger an der ein oder anderen Flasche bzw. dem Glas auf, als Sie es vielleicht sonst gewöhnt sind.
  • Sollte es keinen konkreten Anlass geben, können Sie generell gut und gern auf den Konsum von Alkohol verzichten.

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Quellen:

  • Weathermon, R.: Alcohol and medication Interactions. Alcohol Research and Health, 1999. Online verfügbar unter: https://pubs.niaaa.nih.gov/publications/arh23-1/40-54.pdf, zuletzt geprüft am 03.02.2017
  • Pharmacist’s Letter: Alcohol-related Drug Interactions. 2008, 24. Online verfügbar unter: http://hams.cc/meds/interactions.pdf, zuletzt geprüft am 04.02.2017.
  • Zagermann-Muncke, P.: Ein Gläschen in Ehren. Medikamente und Alkohol. Pharmazeutische Zeitung, 2004. Online verfügbar unter: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=26198, zuletzt geprüft am 02.02.2017.
  • Stefanescu, C.: Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Antibiotika nehme? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28.06.2014. Online verfügbar unter: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/frau-doktor/darf-ich-alkohol-trinken-wenn-ich-antibiotika-nehme-13099867.html, zuletzt geprüft am 17.02.2017.

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