Verhütungsmittel

Verhütungsmittel

Um eine Schwangerschaft trotz Geschlechtsverkehrs zu vermeiden, sodass die Eizelle der Frau nicht befruchtet werden kann, nutzt man diverse Verhütungsmittel.

Häufig wird hierzu die „Anti-Baby-Pille“ genutzt, die seit den 70er Jahren auf dem Markt ist. Daneben gibt es jedoch auch noch viele weitere Verhütungsmittel, wie hormonelle Präparate, Barrieremittel (ohne Hormone), Notverhütung und die Sterilisation.

Auf unserem Portal können Sie zwischen verschiedenen Pillen wählen. Manche verbessern neben der Verhütungswirkung das Hautbild, da sie gegen fettige Haut oder Akne wirken.

Nachfolgend sind weitere Möglichkeiten zur Empfängnisverhütung aufgeführt.

Rezeptpflichtige Arzneimittel:

Das wichtigste Kriterium für ein Verhütungsmittel ist die Zuverlässigkeit, mit der eine Schwangerschaft verhindert wird. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von zuverlässigen Verhütungsmitteln. Neben der Sterilisation gelten die hormonellen Verhütungsmittel sowie die Kupferspirale oder -kette als die sichersten Varianten. Im Einzelfall müssen Sie, gegebenenfalls mit ihrem Partner, ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt abwägen, welches das beste Mittel für Sie ist. Die Durchführbarkeit spielt dabei eine Rolle und auf jeden Fall die gesundheitliche Verträglichkeit, besonders bei den Hormon- und Kupferpräparaten.

Der Pearl-Index

Für die Bewertung der Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels wird der Pearl-Index (PI) herangezogen. Er ist nach dem amerikanischen Biologen Raymund Pearl benannt. Er gilt als Vorreiter der medizinischen Statistik. Der PI umfasst die Werte 0,08 (für ein Hormonimplantat) bis 85 (wenn gar nicht verhütet wird). Je niedriger der PI desto sicherer ist die Verhütung. Ausgangspunkt für die Berechnung sind einhundert Frauen, die mit einer bestimmten Verhütungsmethode innerhalb eines Jahres dennoch schwanger wurde. Als sehr sicher gelten Verhütungsmethoden mit einem Pearl-Index unter 1. 

Einteilung der Verhütungsmethoden

Die Verhütungsmittel werden nach der Art ihrer Wirkung in Kategorien eingeteilt:

  • hormonell

  • mechanisch

  • natürlich

  • operativ

  • chemisch 

Als sicher gelten folgende Verhütungsmethoden:

  • Sterilisation des Mannes

  • Sterilisation der Frau 

  • Hormonspirale 

  • Hormonimplantat 

  • Kupferkette, -spirale

  • Verhütungsring

  • Kupferspirale

  • Depotspritze (Dreimonatsspritze)

  • Antibabypille

Weitere, relativ sichere Verhütungsmethoden, bei denen es zum Teil stark auf die korrekte Anwendung ankommt, sind:

  • Minipille

  • Kondom (in Kombination mit chemischem Verhütungsmittel)

  • Portiokappe, Diaphragma (in Kombination mit chemischem Verhütungsmittel)

  • Symptothermale Methode, Temperaturmethode

  • Pille danach (Notfallverhütung)

Operative Verhütungsmethoden

Eine Sterilisation der Frau oder des Mannes ist die sicherste Methode, eine Schwangerschaft zu verhüten. Wenngleich auch hier der Pearl-Index nicht bei 0 liegt. Die Sterilisation ist das eine relativ endgültige Entscheidung. Endgültig für die Frau und relativ endgültig für den Mann, da eine Möglichkeit besteht, diesen Eingriff teilweise wieder rückgängig zu machen. Fest steht jedenfalls, bei einer Entscheidung für die Operation sollte die Familienplanung definitiv abgeschlossen sein.

Chemische Verhütungsmittel

Bei den chemischen Verhütungsmitteln geht es darum, die Spermien abzutöten, sie zu verlangsamen oder ihren Weg versperren. Es gibt sie in Form von Gels, Zäpfchen, Schaum, Salben oder als Verhütungsschwamm. Letztere ist mit einem Spermizid imprägniert und wird wie ein Tampon in die in die Scheide eingeführt. Diese sogenannten Spermizide, meistens ist es der Wirkstoff Nonoxynol-9, werden im Zusammenhang mit Barriere-Verhütungsmitteln mit einem Pearl-Index von 1 bis 20 gesehen. Je nach korrekter Anwendung schwankt der Wert erheblich.

Natürliche Verhütungsmethoden (Natürliche Familienplanung NFP)

Als sicher werden die natürlichen Verhütungsmethoden nicht eingestuft. Ihr Erfolg hängt sehr stark davon ab, wie genau dabei verfahren wird. Und wie genau die Frauen, beziehungsweise die Männer, ihre Körper kennen und wahrnehmen können. Zu den natürlichen Methoden gehören:

  • Koitus Interruptus (Mann zieht sein Glied vor der Ejakulation aus der Scheide)

  • Knaus Ogino Methode (Kalendermethode) 

  • Basalmethode (Temperaturmethode)

  • Billings-Methode (Zervixschleim-Methode)

  • Symptothermale Methode (Kombination aus Basal- und Billings-Methode)

Als relativ sichere natürliche Verhütungsmöglichkeit wird die Symptothermale Methode bewertet. Allerdings setzt sie eine sorgfältige Beobachtung, Messung und Dokumentation der Frau voraus. 

Mechanische Verhütungsmethoden (Barrieremethoden)

Die geläufigste mechanische Verhütungsmethode ist das Kondom. Genauer gesagt das Männer-Kondom. Denn es gibt auch Frauen-Kondome (Femidom). In Material und Form sind sie den Männer-Kondomen ähnlich. Sie werden mit der geschlossenen Seite tief in die Scheide, bis vor dem Muttermund, eingeführt und reichen mit der offenen Seite bis über die großen Schamlippen. Kondome sind die einzige Methode, die auch vor einer Ansteckung von Geschlechtskrankheiten schützt. Um eine gute Sicherheit (Pearl-Index 2-6) zu bieten, müssen sie von guter Qualität sein und korrekt angewendet werden. 

Weitere Barrieremethoden für die Frau sind das Diaphragma, die Portiokappe und das Lea Contraceptivum. Alle drei Barrieren werden in die Scheide eingeführt und vor den Muttermund platziert. Allerdings werden sie nur im Zusammenhang mit chemischen Mitteln (Spermiziden) als einigermaßen sichere Methoden eingestuft.

Eine weitere, als sehr sicher bewertete Barrieremethode ist die Spirale. Wobei die Zuordnung hier nicht ganz korrekt ist, denn die Barriere für die Spermien ist nicht mechanisch, sondern wirkt durch die Depot-Inhaltsstoffe. Hier gibt es zwei Arten, die Kupferspirale und die Hormonspirale. Beide können nur auf Rezept in einer gynäkologischen Praxis eingesetzt werden. Sie wirken dort fünf bis zehn Jahre zuverlässig gegen die Befruchtung der Eizelle. Der Pearl-Index liegt unter 1. Bei der Hormonspirale verhindert das Hormon Progesteron die Einnistung der Eizelle. Die Kupferspirale gibt es schon seit 40 Jahren. Das Kupfer gibt stetig Kupferionen ab, die eine spermizide Wirkung haben. Eine moderne Weiterentwicklung ist die Kupferkette, die mit wesentlich weniger Kupfer auskommt und dadurch erheblich weniger Nebenwirkungen zeigt. 

Hormonelle Verhütungsmethoden

Hormonelle Verhütungsmittel gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen:

  • Hormonspirale

  • Hormonpflaster

  • Verhütungsring

  • Hormonspritze

  • Hormonstäbchen

  • Antibabypille 

Hormonspirale

Die Hormonspirale (Verhütungsschirmchen, Intrauterinsystem IUS) wirkt durch das synthetische Hormon Levonorgestrel. Es handelt sich um eine Art Gestagen, dem natürlichen Gelbkörperhormon nachempfunden. Es wirkt lokal gegen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Die Einnistung eines Eies wird dadurch verhindert. Es gibt unterschiedliche Dosierungen des Wirkstoffes. Dementsprechend schützt die Hormonspirale drei bis fünf Jahre vor einer ungewollten Schwangerschaft. Der Pearl Index ist extrem gut, er liegt bei 0,16. 

Die T-förmige Spirale erfordert einen gynäkologischen Eingriff. Sie wird unter Ultraschallbeobachtung bis an den oberen Teil der der Gebärmutter geführt. Diese Verhütungsmethode ist eine Option für Frauen, die östrogenhaltige Verhütungsmittel nicht vertragen. Auch für Stillende, da die Hormone lokal wirken und daher nur minimal über den Blutkreislauf in die Muttermilch gelangen. Aus diesem Grund kommt es auch kaum zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Wegen der Größe ist es weniger gut für Frauen mit einer kleinen Gebärmutter geeignet. Es kann zu Verletzungen an der Gebärmutter kommen. Menstruationsblutungen werden abgeschwächt oder bleiben ganz aus. 

Hormonpflaster

Das Hormonpflaster, oder auch Verhütungspflaster, ist im Prinzip eine Pille, die man nicht so häufig vergessen kann. Die Wirkung der hormonellen Substanzen ist die gleiche wie bei der oralen Einnahme. Ein Vorteil ist, dass der Schutz bei Erbrechen oder starkem Durchfall nicht verloren geht, da die Substanzen direkt ins Blut gehen. Die Nebenwirkungen sind jedoch die gleichen wie bei der Pille. Das Pflaster wird auf einem Arm oder an einer Stelle des Oberkörpers (ausgenommen der Brustbereich) einmal in der Woche aufgeklebt. Drei Wochen lang, die vierte Woche bleibt ohne Pflaster. Bei korrekter Anwendung liegt der Pearl Index bei 0,72 - 0,9. Frauen mit Übergewicht wird diese Verhütungsmethode nicht empfohlen. Die Hormonpflaster sind verschreibungspflichtig.

Verhütungsring

Der Verhütungsring, auch Vaginalring, ist ein flexibler Ring aus Kunststoff, der die gleichen Wirkstoffe wie die Pille enthält, Östrogen und Gestagen. Die Frau führt ihn tief in die Scheide ein, bis zum Muttermund. Dort bleibt er drei Wochen. Danach folgt eine sieben tägige Pause, in der es zu einer leichten Blutung kommt. Erbrechen und Durchfall unterbrechen den Schutz nicht, die Nebenwirkungen sind in etwa die gleichen, wie bei der Antibabypille. Der Schutz wird mit einem Pearl Index von 0.4 bis 0.65 angegeben. Das ist geringfügig besser als bei der Pille und dem Hormonpflaster, weil der Ring meistens zuverlässig und durchgehend drei Wochen in der Scheide verbleibt. Wenn er beim Geschlechtsverkehr stört oder durch andere Gegebenheiten hergepresst wird, so vermindert eine Abwesenheit des Ringes bis zu drei Stunden, die Schutzwirkung nicht.

Hormonspritze

Die Hormonspritze, auch Drei-Monats-Spritze oder Depotspritze, wird von der Frauenärztin, dem Frauenarzt in den Oberarmmuskel oder Gesäßmuskel injiziert. Sie enthält lediglich Gestagen, das nach und nach ins Blut abgegeben wird. Das Gestagen verhindert den Eisprung, der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird verhindert und der Zervixschleim verdickt. Der Pearl-Index liegt bei 0,2 bis 1,4. Ein Nachteil dieser Verhütungsmethode ist, dass sie nicht so leicht abgesetzt werden kann. Oft dauert es Jahre, bis es danach wieder zu einem geregelten Zyklus kommt. Daher rät man im Allgemeinen eher Frauen, die schon mit der Familienplanung abgeschlossen haben, zur Anwendung der Depotspritze.

Hormonstäbchen

Das Hormonstäbchen, auch Verhütungsstäbchen, ist ein Hormonimplantat. Ein vier Zentimeter langes Stäbchen, im Durchmesser zwei Millimeter, wird an der Innenseite eines Oberarmes unter die Haut implantiert. Dort bleibt es drei Jahre. Im Stäbchen befindet sich das Hormon Gestagen. Für die Implantation und die Entnahme ist ein kleiner Eingriff notwendig. Diese Methode wird hauptsächlich Frauen empfohlen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben. Die Nebenwirkungen sind die gleichen, wie bei anderen gestagenhaltigen Verhütungsmitteln. Der Pearl-Index wird mit 0,1 angegeben, es ist eine sehr sichere Verhütungsmethode. 

Die Pille danach

Die Pille danach zählt nicht zu den Verhütungsmitteln. Sie ist eine Notfallverhütung und nicht für eine häufigere Einnahme gedacht. Die darin enthaltenen Wirkstoffe sind in der Regel Levonorgestrel (synthetisches Gestagen) oder Ulipristalacetat (Progesteronmodulator). Diese Pille muss bis spätesten 24 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Je länger man abwartet, desto geringer die Erfolgsquote, die im Durchschnitt bei 95 Prozent liegt. Die Pille danach ist seit 2015 nicht mehr verschreibungspflichtig. 

Antibabypille 

Als Verhütungsmittel ist die Pille am weitesten verbreitet. Medizinisch ausgedrückt, wird die Pille auch als orales Kontrazeptivum bezeichnet. 1961 brachte die Firma Schering AG mit der "Anovlar" die erste deutsche Antibabypille auf den Markt. Heute gibt es viele unterschiedliche Präparate auf dem Markt. Dabei werden die Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlichen Dosierungen im Laufe eines Zyklus kombiniert. Diese sogenannten Kombinationspräparate gibt es mit einer fixen Kombination und einer sequenziellen Kombination. Die Antibabypille ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. 

Wirkung der Östrogene und Gestagene 

Die Östrogene und Gestagene in der Pille sind synthetisch hergestellte Hormone. Das Östrogen senkt die Ausschüttung des Follikelstimulierenden Hormons, FSH. Dieses Hormon sorgt im Normalfall für die Reifung der Follikel. Ein Follikel ist eine Art Eibläschen im Eierstock. Darin reift dann die befruchtete Eizelle heran. Durch das Östrogen wird also verhindert, dass die Reifung ablaufen kann. Kommt es dennoch zu einem Eisprung, wirkt das Gestagen. Es verändert die Schleimhaut der Gebärmutter, sodass sich dort kein Ei einnisten kann. Auch verdickt es den Zervixschleim, der sich am Muttermund absetzt, und verhindert so das Eindringen der Spermien. 

Welche Arten der Anti-Baby-Pille gibt es?

Wegen der Nebenwirkungen der Pille, suchte man fortlaufend nach Möglichkeiten, die Hormondosis möglichst gering zu halten. Bei größtmöglicher Sicherheit, versteht sich. So entwickelte man die Zwei- oder Drei-Phasen Pille, auch sequenzielle Kombinations Pille genannt. Hier sind die beiden Hormone in unterschiedlichen Dosierungen für bestimmte Tage in jeder Pille vorhanden. Die Hormone sind auf ihre speziellen Auswirkungen im Verlaufe eines Zyklus abgestimmt. 

Auch versuchte man, die Gesamtdosis der Hormone zu senken, egal ob bei den Ein-, Zwei- oder Mehrphasen-Präparaten. So spricht man bei Pillen mit einem Östrogenanteil kleiner als 50 Mikrogramm je Pille, von einer Mikropille. Das sind heute die meisten Präparate. Die Mikropille ist nicht zu verwechseln mit der Minipille. Die Minipille zählt zu den Einzelstoffpräparaten. Sie enthält nur einen gestagenähnlichen Wirkstoff, meistens Levonorgestrel oder Desogestrel, und kein Östrogen. Insgesamt wird der Kombinations-Antibabypille ein Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 zugesprochen. Wäre da nicht der Unsicherheitsfaktor Einnahme, läge der Wert bei fast allen Pillen bei 0 bis 0,1.

Bei den Minipillen liegt daher der Index etwas höher. Dies ist, vor allem bei der Levonorgestrel Minipille, dem extrem kurzen Einnahmezeitfenster geschuldet. 

Einphasenpille, monophasische Pille

  • 21 Einnahmetage, 7 Tage Pause

  • alle 21 Pillen gleiche Dosierung der Wirkstoffe

  • einfache Einnahme, jede Pille ist gleich

  • größeres Zeitfenster für die Einnahme

  • Pearl-Index: 0,2 - 0,5

  • Beispiel Einphasenpräparate: Valette, Yasmin, Microgynon21

Zwei- oder Mehrphasen Pille

  • 21 Einnahmetage, 7 Tage Pause

  • unterschiedliche Dosierungen der Pillen

  • zwei oder mehr Phasen für die jeweilige Einnahme

  • Phasen entsprechend dem weiblichen Zyklus

  • Pearl-Index: 0,2 - 0,7

  • Beispiel Mehrphasenpräparat: Logynon, Qlaira

Beispiele für die Dosierung der Zwei- und Dreistufenpräparate

Zweiphasen

11 Tage Östrogen; Gestagen niedrig dosiert
10 Tage Östrogen; Gestagen doppelte Menge

Dreiphasen:

6 Tage Östrogen; Gestagen
5 Tage beide Hormone in leicht erhöhter Dosierung
10 Tage reduzierte Menge Östrogen; erhöhte Menge Gestagen

Die Minipille

Die Minipille ist ein Einphasenpräparat. Sie enthält als Wirkstoff nur ein niedrig dosiertes Gestagen. Hier gibt es die Wirkstoffe Levonorgestrel, Norethisteron und Desogestrel. 

Wirkung von Levonorgestrel, Norethisteron 

  • Schleim am Gebärmutterhals verdickt sich

  • hemmt Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

  • Einnahme-Zeitfenster: 3 Stunden

  • keine Einnahmepause

  • Präparate mit Norethisteron z. B.: Micornovum, Micronor, Noriday

  • Präparate mit Levonorgestrel z. B.: 28mini, 

  • Pearl-Index: 0,4 - 3,0

Wirkung von Desogestrel

  • Schleim am Gebärmutterhals verdickt sich

  • hemmt Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

  • hemmt den Eisprung

  • Einnahme-Zeitfenster 12 Stunden

  • keine Einnahmepause

  • Präparate mit Desogestrel z. B.: Cerazette

  • Pearl-Index: 0,1 - 0,9

Die Minipillen beeinflussen den weiblichen Hormonhaushalt so gut wie nicht. Sie können daher auch von Stillenden eingenommen werden. Die Minipille ist verschreibungspflichtig. 

Gewünschte Wirkungen der Antibabypille

Eine Antibabypille wird der Frau zur Verhinderung unerwünschter Schwangerschaft verschrieben. Je nach Inhaltsstoffen und der Dosierung der unterschiedlichen Hormone, ist nicht jede Pille für jede Frau gleichermaßen verträglich. Es kann sein, dass nicht gleich die erste verschriebene Pille die richtige ist. 

Oft spielen bei einer Verschreibung der Pille auch die erwünschten Nebenwirkungen eine Rolle, wie:

  • Regulierung der monatlichen Blutung

  • mpfung starker Blutungen

  • Linderung schmerzhafter Nebenwirkungen bei der Periode

  • gegen Akne 

  • senken eventuell das Risiko für gewisse Erkrankungen wie Endometriose und Zysten

Unerwünschte Nebenwirkungen

Am häufigsten werden als Nebenwirkungen Brustspannungen, Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Stimmungsschwankungen genannt. In den ersten drei Monaten kann es diesen Begleiterscheinungen kommen, danach sollten sie jedoch nicht mehr auftreten. Weitere Nebenwirkungen, die häufig im Zusammenhang mit der Pille genannt werden, sind unter anderem Gewichtszunahme, Libidoverlust und Steigerung des Blutdrucks. Die Langzeit-Einnahme kann auch zu einem erhöhten Thromboserisiko führen. Ganz wichtig ist es deshalb, bei auftauchenden Beschwerden sofort Rücksprache mit der Ärztin dem Arzt zu nehmen! 

Die Verschreibung

Für die Verschreibung der passenden Pille benötigt die Ärztin, der Arzt zwingend nähere Informationen. Besonders folgende Faktoren sind wichtig für die Auswahl der richten Pille:

  • Alter

  • Familienplanung

  • Raucherin/ Nichtraucherin

  • Gewichtsprobleme

  • Neigung zu Wassereinlagerungen

  • Bluthochdruck

  • Blutgerinnsel, Schlaganfall in der Vergangenheit, Familie

  • Gehbehindert, Rollstuhl, Bettlägerigkeit

  • andere Vorerkrankungen, Erkrankungen und Medikamenteneinnahmen

Dosierung und Wechselwirkungen

Lesen Sie die Packungsbeilage Ihrer Pille genau durch! Die jeweiligen Hinweise zur korrekten Dosierung und zu den Maßnahmen, falls Fehler bei der Einnahme gemacht wurden, müssen befolgt werden. Hier gibt es, je nach Kontrazeptivum, erhebliche Unterschiede zu beachten. Ebenso müssen Sie die Wechselwirkungen der Pille mit anderen Medikamenten beachten! Einige Medikamente können die verhütende Wirkung gewisser Pillen regelrecht aufheben, hier ist Vorsicht geboten! 

Quellen:

  • Apotheken-Umschau (2017): Verhütung: Die Pille. Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Verhuetung/Verhuetung-Die-Pille-52260.html, zuletzt geprüft am 01.05.2018.
  • Techniker Krankenkasse (2015): Welche Pillen gibt es? Online verfügbar unter: https://www.tk.de/tk/welche-pillen-gibt-es/769796, zuletzt geprüft am 01.05.2018.
  • pro familia (2018): Verhütung. Online verfügbar unter: https://www.profamilia.de/erwachsene/verhuetung.html, zuletzt geprüft am 01.05.2018.